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Y/n Pov:
Heute ist es endlich so weit – das Stray Kids Fansign. Ich habe diesen Tag seit Wochen herbeigesehnt. Mein Herz schlägt schneller, während ich mich dem Veranstaltungsort nähere. Für andere mag das nur ein Event sein, aber für mich bedeutet es mehr. Viel mehr.

Seit Jahren bin ich ein treuer Stay, aber bisher war ich nie auf einem Konzert oder Event. Das Geld hat einfach nie gereicht. Meine Adoptiveltern… nun ja, sie tun, was sie können, aber manchmal frage ich mich, warum sie mich überhaupt adoptiert haben. Liebe war in unserem Zuhause selten. Stattdessen gab es laute Stimmen, kalte Blicke – und manchmal sogar Schlimmeres. Ich habe gelernt, damit zu leben. Schließlich habe ich ein Dach über dem Kopf, etwas zu essen – das ist mehr, als viele andere haben.

An meine leibliche Familie erinnere ich mich kaum. Die Gesichter sind verschwommen, die Stimmen leise in meinem Gedächtnis. Nur ein Bild ist geblieben: ein Junge, ein paar Jahre älter als ich, mit dem ich oft gespielt habe. Sein Lachen war warm. Geborgen. Wer er war? Keine Ahnung.

Aber das ist nicht wichtig. Zumindest rede ich mir das ein.

Ich habe lange gespart, jede kleine Münze beiseitegelegt, nur um die Jungs einmal live zu sehen. Es ist wie ein Versprechen an mein jüngeres Ich – das Mädchen, das immer durch Musik Trost gefunden hat.

Der Raum ist voller aufgeregter Stimmen, kreischender Fans und flackernder Lichter. Ich stehe etwas abseits. Nicht, weil ich nicht dazugehören will, sondern weil ich heute allein bin. Meine Freunde hätten so gerne mitkommen wollen, aber es hat nicht geklappt. Trotzdem bin ich hier – und das zählt.

Plötzlich bricht Jubel aus. Die Menge wird noch lauter, und mein Blick wandert zur Bühne. Da sind sie. Alle neun. Chan geht voran, gefolgt vom Rest der Gruppe. Ihr gemeinsames Intro ist vertraut, und ein Lächeln huscht über mein Gesicht.

Nach der Begrüßung beginnt das Fansign. Ich bin etwa in der Mitte der langen Schlange, was mir einen guten Blick auf die Bühne verschafft. Mit jedem Schritt wird meine Nervosität größer. Die Minuten vergehen, mein Herz hämmert. Dann bin ich an der Reihe.

Ich trete langsam auf die Bühne, atme tief durch.

Zuerst spreche ich mit I.N. Er ist freundlich, locker, bringt mich sogar zum Lächeln. Ein kurzes Gespräch, ein High-Five zum Abschied – dann muss ich weiter.

Einer nach dem anderen. Felix, Woojin, Changbin, Minho, Seungmin, Han, Hyunjin… Jeder von ihnen ist auf seine Art herzlich, aber ich bin innerlich aufgewühlt. Und dann… bin ich bei Chan.

Etwas an seinem Blick lässt mich stocken.

Er nimmt meine Hände – einfach so – und verschränkt unsere Finger. Mein Gesicht wird heiß. Doch seine Augen… sie lächeln nicht. Da ist etwas in ihnen, das mich tief trifft. Trauer. Hoffnung. Und ein Hauch von Verzweiflung.

Er sagt nichts. Zieht mich langsam näher zu sich. Ich spüre, wie der Lärm hinter mir zu einem dumpfen Rauschen wird. Dann flüstert er mir etwas ins Ohr:

„…Wer bist du?“

Verwirrung. Ich starre ihn an. Spüre, wie sich in meinem Hals ein Kloß bildet. In seinen Augen glänzt etwas – Tränen. Dann wandert sein Blick zu meinem Arm. Die Narbe. Offen sichtbar.

Sein Gesicht verändert sich.

„Wenn ich dir ein Zeichen gebe – komm mit mir. Hinter die Bühne. Versprich’s mir.“

Ich zögere. Mein Herz rast. Doch irgendetwas in mir sagt, dass ich ihm vertrauen kann. Also nicke ich.

Chan flüstert etwas einem Security ins Ohr. Dieser geht auf die andere Seite der Bühne und zieht damit die Aufmerksamkeit auf sich. Die Menge schreit – ein Moment der Ablenkung – und Chan greift meine Hand und zieht mich mit sich.

Wir hasten hinter die Bühne, in einen schmalen Flur. Dann öffnet er eine Tür – ein Abstellraum. Er schiebt mich hinein, schließt hinter uns.

„Bleib hier. Und geh nicht weg. Vertrau mir.“

Dann ist er weg.

Chan’s POV:

Als ich sie gesehen habe, wusste ich, dass etwas anders ist. Sie kam mir bekannt vor. Nicht wie ein Fan, eher wie ein Schatten aus meiner Vergangenheit. Und dann – die Narbe. Dieselbe Form, dieselbe Stelle… Ich musste es wissen.

Ich konnte nicht einfach weitermachen. Also habe ich den Plan geändert. Ich ließ den Security eine Ablenkung inszenieren. Als sich die Menge drehte, zog ich sie mit mir. Es war riskant. Aber ich musste mit ihr sprechen. Allein.

Ich ließ sie im Raum. Ihre Augen – verunsichert, misstrauisch, aber sie blieb. Ich ging zurück auf die Bühne, log etwas von der Toilette, und niemand stellte weitere Fragen.

Hyunjin’s POV:

Nach dem Fansign waren wir alle erschöpft. Jeongin tobte herum, Han machte wie immer Unsinn. Die anderen lagen faul herum oder schnappten sich Snacks.

Aber Chan… Chan war anders.

Er stand da, angespannt, als würde er auf etwas warten. Ich trat zu ihm. „Alles okay? Du wirkst… unruhig.“

Er wich meinem Blick aus. „Bin nur müde, das ist alles.“

Ich glaubte ihm nicht. Aber ich ließ es stehen.

Als ich mich umdrehte – war er verschwunden.

Y/N’s POV:

Ich warte.

Jede Minute fühlt sich wie eine Stunde an. Ich hätte weglaufen können. Aber ich blieb.

Etwas in seinem Blick… Ich musste wissen, was das war.

OMG dieses bild is so freaking cute Und es ist felix jacke😏😏

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Ruined Or Good Life?//Stray Kids FFGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt