7 Jahre Pech (Asds) |1/2|

By _asds_storys_

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|1/2| Ein bekannter Aberglaube besagt: „Ein zerbrochener Spiegel bringt sieben Jahre Pech." Josefine, von all... More

1 - Chronische Faulheit
2 - Kein Glaube dem Aberglauben
3 - Biologie ist ein tolles Fach
4 - Überraschungstests sind toll
5 - Fragen ohne Antwort
6 - Rettende Idee
7 - Mörderische Stimmung
8 - Schweigen spricht tausend Worte
9 - Reden hilft, glaub mir
10 - Eine nasse Überraschung
11 - Geht es dir gut?
12 - Erwischt
14 - Quatschvogel in Person
15 - Harte Bekanntschaft
16 - Vatersorge
17 - Polizei
18 - Was ist Sache?
19 - Aussage gegen Aussage
20 - Fall gelöst?
21 - Einfach nur etwas Schulsport
22 - Der Schwindel siegt
23 - Wie war das?
24 - Auf den Kopf gefallen
25 - Ein normaler Einkauf? Nicht mit dem Spiegel!
26 - Hilfe naht
27 - Diskussion à la Paul
28 - Verbrennung dritten Grades - oder so ähnlich
29 - Angriff von hinten
30 - Strich durch die Rechnung
31 - Bonjour!
32 - Let the party begin
33 - Zwischen Alkohol und guten Gesprächen
34 - Recht im Unrecht
35 - Der Spiegel ist zurück - und damit das Unglück
36 - Von Schulterluxation zur Hyperventilation
37 - Halluzinationen?
38 - Winterschlaf
39 - Wahre Worte sind nicht schön
40 - Und schöne Worte sind nicht wahr
41 - Die erste Untersuchung
42 - Männerbesuch
43 - Angezogen von Missgeschicken
44 - Das Ding mit den Scherben
45 - Ein See aus Glasscherben
46 - Alle Jahre wieder - die Grillparty
47 - Rollentausch
48 - Angst und Atemnot
49 - Erste Hilfe
50 - Verschwiegene Verletzung
51 - Ausraster am Esstisch
52 - Pausenlos
53 - Begrüßung mal anders
54 - Seiten der Geschwisterliebe
55 - Der Schein trügt
56 - Aufruhr vor der Schule
57 - Wenn der Notarzt selber Hilfe braucht
58 - Commotio cerebri
59 - Durchwachsene Nacht
60 - Albträume und deren Folgen
61 - Überraschungsbesuch
62 - Ich mag dich - sehr
63 - Angehexte Beschwerden
64 - Von blendender Gesundheit
65 - Unfaire Mittel
66 - Vernunft?
67 - Einsicht ist die halbe Miete, doch sie fehlt
68 - Zwei gegen eins
69 - Zivilcourage kann gefährlich enden
70 - Todesangst
71 - Alles findet sein Ende, auch die Nerven
72 - Der Spiegel wars
73 - Alex ist...geflasht?
74 - Belegtes Gästezimmer
75 - Von Traurigkeit und Gewohnheit
76 - Heiße Angelegenheit
77 - Gescheiterte Flucht
78 - Wenn der Beobachter bestraft wird
79 - Freundschaften muss man pflegen
80 - Sturz von Wolke sieben
81 - Wie im freien Fall
82 - Der Aufprall ist hart
83 - Der Kopf verliert - haushoch
84 - Überall lauert eine dunkle Überraschung
85 - Zur falschen Zeit am definitiv falschen Ort
86 - Ein Meer aus Blaulichtern
87 - Chips füllen Lücken
88 - Böser Zufall
89 - Ein harmloser Vorgeschmack
90 - Verhängnisvoller Sonnenaufgang
91 - Beunruhigende Reaktion
92 - Fliegendes Handy
93 - Seine neue Theorie
94 - Ein Ausflug zur Sonne
95 - Wenn Gerüche verraten
96 - Schnapsidee
97 - K.o.
98 - 27:08 Uhr
99 - Von lösender Tapete und falschen Vorwürfen
100 - Unbekannte Angst
101 - Weihnachten im Sommer
102 - Die eine Nacht im Treppenhaus
103 - Was machst du in meinem Zimmer?
104 - Verirrter Verwirrter
105 - Nicht springen!
106 - (K)ein Aufeinandertreffen
107 - Gerissener Faden - Gerissene Wunde
108 - Blinde Verfolgung
109 - Eine kleine Lüge hier, eine große da
110
111 - Unfähige Kollegen
112 - Familie ist wichtig
113 - Genugtuung
114 - Geheimnisse der HNO
115 - Auffälliges Verhalten
116 - Die schlimmste Vermutung
117 - Blutverlust
118 - Der pure Albtraum
119 - Bereit für die Biotonne
120 - Mysteriöser Schrecken der HNO
121 - Ziehende Vorboten
122 - Wie Senf und Schokolade
123 - (Un)bekannter Helfer
124 - Explosives Knäuel
125 - Späte Erkenntnisse
126 - Der Geruch nach... Rauch?!
127 - Der schreiende Nebel
128 - Keine Kapazitäten
129 - Wer ist hier der Arzt?
130 - Bereit für einen Tapetenwechsel

13 - Pneumonie?

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By _asds_storys_

Das kalte Stethoskop drückt sich auf meinen Rücken, dazu Phils Worte: „Tief ein- und ausatmen." Wirklich klappen tut das nicht, es ist eher ein Husten, welches ständig von einem Japsen unterbrochen wird. Ich kann Phils besorgten Blick zu Paula förmlich spüren, als er das Stethoskop von meinem Rücken nimmt. „Klingt gar nicht schön. Pneumonie." „Sag mal Fine, hast du auch Schmerzen beim Husten und Atmen?", fragt mich Paula, nachdem sie Phil kurz zugenickt hat. „Ja", gebe ich zögerlich zu und senke den Blick, doch Paula hebt mein Kinn mit zwei Fingern wieder an. „Leichte Zyanose der Lippen", murmelt sie Phil zu, doch auch ich konnte es hören. Aber das ist nun wirklich kein Wunder, wenn ich hier ewig japsend auf der letzten Stufe der Treppe sitze und kaum Luft bekomme, weil ich so viel husten muss. „Okay, das ist mir hier nichts. Ich gehe kurz ein Pulsoxi holen. Kannst du sie schon mal ins Auto begleiten?" Paula stimmt zu und Phil rennt die Treppe hoch, zwei Stufen auf einmal nehmend. „Wohin fahren wir denn...." Jetzt, sollte eigentlich noch kommen. Aber wie so oft unterbricht mich ein schmerzendes Husten. „In die Klinik. Das muss jetzt richtig behandelt werden", erklärt mir Paula, während sie mir hilft, meine Jacke und Schuhe anzuziehen. Bevor wir das Haus verlassen können, ist Phil schon wieder unten und steckt mir das Pulsoxi an den Finger. Ich werfe einen Blick auf den kleinen Bildschirm und weiß selber, dass die Werte nicht wirklich gut sind. Puls von 130 und eine Sättigung von 87. Mein Husten wollte gerade aber auch gar nicht mehr aufhören. „Du bekommst schlecht Luft, oder?", hinterfragt Phil, nachdem auch er die Werte gesehen und mich daraufhin kurz gemustert hat. Ich bestätige seine leider sehr wahre Vermutung.

Mit Paula neben mir auf der Rückbank und Phil hinterm Steuer fahren wir zur Klinik am Südring. Am liebsten würde ich jetzt einfach schlafen, doch das lohnt sich für die kurze Fahrt nicht. Wie ich aus dem Gespräch zwischen den beiden noch erfahre, hätte Paula in einer Stunde eh Dienst in der Notaufnahme und möchte Frederik jetzt einfach früher ablösen.

„Was macht ihr denn hier?" Gisela guckt uns erst fragend, dann ganz schön erschrocken an. Die Notaufnahme ist brechend voll, doch keiner scheint hier gerade ernsthaft bedroht. „Ich höre schon", bemerkt sie dann, als ich erneut huste. „Ist Freddy gerade frei?" Kaum hat Paula diese Frage ausgesprochen, kommt Frederik aus dem Behandlungsbereich. Phil kommt ihm schon entgegen, bevor Frederik uns wahrgenommen hat. „Was macht....", setzt er an zu sagen, sein Blick schweift jedoch vorher schon an Phil vorbei und trifft genau mich. Mir fällt es immer schwerer, mich richtig auf den Beinen zu halten, was auch Paula bemerkt, deren Griff sich um meinem Arm stetig verstärkt. „Auskultiert hast du?", fragt Frederik an Phil gewandt, nachdem auch er meinen Husten gehört hat. Angesprochener nickt. Frederik seufzt besorgt auf, dreht sich um und kommt keine Minute später mit einem Rollstuhl wieder. „Birgit hat Fine im Röntgen angemeldet. Könnt ihr sie begleiten?" Paula und Phil nicken, während ich mich völlig fertig und hustend in den Rollstuhl fallen lasse. Ich kann mich vom Anfall im Haus gar nicht erholen.

Paula lässt Phil und mich schnell allein und verschwindet. Als ich vom Röntgen zurück in die Notaufnahme komme, sehe ich auch den Grund für ihr Verschwinden. Sie steht in Arztkittel am Empfang und scheint auf mich gewartet zu haben. Ohne Worte geht sie los und Phil versteht. Kurz darauf liege ich im Behandlungszimmer.

Mit besorgten Gesichtsausdrücken mustert Paula die Röntgenbilder, Phil schaut ihr dabei über die Schulter und sieht ebenfalls ernst aus. Währenddessen hat mir Birgit schon eine Sauerstoffbrille angelegt, wodurch ich deutlich besser Luft bekomme. „Jetzt müssen wir nur noch herausbekommen, was die Lungenentzündung ausgelöst hat. Aber ich gehe mal stark von Bakterien aus. Du kommst auf die Kinderstation, wirst aber engmaschig überwacht. Wenn sich dein Zustand doch verschlechtern sollte, wovon wir jetzt mal nicht ausgehen, würde ich dich sogar lieber auf Intensiv legen." Mit großen Augen starre ich Paula an. „So schlimm?" Sie nickt, doch die Frage hätte ich mir eigentlich auch klemmen können. Ich meine, ich merke ja selber, wie bescheiden es mir geht.

Auf Station werde ich von Tabea bereits erwartet. Die folgende Zeit verbringe ich in einem Dämmerzustand, irgendwo zwischen Schlaf und wach sein. Phil sitzt neben meinem Bett, anscheinend ohne Angst vor Ansteckung. „Tut mir leid, dass ich euren Tag jetzt so versaut habe", murmele ich nach einer Weile in die Stille, die nur immer wieder durch das Husten unterbrochen wurde. Phil guckt mich schmunzelnd an. „Du hast doch nichts versaut. Ich habe dir für deine Idee zu danken, die super geklappt hat. Wir sind jetzt zusammen." Auch wenn ich nicht der Meinung bin, dass ich nichts versaut habe, erwidere ich nichts. Mir fehlt dafür schlichtweg die Kraft. Und mein Husten wird durch reden auch nicht besser.

Im Laufe des Tages geht plötzlich schwunghaft die Tür auf. Papa und Alex kommen in Rettungsdienstkleidung ins Zimmer gestürmt, wovon Phil und ich uns total erschreckt haben. Nach etlichen Versicherung von Phil aus, dass mein Zustand momentan sehr stabil sei, hört Papa endlich mit dem Fragen auf und setzt sich lieber, so wie Alex es schon lange gemacht hat. Mein Blick fällt nun auf diesen und mir entgehen seine zuckenden Mundwinkel nicht. „Woran denkst du denn?", frage ich interessiert und auch etwas lächelnd, muss nämlich wirklich witzig sein. Doch er macht nur eine wegwerfende Handbewegung. „Ihr dreht mir den Kopf um, wenn ich das jetzt ernsthaft raushaue." „Spucks aus, so schlimm kanns nicht sein", schaltet sich Phil mit ein. „War doch irgendwie klar, dass sich bei dir aus einer einfachen Erkältung nun so was entwickelt. Der Spiegel ist schuld, ich sage es dir." Phil, Papa und ich stöhnen gleichzeitig auf. Daran habe ich schon wieder gar nicht mehr gedacht. Dass das von Alex kommen musste, war ja irgendwie klar. Er ist eben in manchen Situationen ganz schön abergläubig. Bevor er sich einen Kommentar zu seiner sehr fragwürdigen Aussage anhören kann, gehen sein und Papas Melder.

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Einen schönen Morgen, Tag oder Abend noch :)


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