Kapitel 15 - An Ultimatum

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Alice POV

Ich habe Xavier dazu überredet wieder in unsere alte Suite zu ziehen, obwohl ich mich nicht so wohl dabei fühle, dass Xavier im selben Zimmer wohnt, vor allem weil...

Xavier mich liebt.

Oh Gott Xavier ist in mich verliebt. Ich weiß nicht was ich dagegen machen kann, und auch nicht, ob es überhaupt wahr ist, aber wenn ich es mit Emma und Zack vergleiche, bin ich mir sicher, dass Xaviers Liebe zu 100 Prozent echt und aufrichtig ist.

Ich habe wirklich Angst wenn ich nur daran denke.

" Hey, äh Alice kann ich mal kurz mit dir sprechen?" Xavier klingt unsicher, und mein Körper spannt sich sofort an. Wenn er schon mit diesen Worten anfängt, kann das nichts Gutes heißen. Ich setze mich an den Küchentisch und fange an mit meinen Haaren zu spielen, etwas was ich immer mache wenn ich nervös oder ängstlich bin.

"Ja...?" Ich bemerke dass Xavier meinem Blick demonstrativ ausweicht, und sich seine Fäuste auf dem Tisch immer wieder verkrampfen, als ob das Thema ihm peinlich wäre.

"Ich wollte nur wissen ob es dir gut geht." Xavier sieht mir immer noch nicht in die Augen, und ich betrachte ihn etwas genauer. Es kommt mir so vor, als ob er älter geworden ist, seit ich ihn das erste Mal gesehen habe. Das ist witzig, denn am Anfang dachte ich, er sieht mit seinen hohen Wangenknochen und der starken Ausstrahlung eines Anführers aus wie eine Aristokrat. Damit lag ich wohl richtig.

"Das ist ungefähr das zwanzigste Mal das du mich das fragst, und ja zum zwanzigsten Mal mir gehts gut.", antworte ich mit einem Lächeln auf den Lippen, erleichtert dass es kein ernstes Thema ist.

"Das meine ich eigentlich nicht. Ich meine nicht deinen physischer Zustand, obwohl dein Körper komischerweise viel zu schnell heilt, was einfach nur atemberaubend ist, ich meine.. mein Gott Alice, dir wurde eine Waffe an den Kopf gehalten, du wurdest angeschossen... du hast gesehen wie ich einen Mann mit meinen bloßen Händen getötet habe. Die meisten Leute wären nach diesen Erlebnissen ein emotionales Wrack. Wie kannst du hier sitzen als ob alles gut wäre?" Okay, es ist wohl doch ein etwas ernsteres Thema.

"Xavier, wenn du eine Sache über mich wissen solltest, dann das ich mich keinen Tatsachen auseinandersetze bis ich denke ich bin bereit dazu. Ich werde meine Gefühle solange ignorieren und betäuben, bis ich mit meinen Emotionen umgehen kann. Solange ich nicht damit umgehen kann, werde ich hier sitzen und nicht darüber reden."

"Das ist alles? Das ist alles was du dazu sagen wirst?"

Ich atme langsam ein und aus, und versuche mich zu beruhigen, und den Ärger runterzuschlucken, aber natürlich funktioniert es nicht. "Das Problem ist nicht das ich angeschossen wurde."

"Achso, und was bitte ist das Problem?" Xaviers Stimme ist schneidend und trieft vor Sarkasmus, und ich merke wie ich diese Seite von ihm verfluche, und meine Wut auf ihn größer wird.

"Es ist die ganze Situation. Dir ist klar, dass es nie so weit gekommen wäre, wenn du mich nicht entführt hättest!"  Meine Stimme ist zum Ende hin immer lauter geworden, bis ich ihn regelrecht anschreie. Jetzt stehe ich hier, zitternd, und entäuscht von der unfairen Situation. Ich erkenne mich selbst kaum wieder.

Ich bin das Problem, ich bin ein Monster.

Ich bin das Problem, ich bin ein Monster.n

Ich bin das Problem, ich bin ein Monster.

Ich bin das Prob-

"Kannst du bitte aufhören dass zu sagen! Du bist kein Problem, und du bist definitiv kein Monster! Es tut mir Leid dass ich dich entführt habe, es tut mir Leid dass Emma vermisst wird, es tut mir Leid dass du angeschossen, und wegen mir fast gestorben bist. Es tut mir Leid dass ich deine Gedanken hören kann, es tut mir Leid ok? Ist es das was du hören wolltest Alice? Ist es das wirklich?"

The kidnapped bride (German)Where stories live. Discover now