Jimin p.o.v.
„Hallo Mama? Bist du dran?"
„Junge wie oft soll ich es dir noch sagen? du sollst aufhören sie anzurufen!" schrie mich auch schon die raue Stimme von Mark an, ehe er auflegte.
Er ist der neue von meiner Mutter.
Ich kann echt nicht verstehen, wie es so weit gekommen ist.
Er ist der Grund, warum meine Mutter gegen mich ist.
Er hat sie dazu gebracht, mich rauszuschmeißen.
Er hat sie dazu gebracht, mich langsam zu hassen...
Ich sollte weg von Ihnen, da ich ihrer Liebe angeblich im Weg Stande.
Ich war wie eine Last für die beiden.
Zwei verdammte Jahre wurde ich vor den Augen meiner Mutter, von ihrem Freund erniedrigt und geschlagen.
Ich hielt es selbst nicht mehr aus.
„Du bist nutzlos, du bist der Grund warum ich Probleme habe, du bist der Grund warum ich nicht in Ruhe lebe, du bist der Grund für den Tod deines Vaters."
Meine eigene Mutter, die eins mal so liebevoll zu mir gewesen ist, zerstörte mich mit diesen Worten von Tag zu Tag.
Diese Worte ließen mich einfach nicht schlafen.
Albträume über Albträume.
Es verging kein Tag mehr, an dem ich ruhig schlafen konnte.
Ich lebe jetzt schon seit einem Monat alleine in einer anderen Stadt.
Ich musste alleine klarkommen und sehen wo ich bleibe.
Sie fragte sich nicht einmal, ob es mir denn gut ginge, ob ich überhaupt noch lebte.
Es interessiert sie einfach nicht mehr.
Sie hat mich einfach aufgegeben...
Ich sah mich kurz in meiner kleinen, aber dafür gemütlichen Wohnung um, und musste leicht Lächeln.
"Das habe ich alles alleine geschafft" sagte ich zu mir selbst und stand von meiner Couch auf.
Ich war mit meiner Wohnung so weit fertig, nur die Küche musste noch gemacht werden, weshalb ich mich seit Tagen von fast food ernährte, da diese erst nächste Woche geliefert wird.
Schlafen tat ich auf der Couch, da ich mir auch noch ein Bett besorgen müsste.
Jedoch war dies kein Problem für mich.
Ich war noch von früher daran gewöhnt, auf der Couch zu schlafen.
Meine Mutter gab Mark mein Zimmer, damit er daraus eine Lounge für sich und seine Kollegen erstellen konnte.
Es tut echt weh zu wissen, dass deine eigene Mutter, dich für einen fremden Mann, aus ihrem Herzen ausschließt.
Ich sah auf die Uhr und bemerkte erst jetzt wie spät es war.
20:56 Uhr
Ich hörte etwas Musik und entspannte mich einfach.
Ich liebte die Musik.
Es könnte vielleicht daran liegen, dass mein Vater selbst mal in einer Band war.
<the walshos>
Die Erinnerungen daran hinterließen eine Gänsehaut auf meiner Haut.
Er ist vor zweieinhalb Jahren, an einem Autounfall verstorben.
An dem Tag, war er auf dem Weg, mich von meiner Musikschule abzuholen.
Ich liebte meinen Vater sehr und vermisste ihn mehr als alles andere.
Er inspirierte mich mit dem Schreiben von Songtexten.
Auch gab er mir den Rat einfach mal meine Gefühle und Emotionen aufzuschreiben, um besser mit ihnen umgehen zu können, was mir ehrlicherweise sehr oft geholfen hatte.
Ich selber singe sehr gerne, jedoch hat mich außer meiner Mutter, meinen Vater und meiner früheren Gesanglehrerin, noch nie jemand gehört.
Morgen ist mein erster Schultag auf der neuen Schule.
Ich hatte einfach Angst.
Angst davor keinen Anschluss zu finden und ausgestoßen zu werden.
Ich hatte einfach keinen hier, dem ich mich anvertrauen konnte.
Ich war einfach auf mich alleine gestellt.
Ich konnte es immer noch nicht glauben.
Die Ereignisse prägten mich so sehr, das ich schon Probleme hatte, mich Leuten anzuvertrauen.
Mein Charakter wurde kalt, Ich hatte einfach keine Emotionen mehr und um ehrlich zu sein, weiß ich auch gar nicht mehr, wann ich zuletzt gelacht habe.
Nicht ein Funken Hoffnung trug ich in mir.
Es wunderte mich schon, dass ich noch lebte und mir nicht schon längst das Leben genommen habe, denn dann hätte ich jetzt bei meinem Vater sein können.
Wir könnten zusammen unsere verpasste Zeit nachholen.
Ich hätte ihm sagen können, wie sehr ich ihn liebte und wie sehr ich ihn vermisste.
Es könnte alles besser werden...
Jedoch blieb ich stark.
Stark für meinen Vater.
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PAUSIERT//Soulmates // yoonmin
FanfictionJimin. Ein Junge, der seinen Vater durch einen Autounfall vor zweieinhalb Jahren verlor. Ein Junge, der seine eins so liebevolle Mutter nicht mehr erkannte, da diese sich von ihm abwandte und ihn wegschickte. Ein Junge dessen leben sich durch den Um...
