Prolog

47 3 6
                                        

Und eines Tages fühlst du dich traurig, ohne zu wissen weshalb. Wie, als hättest du etwas wichtiges verloren, doch vergessen, was es war. Wie, als würdest du jemanden vermissen, den du nie getroffen hast. Und dann hast du plötzlich Heimweh, nach einem Platz, der nicht existiert. Du bist gegangen. Wie Nebel, bist du verblasst, und du bist sichergegangen, auch das aller letzte Stück meines Herzens zu verbrennen. Und doch findet mein Herz immer noch einen Weg zu schlagen.
Du bist gegangen. Und doch bin ich hier, in voller Blüte, während du dort verwelkt bist.
Ich spüre deinen Atem, der nach Minze riecht, noch immer auf meiner Haut. Ich spüre deine sanfte Stimme, wenn du flüsterst. Ich spüre deinen Blick auf mir, wie du mich ansiehst, wenn ich rede. Ich weiß noch, wie du mit deinen Ringen spielst, wenn du nervös bist. Und wie sich dein Brustkorb hebt und senkt, wenn du tief durchatmest. Wie deine Augen im Licht die Farbe wechseln. Und wie du dir mit deinen Fingern durch die Haare fährst, wenn du wütend bist. Ich erinnere mich, wie du im Schlaf manchmal redest. Und deine warme Hand meine Wange berührt. Ich weiß noch, dass dich zu lieben, manchmal schwerer ist, als Unterwasser zu atmen.
Du warst mein Glück. Meine Trauer. Und alles was dazwischen liegt. Und in der Sekunde, in der ich meine Augen schließe, nimmst du mir alles weg, was du mir je gegeben hast.
Du bist alles was ich kannte, und doch erinnere ich mich nicht mehr daran, die je geliebt zu haben.

You've reached the end of published parts.

⏰ Last updated: Feb 04, 2019 ⏰

Add this story to your Library to get notified about new parts!

Vergiss mein nicht | H.S.Stories to obsess over. Discover now