Draußen tobte ein heftiger Sturm, und ausgerechnet an diesem Abend musste ich mein Zuhause verlassen – oder besser gesagt, ich wurde rausgeworfen. In genau diesem Wetter. Ich konnte meine Mitbewohner nicht ausstehen. Es war doch nicht meine Schuld, dass ich wegen ihrer nächtlichen Geräusche kein Auge zubekam. Und das Schlimmste: Gerade die, die den ganzen Lärm veranstalteten, haben mich vor die Tür gesetzt! Dabei habe ich lediglich dafür gesorgt, dass ein Mensch diese Welt verlässt. Leise. Niemand hat es bemerkt – außer diesen zwei Turteltauben.
Also nahm ich meinen kleinen Koffer und machte mich trotz des Unwetters auf den Weg. Während ich durch den Regen stapfte, sah ich mehrere Obdachlose, die versuchten, sich irgendwo unterzustellen. Ihre hoffnungsvollen Gesichter ließen meine Mordlust wieder aufflammen. Doch ich konnte mich beherrschen – zwei Menschen in einer Nacht umzubringen wäre riskant. Es besteht immer die Gefahr, dass jemand die Polizei ruft. Und ich habe keine Lust zu fliehen oder mein Messer und meine Kleidung zu ruinieren, besonders jetzt, wo ich nicht zurück in meine Wohnung kann.
Dann entdeckte ich ein verfallenes Haus auf einem leeren Feld. Es sah verlassen aus, und vor allem: Es waren keine anderen Menschen in der Nähe. Langsam näherte ich mich dem Gebäude. Aus meinem Rucksack, in dem ich alles Wichtige zum Überleben verstaut hatte, zog ich vorsichtshalber mein Messer. Das Haus war in der Mitte seltsam eingeknickt, als ob es in zwei Richtungen gebaut worden wäre. Die meisten Fenster waren mit Holzbrettern vernagelt. Das ganze Gebäude war niedrig, unfertig, vielleicht einst weiß gestrichen, doch nun von Schmutz und grünem Moos überzogen. Das Dach war beschädigt, aber irgendetwas verdeckte das große Loch darin.
Ich ging zur leicht verzogenen, braunen Tür. Beim Öffnen quietschte sie laut. Verdammt, war das unangenehm. Ich schloss sie so leise wie möglich wieder, aber sie quietschte erneut. Ich beschloss, das Haus zu durchsuchen – vielleicht ließ sich etwas Brauchbares finden.
Der Flur war düster. Natürlich hatte ich vergessen, meine Taschenlampe einzupacken – wie dumm von mir. Als ich die erste Tür im Gang sah, trat ich näher und öffnete sie vorsichtig. Zum Glück kein Geräusch diesmal. Doch was ich hinter dieser Tür entdeckte, ließ mich sofort erkennen: Ich war nicht allein in diesem Haus.
ŞİMDİ OKUDUĞUN
don't blame it on the kids
Kısa Hikayeich muss mich zurückhalten. ich muss mich zurückhalten. ich muss mich zurückhalten. die Kinder haben nichts gemacht. die Kinder haben nichts gemacht. die Kinder sind...
