Shipping: Garmadon x Misako
Zeit: Nach dem Krieg gegen die Schlangen und Chen
Sicht: Erzähler
Seufzend lehnte Garmadon sich an den Baum auf der kleinen Erhebung über dem Dorf. Er verschränkte die Arme und träumte mit leerem Blick vor sich hin. Die letzten Sonnenstrahlen schienen auf sein Gesicht, ehe sie hinter den Häusern verschwanden.
Der Braunhaarige spürte, dass sich das Gift des großen Schlangenmeisters wieder in ihm ausbreitete. Es würde nicht mehr lange dauern, bis er vollkommen vom Gift zerfressen war.
Doch dies war ihm egal. Es kümmerte ihn schon lange nicht mehr, was mit seinem Körper geschah. Und er hatte das Gefühl, als ob es niemanden wirklich interessierte.
Bis auf eine.
Garmadon fragte sich, ob sie den Betrug mit dem Brief durchschaut hatte. Ob sie gerade etwas mit seinem Bruder statt mit ihm unternahm.
Die ersten Sterne funkelten und das Licht in den Häusern flackerte auf. Es war der erste Abend, an dem die Bewohner Ninjagos in Ruhe schlafen konnten. Es war ein friedliches Bild.
Der Wind legte zu und Garmadon spürte, wie ihm die Kälte bis unter die Kleidung kroch. Ob er zitterte oder nicht, dass wusste er nicht. Es interessierte ihn auch genauso wenig, wie das Gift in seinem Blut.
,,Ist dir nicht kalt, so ganz ohne Jacke?", ertönte plötzlich eine sanfte Stimme und ließ den Braunhaarigen aufhorchen. ,,Du erkältest dich noch." Garmadon sah über seine Schulter. Eine Frau mit hellbraunen, langen Haaren und azurblauen Augen schaute ihn mit einem Lächeln an. Ihr lockerer, hellgrüner Schal flatterte in der kühlen Brise. Sie hatte sich in eine dunkelgraue Herbstjacke eingelullt.
,,Misako...", murmelte Garmadon. Er verlor sich in der wundervollen Farbe ihrer Augen. Bis sie ihm einen Umschlag unter die Nase hielt. Er blinzelte mehrmals, als er erkannte, dass es der Brief seines Bruders war. Der Brief, den er gefälscht hatte.
Nun zitterte er. Hatte sie den Betrug tatsächlich erkannt? War sie hier, um ihm zusagen, dass sie nichts mehr mit ihm zu tun haben will? Er fürchtete sich, was sie sagen würde.
Er erwartete alles, aber nicht das. ,,Ich danke dir." Für eine Sekunde schwieg er voller Schock. Seine Augen müssten nun eine rote Farbe angenommen haben. Sobald er eine Schandtat vollbrachte oder damit anfing, wechselte die Farbe seiner Augen von giftgrün zu tiefrot.
Nach einem kurzen Augenblick konnte er wieder sprechen. ,,Wie bitte..?", erkundigte er sich leise. Misako sah zu Boden, damit er nicht sah, wie sie errötete.
,,Ich danke dir für den Brief", wiederholte sie, ,,Noch niemand hat mir so etwas Nettes berichtet." Garmadon lächelte dezent.
Sie hat es nicht erkannt, dachte er erleichtert. ,,U-und?", fragte er unsicher. Er war doch zu schüchtern, um es ihr direkt zu sagen. Misako zuckte zusammen und zitterte. Dann hob sie ihren Blick. Ihre Wangen waren nun pink. Ihr Lächeln strahlte. Ihre Augen strahlten. Ihr gesamtes Gesicht strahlte.
Der Anblick verlieh auch Garmadon rote Wangen. Die beiden schwiegen. Keiner wollte die peinliche Stille brechen.
,,Ja...", nuschelte Misako unter ihrem Atem. ,,Ja!"
Der Braunhaarige grinste. Sie hatte nichts erkannt. Dabei war sie doch so schlau... Ich bin besser darin, als ich dachte.
Die Blauäugige fiel dem Größeren in die Arme, wobei dieser sie sanft an sich drückte. Er roch den rosigen Geruch, den sie so gerne mochte. Mit der linken Hand strich er ihr durch die Haare.
Bis weiße Flecken vom Himmel fielen. Neugierig sah Garmadon in den bewölkten Himmel. Schneeflocken. ,,Hey, Misako", murmelte er leise.
,,Hm?", grummelte sie und sah auf. Ihr Blick zeigt Verwirrung.
,,Es schneit."
Misako löste sich von der Umarmung und trat einige Schritte zurück, sah in den Himmel. Fasziniert beobachtete sie, wie die weißen Eiskristalle auf den Boden zuschwebten. Sie hob ihre Arme, versuchte die einzelnen Flocken aufzufangen.
Garmadon lächelte. Egal wie erwachsen Misako sich sonst benahm, im Inneren blieb sie ein kleines Kind, das fasziniert von den kleinsten Weltwundern und neugierig ist.
Deshalb liebte er sie auch.
Deshalb wollte er sie an seiner Seite haben.
Deshalb wollte er sie niemanden hergeben.
Seine Augen folgten ihren Bewegungen. Er wollte dieselben Handlungen mit seinem eigenen Körper spüren, wissen wie sie sich fühlte. Ein Seufzer kam aus seiner Brust.
Er wusste dennoch, dass er sie irgendwann zu ihrem eigenen Schutz verlassen musste. So schwer es ihm auch fiel.
Er wollte nicht, dass sie wegen ihm in Gefahr war.
Frohe Weihnachten!!! Ich wünsche euch eine schöne Bescherung :3
Ich habe dieses OneShot und somit die gesamte Ansammlung bis heute hinausgezögert. Das ist sozusagen mein Geschenk an euch <3
Ich werde jedes mir bekannte Shipping aus Ninjago hier irgendwie rein bekommen. Nur halt ohne irgendwelche Personen, die da nicht vorkommen. Meine Freunde sind eine Ausnahme!! Und auch wenn sich unter denen welche befinden, die Kai am liebsten mögen, wird kein OneShot aufgeschrieben!! Er gehört nun mal nur Lloyd und/ oder mir.
Wie auch immer, ich lasse euch für heute in Ruhe. Bye bye und nochmals frohe Weihnachten <3❤❤
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Ninjago - Relationships
FanfictionBeschreibung und Cover in Arbeit, aber es gibt hier shippings.
