Epilog: Prolog

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"Jinyoung... bitte. Ich bin mir sicher. Ganz sicher." 
"Na gut. Dann ruf ich ihn her." Jinyoung wählte eine Nummer, während Mark sich nervös auf die Unterlippe biss.
"Und du bist sicher, dass es funktioniert?", hakte Mark nervös nach.
"Beruhig dich, Mark. Xiao kennt sich damit aus. Er hat diese übermenschliche Gabe."
"Okay, ich vertrau dir, Jinyoung... ich vertrau auch deinem Kumpel."
Kurz darauf klingelte es schon an der Tür. 
Mark blieb fast die Luft weg, als er sah, wie attraktiv Xiao war. 
"Und du bist sicher, ihr seid nur befreundet?", zischte Mark Jinyoung ins Ohr. 
Jinyoung verdrehte nur die Augen. "Ja."
"Hey, Jinyoung. Hey, du musst... Mark sein? Ich bin Xiao."

"Ich werde dich jetzt in Trance versetzen", erklärte Xiao ihm. "Dann stelle ich einen Telepathischen Link zwischen uns her. Du wirst dies alles allerdings vergessen, damit dir die Illusion geschaffen wird, dass du wirklich zwei Körper hast, die du kontrollieren kannst."
Jinyoung sah ein wenig besorgt aus, doch schließlich gab er nach. 
"Wir brechen es aber sofort ab, wenn irgendetwas schief läuft, okay?"
"Ab dem Moment, wo du eifersüchtig auf dich selbst wirst, beziehungsweise auf mich... wird der Telepathische Link instabil sein", fuhr Xiao mit der Erklärung fort. "Sollte es schließlich mit Selbstzweifel einhergehen, werden wir den Telepathischen Link komplett zerstören. Es ist zum Schutze deiner eigenen mentalen Gesundheit. Aber ich hoffe, es wird nicht so weit kommen."
Mark holte tief Luft. "Okay. Fangen wir an."
Er ließ sich von Xiao hypnotisieren. 
"Was ist dein Wunsch?", sprach Xiao.
"Ich wünschte, ich könnte offener sein und dich bei den ganzen Auftritten supporten", murmelte Mark. "Ich wünschte... ich könnte dich umarmen, wann immer ich will... ohne Angst zu haben abgewiesen zu werden. Ich wünschte ich könnte mich richtig ausdrücken und verhalten. Ich wünschte ich könnte dir sagen, wie lieb ich dich eigentlich habe."
Langsam wurden Marks Worte immer leiser. 
Und er fiel in einen tiefen hypnotischen Schlaf.
"Mark." Xiao sprach mit ihm. Doch Xiao wusste, dass dies Mark nicht mehr bewusst war. "Ich habe deine Wünsche gehört. Ich will dir eine Chance geben."
Xiao beobachtete Marks körperliche Reaktion, ehe er weitersprach. "Ich will dir eine Chance geben." Langsam stellte er den Telepathischen Link her. "Aber pass auf. Es darf dir nicht außer Kontrolle geraten."
"Es funktioniert..", flüsterte Jinyoung ehrfürchtig.
"Du wirst schnell lernen, damit umzugehen. Es ist wie mit deinen beiden Händen", fuhr Xiao unbeirrt fort. "Keine Sorge, Mark. Alles ist für dich geregelt. Morgen schon kannst du mit Marco alles ausprobieren, was du willst." Xiao selbst schloss die Augen und als er sie wieder öffnete, murmelte er. "Schlaf!"
Und Mark fiel hinter auf sein Bett. Nun schlief er wirklich. 
"Marco? Ernsthaft? Xiao, ist dir kein besserer Name eingefallen?" Jinyoung sah ihn leicht belustigt an, während er Mark in eine bequeme Position hievte und ihn zudeckte. 
Xiao seufzte nur. "Und du hast sicher alles geregelt?"
"Ja. Marks Eltern werden denken, du bist ein Austauschschüler. Auch die Schule weiß bescheid. Ich hab sogar die hier!" Jinyoung zog etwas aus seiner Tasche heraus. 
"Die Kontaktlinsen... stimmt."
"Die gleiche Augenfarbe wie von Mark. Hab ich nicht nen guten Job gemacht?" Jinyoung sah schon fast ein wenig stolz aus. 
"Ja." Xiao lächelte leicht. "Das hast du."
"Jetzt bist du dran." Jinyoung klopfte Xiao leicht auf die Schulter. "Ich überlass die Situation dir. Ich hoffe nur, unser Plan B kommt nicht zu Einsatz und Mark sieht schnell genug ein, dass er selbst mutig sein soll...  ich zähl auf deine schauspielerischen Fähigkeiten, Marco. "




Two Bodies {Markson}Where stories live. Discover now