Kapitel 1

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Fröhlich steige ich aus dem Auto meiner besten Freundin Casey. "Danke, dass du mich hergefahren hast. Du willst wirklich nicht mit?", frage ich und umarme sie.
"Du weißt doch, das sind deine Freunde und nicht meine. Ich gehöre nicht zu denen."
Ich zucke die Schultern. "Wie du meinst. Du könntest aber gerne mal mit auf die Partys." Sie verzieht das Gesicht. "Nein, ich bleib dabei. Geh du ruhig allein hin. Viel Spaß, Abbey! Und pass auf dich auf."

Ich steige aus und gehe auf Alex' Villa zu.
Selbstbewusst gehe ich die Stufen zum Eingang hoch. Ich war gestern extra shoppen, um heute in bester Kleidung aufzukreuzen. Alex wird mich loben. Bestimmt fällt ihm auf, wie hübsch ich heute aussehe. Ich habe sogar knallroten Lippenstift aufgetragen, was ich sonst normalerweise nicht so gern mache. Aber er steht auf sowas. Für ihn mache ich das alles. Ich möchte meinen Freund schließlich glücklich machen.
Ich hab auch meine engste Skinnyjeans und mein freizügigstes Top rausgekramt, weil er mich so am Liebsten hat.

Während ich mich noch ein letztes Mal kritisch im Fenster betrachte, läute ich an der Tür.
Dave öffnet mir. "Hey, Abbey. Komm rein. Willst du?" Er hält mir einen Becher hin. Vermutlich Bier. Ich verziehe das Gesicht, traue mich aber nicht es abzuweisen. Später werde ich es einfach in den nächsten Blumentopf kippen. Merkt eh keiner. Also nimm ich es dankend entgegen und gehe an ihm vorbei, mitten in die Menge hinein. Laute Musik dringt sofort in meine Ohren.
"Weißt du, wo Alex ist?", frage ich ihn. "Draußen auf der Terasse glaube ich", antwortet er.
Ich bahne mir einen Weg durch die Menge und öffne die Terrassentür. Ich trete einen Schritt hinaus.... und erstarre.
An der Wand lehnt Alex. Doch er ist nicht allein. Ich halte die Luft an, als ich beobachte, wie Alex gerade mal 3 Schritte von mir entfernt unter die Bluse eines Mädchens fährt und sie genüsslich küsst.
Mein Freund lädt mich zu seiner Party ein und knutscht direkt vor meinen Augen mit einem anderen Mädchen herum.

Ich merke, wie sich eine Träne aus dem Augenwinkel löst. Schon kommen die nächsten Tränen, und ich schluchze auf. Alex und das Mädchen springen erschrocken auseinander, als sie merken, dass sie nicht mehr allein sind. Fluchend fährt er sich durch die Haare.

"Wie lange betrügst du mich schon?", fahre ich ihn weinend an.
"Abbey - es ist nicht so wie es aussieht. Wir sind Freunde auf einer Party, und wir sind betrunken..." Erst jetzt fällt mir auf, wer da neben ihm steht. Es ist Jenny, ein Mädchen aus unserer Clique. Ich schnappe nach Luft. "Du?!", fahre ich sie fassungslos an. "Du Schlampe! Dir habe ich vertraut!", schluchze ich. "Und dir auch!" Ich blicke zu Alex. "Ihr seid beide miese Arschlöcher. Wie konnte ich euch jemals gern haben?" Heulend drehe ich mich um und möchte weggehen, doch Alex packt mich an den Schultern. "Jetzt warte doch mal. Und hör auf, Jenny zu beschimpfen."
Humorlos lache ich auf. Dieser Typ muss verrückt sein. "Erwartest du etwa, dass ich sie umarme und mich für sie freue, dass sie jetzt deine neue Freundin ist?" Schnaubend drehe ich mich wieder um und gehe nun wirklich rein.
Ich stürme an Dave vorbei, der mich besorgt mustert. "Alles okay?", fragt er. Ich könnte ihn umbringen für diese Frage.
Sieht es etwa so aus, als sei alles okay?!
"Nein!", schluchze ich. "Nichts ist okay. Unsere Freunde betrügen mich!"
"Was? Sharon und Alex?" Wimmernd lasse ich zu, dass er mich umarmt. "Nein, er vetrügt mich mit Jenny." Er streichelt meinen Rücken. "Dieser Arsch", faucht er. Verwundert sehe ich ihn an. "Er ist dein Freund." Er seufzt. "Ich mag ihn schon lange nicht mehr so gerne. Er hat sich zu einem asozialen Angeber entwickelt. Ich hänge nur noch wegen euch mit ihm ab. Sonst müsste ich ja aus der Clique austreten."

"Danke", sage ich leise und löse mich vorsichtig aus der Umarmung. "Ich geh jetzt besser heim. Nicht dass ich Alex nochmal begegne." Ein Schauer läuft mir über den Rücken, als ich daran denke.

Draußen angekommen rufe ich Casey an und frage, ob sie mich wieder abholen kann. "Wieso? Was ist passiert?", fragt sie besorgt. "Alex..." beginne ich, doch sie schneidet mir sofort das Wort ab. "Scheiße, verstehe. Bin schon unterwegs!", ruft sie und legt auf.

Rich boys (don't) have heartsPříběhy, které tě pohltí. Začni objevovat