The left one

By -Geliebte-

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»Ich werde niemals vergessen, als du durch diese Tür kamst und mich angesehen hast. Ein Blick und mein Herz g... More

Prolog
Zwei
Drei
Vier
Fünf
Sechs
Sieben
Acht
Neun
Zehn
Elf
Zwölf
Dreizehn
Vierzehn
Fünfzehn
Sechzehn
Siebzehn
Achtzehn
Neunzehn
Zwanzig
Einundzwanzig
Zweiundzwanzig
Dreiundzwanzig
Vierundzwanzig
Fünfundzwanzig
Sechsundzwanzig
Siebenundzwanzig
Achtundzwanzig
Neunundzwanzig

Eins

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By -Geliebte-

Mit einem lauten Knall flog die Tür zu meinem Zimmer auf und ich schreckte aus dem Schlaf. Nun stand meine Mutter da, die einfach nur lachte und in die Hände klatschte.
»Sehr gut, du bist wach. Wir müssen uns beeilen. Du musst zur Schule«, meinte sie, als wäre die Aktion gerade völlig normal gewesen.
Meine Mum war schon etwas verrückt, das war mir klar, aber lieb hatte ich sie trotzdem. Sie ließ mir so viele Freiheiten und dafür war ich ihr wirklich dankbar.
»Mum...gehts noch?«, nuschelte ich und rieb mir meinen Kopf, da ich mir beim aufsetzten den Kopf an den Dachgiebeln gestoßen hatte. Ich hatte nämlich die Ehre, das Zimmer unterm Dach zu bekommen. Naja, im Sommer war es eher die Hölle, denn es wurde so heiß, dass man es kaum aushielt. Aus diesem Grund stand auch ein großer Ventilator gegenüber von meinem Bett, der mich ein wenig kühlte.

»Mir gehts ausgezeichnet. Danke, das du fragst, Schatz«, trällerte sie fröhlich und schon war sie wieder verschwunden und ich hörte ihre Schritte auf der Treppe, die sich entfernten.
Himmel, ich konnte nicht aufstehen. Mein Bett war so gemütlich.

Ich musste mich richtig zwingen, mich zum Aufstehen zu bewegen, ging nach unten ins Badezimmer und kippte mir mit den Händen das kalte Wasser ins Gesicht, um wieder mehr zum Leben zu erwachen.
Dann putzte ich meine Zähne, stylte meine Haare und hastete wieder nach oben in meine persönliche Sauna, um mir mein Outfit für heute raus zu suchen.
Ein weißes Shirt mit grünen, lilanen und rosafarbenen Blumen. Ja tatsächlich. Und ich war hetero!
Dazu zog ich eine kurze Shorts aus Jeansstoff an.

Nach geschlagenen zehn Minuten kam ich herunter, wo meine Mum schon auf mich wartete, mit dem Autoschlüssel in der Hand.
»Können wir?«, lächelte sie mir zu. Ihre blonden Haare hatte sie zu einem Pferdeschwanz im Nacken zusammen gefasst. Sie war eine junge Mum. Mit 17 hatte sie mich damals bekommen. Meinen Vater kannte ich nicht. Sie erzählte nicht gern von früher. Wahrscheinlich war es ein Ausrutscher, aber die hat es alleine geschafft. Rebeka war eine starke Frau. Sie hatte es alleine geschafft, mich großzuziehen und ich war stolz auf sie!

»Ich bin schon da«, gab ich zurück, was nichts mit ihrer Frage zu tun hatte, aber sie verstand mich schon. Ich hatte ebenfalls blonde Haare. Allerdings nicht so helle wie meine Mutter. Bei mir war es ein straßenköterblond und ich hatte Locken. Meine Mutter hatte glatte Haare. Was uns aber vereint waren die grünen Augen.
»Oh, cooles Shirt«, lächelte die und kniff in meine Seiten. Ich grinste nur breit zurück, schulterte lässig meinen Rucksack mit den Schulsachen und stolzierte aus dem Haus.

Meine Mutter schüttelte nur mit einem leichten Lächeln den Kopf und folgte mir. Sie selbst trug ein luftiges Sommerkleid.
Ja! Sommer! Also das hieß, ich starb halb in meinem Zimmer, aber der Ventilator rettete mich.

»Du bist ein richtiger Macho. So hab ich dich aber nicht erzogen«, meinte Rebeka mit einem leichten Lächeln auf dem Weg zur Schule, während sie den Blick geradeaus gerichtet hielt.
»Vielleicht hab ich das ja von meinem Vater.«
Augenblicklich erlosch ihr Lächeln.
»Fang nicht schon wieder damit an. Du weißt ganz genau, dass ich die Vergangenheit da lassen will, so sie ist.«
Ich biss die Zähne fest aufeinander und sah aus dem Fenster. Da ich keine Lust auf einen Streit mit meiner Mutter wollte, beließ ich es dabei, obwohl ich meiner Meinung nach ein Recht darauf hatte, zu wissen, wer mein Vater ist, sofern sie es weiß.

Bald kamen wir an. Rebeka hielt vor dem Parkplatz der Schüler und ließ mich raus.
»Viel Spaß«, lächelte sie und ich nickte ihr zu.
Schnell schlug ich die Tür zu und schulterte die Tasche, bevor ich ins Gebäude ging.
Die Highschool war ein kleines Labyrinth. Wenn man neu hier war, dann hatte man so einige Schwierigkeiten, sich zurecht zu finden. Bei mir hatte es damals drei Wochen gedauert, bis ich wusste, wo alles war. Nun war ich schon ein Jahr hier und quasi ein alter Hase.

»Marcus!«
Meine beste Freundin Cecilia kam auf mich zu gerannt und schlang ihre Arme stürmisch um meinen Hals.
»Hey, warum so wild heute?«, gab ich lachend zurück. Die braunen, langen Locken von Cecilia fielen ihr ordentlich über die Schultern und reichten bis unter ihre Brust. Sie war wunderschön und ich fragte mich, warum ich mich nicht schon längst in die verliebt hatte, denn einen Charakter aus Gold hatte die auf jeden Fall, aber dennoch. Da war nichts. Nur platonische Liebe.

»Du glaubst es nicht.« Ihre blauen Augen funkelten vor Begeisterung. »Oh, cooles Shirt.«
Ich grinste. »Danke, aber jetzt sag schon. Du machst mich ja ganz neugierig«, schmunzelte ich.
»Du bekommst echt gar nichts mit oder?«
Cecilia klang ein wenig genervt über meine Begriffsstutzigkeit.
Umständlich kramte sie ihr Handy aus ihrer engen Jenas und tippte darauf herum, bis sie es mir unter die Nase hielt.
»Du bist doch auch in der Gruppe«, meinte sie, während meine Augen über den Bildschirm flogen.
Ich sah auf und seufzte. »Celi, du weißt, dass ich die Klassengeuppe immer auf stumm gestellt habe. In meiner Freizeit will ich mich nicht mit Nachrichten von diesen Idioten herum plagen.«

Cecilia verdrehte leicht die Augen und bedeutete mir, weiter zu lesen, was ich auch tat.

Fynn [23:59]: habt ihr schon von den neuen gehört?

Laura [00:00]: *dem

Amelie [00:05]: Natürlich hab ich davon gehört. Ich glaube er heißt Caleb. Wartet, ich hab ein Bild! Hab ihn auf Instagram gestalkt 😝😍

Vivian [00:07]: omg 😍😱

Amelie [00:08]:


Vivian [00:08]: omg so hot! Und er hat Locken 🤤

Langsam gab ich Cecilia wieder das Handy zurück. Ich hatte genug von dem Geschwärme, wobei ich zugeben musste, dass er gut aussah.
»Und?«
Abwartend sah das Mädchen mich an, aber ich zuckte nur mit den Schultern.
»Dein ernst? Das ist alles? Gott, Marcus! Du bekommst Konkurrenz«, grinste sie und stieß mich an, worüber ich nur grinsend den Kopf schüttelte. Ich war nicht so einer. Lieber wartete ich, bis die richtige kam und verbrachte dann mein leben mit ihr.
Plötzlich begannen alle um uns herum zu tuscheln. Nun war es also soweit. Der Neue kam.

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