Anna: Schwer atmend lasse ich meine Hand sich an den Stuhl lenken und platziere meinen Hintern auf den Holzstuhl, der so eiskalt ist, dass ich mich zögere ob ich mich nicht irgendwo anders setzen soll. Jedoch war der Tag zu anstrengend für mich weswegen ich entscheide hier sitzen zu bleiben und meine Haare auf den Tisch fallen lasse.
Heute war ich noch in Amerika, unseren Heimat, und jetzt sitze ich erschöpft in einem Hotel in Seoul und schaue meine Freundin an, die gerade dabei ist die zwei Koffer von uns in die Küche zu schleppen, was sich als hoffnungsloser Fall herausstellt, den mein Koffer viel zu groß für sie ist. Ja, ich stimme zu , ich nehme manchmal zu wenig Rücksicht auf bestimmte Sachen, aber so bin ich halt.
Hoffnungslos lässt sie die beiden Taschen in dem Flur liegen streckt ihre Beine aus und setzt sich zum Stuhl mir gegenüber. "Schon vorbereitet auf morgen?", fragt sie und zieht mich mit ihren blauen Augen an. Manche haben vor der Natur aus was schönes im Gesicht, ich bin aber nicht von denen, was mich manchmal sehr bedrückt. "Ja. Bin ich. Wären wir aber Jungs , wäre das ganze viel leichter", sage ich seufzend. Sie lächelt mich kurz an und schweigt. "Mädels sind halt als Sängerinnen nicht so erfolgreich...", kurz danach spüre ich wie müde ich eigentlich bin und stehe auf um meine Schätze auszupacken.
Wir kennen uns ziemlich lange. Karo und ich wollten immer schon singen und irgendwann als Sängerinnen hier in Seoul aufgenommen werden. Für mich war es und wird mehr Musik sein, die mir wichtiger ist, für sie mehr diese Welt von Stars und Erfolg. Na ja ist schon klar, jeder will doch ein Teil dieser K-Pop Welt sein.
Ich schmeiße mich auf das Bett und schließe meine Augen zu bevor ich wieder aufgeweckt wurde. "Denkst du wir könnten es schaffen? Ich meine besser ist als Jungs sich anzuziehen als als zwei verrückte Saesangs...", teilt sie mir belastend mit und ich spüre wie die Matratze sich sinkt. Wir sollen morgen zu diesem Casting, oder besser gesagt Wettbewerb gehen, denn wir haben uns angemeldet. In dem Anmeldezettel stand nur , dass sie zwei Sänger brauchen,aber weswegem oder für welche Band stand nicht. Das macht mich nervös, was wenn wir nicht aufgenommen werden? Ich habe dafür mein Studium abgelegt und habe alles aufs Spiel gesetzt, weil es nichts anderes als Musik für mich gibt . Sie entspannt sich und legt sich sanft neben mich. Ich aber kann mich nicht ausruhen, denn diese tausende Gedanken plagen mich und lassen mich in mich sinken. So bleiben wir eine lange Weile und dann steht sie widerwillig auf bevor sie lässig ihre Beine in Richtung- Badezimmer bewegt. Ich aber schlafe sofort ein und realisiere nicht wie spät es ist, als ich seufzend aufwache und mich umschaue .
Schon wieder habe ich von nichts geträumt. Schwärze, rein nichts. So wie meine Seele. Ich bin leicht überfordert mit diesen Gedanken und will mir eine Flasche Wasser holen als ich atemlos stehen bleibe. Auf der Couch liegt ein fremder Junge und schläft vorwurfsvoll . Ich nähere mich diesen blonden Jungen und schaue ihn mir genau an. Er spürt meine Blicke auf sich und öffnet seine Augen verwirrend. "Was schaust du mich an? Hab ich was in meinen Haaren?", schläfrig entgegnet er und schläft wieder ein. "Was war das gerade? Wer ist er? Ist es nur ein böser Traum?", bedrückt falle auf mein Bett und schließe unwillkürlich meine Augen. Egal. Ich werde mir morgen darüber Gedanken machen.
"Waaaaahhhh! Schau dich an! Ne, besser schau in deine Hose!", die Stimme meines Begleiters wacht mich auf. Verwirrt und noch immer überfordert mit der Situation schaue ich mich um als ich dann endlich mich aufrichte und meine Füße betrachte. Moment mal. Meine Füße waren nie so riesig. Was ist passiert?. Panisch springe ich auf und schaue meinen Oberkörper von oben an. Meine Brüste. Meine wunderschönen Brüste sind verschwunden! Ich berühre mein Oberköper sehr zögernd und unsicher. Noch nie habe ich seitdem ich ein Kleinkind war meine Rippen in dem Brustbereich mit der Hand gespürt. Wie merkwürdig. Ich stolpere zum Spiegel , ehe ich den Jungen von gestern treffe und ihn ängstlich anschaue. Das kann doch nicht sein. Nein. Er sieht Karo so ähnlich aus. Wie geht das? Ich renne zum Spiegel und sehe mein schmales Gesicht an. Ich streichle meine Strähnen aus dem Gesicht. Ich habe schon immer kurze Haare gehabt. Kurz und hässlich. Aber jetzt merke ich , dass mein Gesicht männlicher ausschaut. Unglaublich Betrachte ich jede meiner Gesichtszügen und schaue misstrauisch meine Hüfte an, indem ich meinen Bund der Hose ein bisschen von mir wegziehe. Ich bin es. Ich bin ein Mann geworden Männlich wie eh und je. Aber kann das wahr sein? Oder ist es ein Traum?
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Crazy Lovestory
FanfictionNur,weil sich jemand verändert heißt das nicht,dass man ihn nicht lieben kann. Karo und Anna sind zwei beste Freundinnen ,die nach Korea ziehen um dort an einem Wettkampf teilzunehmen. Doch am Tag des Wettkampfes passiert etwas schreckliches. Werde...
