Prologue

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Jenny:

Endlich kann ich aus der Hölle entfliehen. Du fragst dich sicher, welche Hölle kann eine 24 jährige schon erlebt haben. Das werde ich dir erklären.

Das Leben meinte es nie gut mit mir. Mein sogenannter Vater ist nicht etwas was man einen gesetzestreuen Mann nennen kann. Dementsprechend war natürlich auch meine Kindheit, bis ich 7 Jahre alt war. Meine Mutter hat versucht, die Familie zusammen zu halten. Aber dies funktionierte natürlich nicht. Denn eines Tages hat mein „Vater" mich weggeben. Für mich brach damals eine Welt zusammen. Was soll aus mir werden? Wie soll ich ohne meine eigenen Eltern aufwachsen?

Diese Frage wurde schnell geklärt, als ich zu sogenannten Pflegeeltern kam. Ich war zuerst froh, wieder in einer Familie zu sein. Jedoch wurde mir die Freude auf eine endlich normale Familie genommen. Denn man merkt schnell, dass man nicht das eigene Kind ist und man bekommt es auch zu spüren. Ich hab durchgehalten, denn ich wusste meine Mutter würde um mich kämpfen, um mich wieder zu bekommen. Endlich als der Lichtblick da war, starb sie plötzlich an ihren Erkrankungen. Ich wollte komplett aufgeben. Das ging aber nicht, da meine Mutter meine kleine Schwester hinterließ. Nun hab ich für sie durchgehalten. Ich musste in dieser Familie bleiben... Meine kleine Schwester wächst bei ihren Großeltern auf.

Die Zeit verflog und ich wurde 18 und beschloss auszuziehen. Ich zog in die Stadt, wo meine Schwester lebte, um für sie da zu sein. Denn ich wusste, dass sie ihre Schwester brauchte. Sie ist immerhin 9 Jahre jünger wie ich. Ich fing eine Ausbildung in der Pflege an und legte so viel Geld zurück wie ging um mir meinen Traum für ein Leben in Süd Korea zu erfüllen.

Die schaffte ich auch endlich mit 24 Jahren. Die Restfamilie die ich habe, hat mich in meinem Vorhaben immer unterstützt mit Zuspruch. Meiner Schwester gefällt es zwar nicht, dass ich weggehe aber sie weiß, dass es schon immer mein Traum war, ein Neuanfang zu starten.

Ich verlasse ungern die Seiter meiner Schwester aber ich weiß, dass sie sehr gut aufgehoben ist.

Ich packe gerade meine restlichen Sachen für den Flug zusammen und gehe runter, um mich von meiner Familie zu verabschieden.

„Jenny musst du schon los? Ich möchte mich nicht von dir trennen." Meine Schwester umarmte mich, während sie das sagte.

Ich lächelte „Du weißt doch wie sehr ich den Neuanfang möchte. Ich werde dich jeden Tag anrufen, dann siehst du mich und weißt, dass es mir gut geht. Denn bei dir weiß ich es ja."

Ich verabschiedete mich von meiner Familie und stieg in das Taxi, welches mich zum Flughafen brachte.

Mit Tränen in den Augen fuhren wir los.

Ich freute mich auf der einen Seite, weil ich neugierig war, was mich erwartete. Aber auf der anderen Seite vermisste ich meine Schwester jetzt schon riesig.


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Hello

Neuanfang?Where stories live. Discover now