5. (überarbeitet)

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And now: Chapter number 5:D

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Und plötzlich spaltete sich das strahlende Licht und wurde zu Grün.

Aus dem Grün entstanden Bäume, zwischen denen sich eine weite Wiese erstreckte, von der man das ganze Tal überblicken konnte. Hinter ihnen lag ein dichter Wald, aus dem nicht das kleinste Geräusch zu hören war. Der Strudel um Hexenmeister und Schattenjäger lichtete sich und gab den Blick frei.

Den Blick auf eine andere Welt.

Eine Welt, in der der Himmel in den schönsten und klaresten Blautönen leuchtete und die Farben lebendig zu sein schienen.

Eine Welt, die in absolutem Stillschweigen darlag, als sie
die Seele eines jungen Mannes erkannte. Die Seele eines Jungen mit großem Schicksal.

In dieser Welt würde sich alles entscheiden.

Dieser Junge würde sich entscheiden.
Für die Liebe oder den Tod...

~.~

Als Alec dann endlich wieder Boden unter seinen Füßen spürte, setzte er sich in das sanfte Gras, legte die Hände an seine Schläfen und konzentrierte sich nur auf seine Atmung.

Als er schließlich wieder einigermaßen zur Ruhe gekommen war, schaute er sich nach Magnus um, der einige Meter entfernt auf einem Baumstamm saß.
Er war unglaublich blass.

Und plötzlich musste Alec an den Moment denken, ab dem er Magnus mit anderen Augen gesehen hatte.

Ab diesem Augenblick hatte der Schattenjäger die Traurigkeit in den katzenartigen Augen erkannt und sie wie ein Geheimnis gehütet. Er hatte auch bemerkt, wie zerbrechlich der Hexenmeister sein konnte...

Aber vor allem hatte er gelernt, hinter die Fassade aus Glitzer zusehen, direkt in dessen Herz, wo ein innerer Kampf tobte und wütete.

Alec erinnerte sich noch immer an jede Einzelheit dieser Begegnung.

Er erinnerte sich noch gut daran, wie verschwommen sein Blick gewesen war und wie er nach Magnus' Hand gegriffen hatte, schwach seine Finger gedrückt und auf sein langsam, aber beständig schlagendes Herz gelegte hatte.

Er war noch so kraftlos gewesen und hatte nur knapp einen Angriff auf einen Dämonenfürsten überleben können.

Das Erste, das Alec damals gesagt hatte, als er im Krankenbett lag und Magnus sich leicht über ihn gebeugt hatte, war:

"Warum sind Engel solch wunderbare Geschöpfe?
Wie kann ein so göttliches und reines Wesen wie du, jemanden so unbedeutenden wie mich retten?

Ich bin es nicht wert von einem wahrhaft schönen Engel gerettet zu werden."

Noch heute färbten sich Alecs Wangen bei der Erinnerung daran rot. Er warf Magnus einen verstohlenden Blick zu, aber dieser schien nichts davon bemerkt zu haben.

Seine Gedanke glitten dorthin zurück, bis er sich wieder schmerzlich an die Antwort des Hexenmeisters erinnern musste.

Magnus hatte damals seine Hand genauso sanft festgehalten und ihn behutsam am Arm berührt. Er hatte nicht gewusst, dass Alec in diesen Moment nicht dem Wahn des Fiebers unterlegen gewesen war.

Alec hatte es immer für sich behalten und nie auch nur ein Wort darüber verloren, dass er wusste, welche Worte sie in dieser verhängnissvollen Nacht miteinander geteilt hatten.

Der Hexenmeister hatte damals geseufzt und leise gewispert:

"Weißt du, wenn du jetzt bei vollem Bewusstsein wärest, dann hättest du diese Worte niemals gesagt. Du hättest mich voller Verachtung angesehen und dich von mir abgewandt, denn ich bin nur ein dummer Schattenweltler.

Through The Dark (Malec, Chroniken der Unterwelt)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt