I never needed you like I do right now
I never needed you like I do right now
I never hated you like I do right now
Cause all you ever do is make me...
Ich rauchte einen Zug und schaute auf die Lichter der Tankstelle. Ich mochte die blaue Farbe, die sich auf der nassen Straße spiegelte. Der kalte Rauch füllte meine Lunge und ich fing an heftig zu husten. Angewidert verzog ich das Gesicht und warf die Zigarette in eine der umliegenden Pfützen.
„Hey!", kam es von hinten und ich drehte mich um. Rick lief aus dem kleinen Waldvorsprung und schloss gerade seine Hose. Schon die letzten Pausen waren ihm die Toiletten der Tankstellen zu teuer gewesen.
„Da geb ich dir meine Zigarette und du schmeißt sie weg. Hast wohl einen Zug genommen nehme ich an?", meinte er und grinste. Ich nickte entschuldigend und gab ihm eine Neue aus der Schachtel, die er auf das Autodach gelegt hatte. Camel.
„Verweichlichte Jugend.", sagte Rick mit der Zigarette zwischen den Zähnen und zündete sie an. „Naja ist wohl besser so, wenn das deine Schwester sehen würde, wäre mir meine nächste Standpauke sicher."
Beim Gedanken an Hannah und ihre Wutausbrüche musste ich schmunzeln. Rick und Hannah waren schon lange kein Paar mehr und obwohl Hannah bereits seit einigen Jahren weggezogen war, war Rick geblieben.
Er war ein Draufgänger gewesen, große Klappe und ein gewisser Charme. Kapitän der Schulmannschaft und eine glänzende Zukunft vor sich. Hannah hatte sich schnell in den glänzenden Sportler verliebt. Etwas war anders an ihm. Er war fair und gerecht, ohne dabei schwach zu wirken. Jeder schaute zu ihm auf und mit großer Mehrheit gewann Rick damals die Wahl zum Schulsprecher.
Ich war stolz gewesen, als meine Schwester mit dem Star der Schule zusammengekommen war und nicht mit einem der anderen Jungs aus ihrer Stufe. Zu oft landete der Inhalt meines Rucksacks auf dem Flur, oder ich gegen einen der Spinde.
„John, richtig?", hatte Rick eines Tages gefragt und mir eines meiner Bücher gereicht. „Lass dich nicht unterkriegen, hörst du." Ich nickte zögerlich. „Wir werden es hier raus schaffen, die nicht." Mit großen Augen hatte ich ihm hinterher geschaut, während er zurück zu Hannah gejoggt war.
Und einfach so waren wir Freunde geworden.
Selbst als Rick sich den Knöchel zertrümmerte und nie wieder ein Spielfeld betreten konnte, sogar als Hannah und der Rest der Schule bereits ihren nächsten Helden gefeiert hatten, war er mein Held geblieben.
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„Weiter gehts.", sagte Rick und nahm einen letzten langen Zug. „Wir wollen ja nicht, dass du zu spät kommst."
Es gab zwar keinen Termin zu dem ich zu spät kommen konnte, aber trotzdem beeilte ich mich einzusteigen und wir verließen die Tankstelle.
Rick war Feuer und Flamme seit ich eine reale Chance bekam unseren Heimatort zu verlassen. Bei jeder Prüfung hatte er mitgefiebert und am Tag meines Abschlusses war er es, der am lautesten gejubelt hatte, mir mein erstes Bier aufmachte und einen Toast auf meine glänzende Zukunft hielt.
Als die Formulare der Carlton dann kamen und mein Stipendium bestätigten, war Rick jedoch still geblieben. Er war nicht in meinen Jubel eingestiegen und nur da gesessen. Mit seiner Bierflasche in der Hand hatte er den Brief angestarrt. Die Tränen kamen langsam, aber sie kamen. Sie liefen ihm nur so über die Wangen. Er weinte und weinte bis er irgendwann nur noch hustete und einen großen Schluck aus seinem Bier nahm. „Das wird gut John, ich weiß es.", hatte er nur gesagt und war gegangen.
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Our Hour of Deepest Needs
Romance»Gib mir dein Handy.«, sagte Ginny und streckte ihre Hand aus. Ich gab es ihr und sie tippte ein paar Mal darauf herum. Mit einem triumphierend Lächeln legte sie das Handy zwischen uns auf den Tisch. »Eine Stunde.« »Eine Stunde?«, fragte ich und s...
