Maya Davis wurde durch die warmen Sonnenstrahlen geweckt, die durch ihr Fenster ins Zimmer schienen. Grummelt drehte sie sich noch einmal um, doch es half nichts, sie war hellwach. Aufrecht saß sie in dem Bett auf, dass aus einem einfachen Metallgestell und einer alten, ungemütlichen Matratze bestand. Verschlafen sah sie zur Wand. Tag 174. Langsam stand die junge Frau auf, um einen weiteren Strich in die weiße Wand der Psychiatrie zu kratzen, in die sie eingeliefert worden war. Tag 174. Heute war Montag, das hieß, dass sie heute wieder ihr zugeteilter Psychotherapeut erwarten würde. Dr. Warken war ganz nett, doch damit blieb er der einzige sympathische Mensch in dieser Einrichtung. Auch wenn er immer das Gleiche fragte. Bevor Maya weiter über diesen Ort nachdenken konnte, wurden ihr schon frische Kleider durch das rechteckige Loch in der Tür geschoben. Eine motzige Stimme forderte sie dann dazu auf, sich anzuziehen und sich gefälligst mit dem Gesicht zu Wand hinzustellen und auf einen Wärter zu warten, der sie zu ihrem Gespräch mit dem Doktor begleiten würde. Diese Hand und Fußschellen taten langsam weh und verursachten blaue Flecken an ihren Gelenken, aber es störte sie nicht weiter. Sie spürte es nicht einmal mehr. Sie spürte gar nichts. Als der Wärter sie aus dem Zimmer führte, starrte Maya durch ihre dreckige Brille nur auf den Fußboden, bis ihr ein Mann in Rollstuhl und Zwangsjacke auffiel, der von 3 anderen Wärtern durch den gang geschoben wurde. er schien blaß und irgendwie kränklich. Noch einer, der in der Gummizelle versauern würde. Als sie vor dem Behandlungszimmer ankam, wurde ihr flau im Magen. Sie hatte echt keine Lust, sich heute von dem Doktor berieseln zu lassen und dann doch nur wieder in ihre Zelle gesperrt zu werden. Die Tür öffnete sich und sie trat in das Zimmer hinein, in dem viele Pflanzen, ein grosser Schreibtisch und zwei große Sessel standen. Sie setzte sich auf den gegenüber dem Schreibtisch und schon kam Dr. Warken herein. „Wie geht es Ihnen heute Maya?", fragte er mit einem Lächeln und holte seinen Notizblock und einen Kugelschreiber hervor. „Wie immer, es ginge mir besser, wenn Sie ein Brillenputztuch für mich hätten", entgegnete die Brünette und versuchte sich mit gefesselten Händen, die Brille wieder gerade zu rücken. „Sie wissen, das darf ich nicht. Heute ist der 17.9.2017. Der Zwischenfall ist nun schon etwas her, finden Sie nicht. Erzählen Sie mir nochmal, was ist passiert" Der Doktor klickte mit dem Stift und sah sie erwartungsvoll an. „Wie oft wollen sie die Geschichte eigentlich noch hören?", Maya brachte die Worte kaum hervor. „Es war am 26.5. diesen Jahres. Ich kam vom einkaufen zurück und wollte nach hause, als ein Van mit maskierten Männern bei mir hielt und mich mitnahm. Wie lange hielten sie mich fest? 4 Wochen? 5? Ich erinnere mich nicht mehr." erzählte die Patientin. Tatsächlich erinnerte sich als sei es gestern gewesen. „Und dann?" Der Doktor schrieb wie immer mit. „Ich bin in einem Haus aufgewacht. Ich war gefesselt. Sie haben Bilder von mir in Unterwäsche gemacht und mich mit Fremden Leuten Videochatten lassen. Ich glaube, ich war ein Artikel im Darkweb. Sie haben immer gesagt, ich sei viel wert und würde sie reich machen. Sie haben mir immer in die Arme und Beine geschnitten. Manchmal haben sie mir auch Haare abgeschnitten." Maya schluckte. „Als die Polizei dich fand, warst du abgemagert und hast etwas geflüstert, kannst du dich erinnern, was es war?" „Nein" „Töte sie alle, Maya, das war es" „Sind Sie sicher, Doktor?" Dr. Warken nickte und schrieb wieder etwas auf seinen Notizblock. „Maya, was mich verwundert ist, dass sie danach nach Hause kamen, als sei nichts geschehen. Und dann.." Sie unterbrach ihn: „...Hab ich meine Familie geschlachtet? Ja, so ungefähr war es: Sie spürte immer noch diese Emotionen. Diese Wut, den Hass auf die Menschen, auf die Polizei. „Warum hast du es getan?" Der Doktor unterbrach ihren Gedankengang. „Diese Arschlöcher haben mich allein gelassen. Sie haben erst nach 2 Wochen eine Vermisstenanzeige gestellt. Diese verdammten Arschlöcher." Soglangsam konnte sie dieses Thema nicht mehr hören, es machte sie wütend. „Diese Wichser..." flüsterte sie und sah dem Doktor nun direkt in die Augen, mehr oder weniger, bei einem ihrer Fluchtversuche verletzte sie sich das linke Auge und war seitdem auf diesem blind. „Maya!", der Doktor schnippte mit den Fingern vor ihrem Gesicht! Sie sah ihn weiter kalt an. Die Stimme in ihrem Kopf meldete sich wieder. „bring ihn zur Strecke." „Jetzt oder nie Maya". „Sonst kommst du nie hier raus". Maya wurde aus ihren Gedanken gerissen, als eine laute Sirene ertönte und sie und den Doktor aufschrecken lies. „Patient J-3376 flüchtig. Sofortiges Abriegeln von Türen und Fenstern veranlassen. Wir brauchen Verstärkung. 10 Wachen in Trakt B", rief eine aufgebrachte Stimme durch den Lautsprecher. Doktor und Patient hatten keine Zeit zu reagieren. Sie befanden sich in einem der 5 Zimmer in Trakt B. Der Trakt für schwer psychisch gestörte und nicht-zurechnungsfähige Straftäter. Maya spürte, wie Adrenalin sich in ihrem Körper verteilte. Schnell griff sie nach einer der Pflanzen und zog den Topf über den Kopf des Doktors. „Sorry, Doc aber das ist mein einziges Ticket raus hier". Sie sah noch einem zu dem Psychiater runter, der stark am Kopf blutete und am Boden lag. Bewusstlos oder tot, Maya war es egal. Sie kniete sich neben ihn und zog einen Schlüsselbund aus seiner Tasche und suchte den Schlüssel, der zu ihren Fesseln passte. Endlich, nach kurzem suchen, fand sie den passenden mit ihrem Namen. Ausserdem war ein Feuerzeug aus seiner Jackentasche gefallen. Sie schaute es an, dann ihre Akte auf den Tisch. Sie zögerte nicht. Die Flammen loderten auf und das Papier verfärbte sich schwarz und zerfiel. „Besser niemand weiss, dass ich hier war". Die Psychiatrie war viel zu groß und hatte zu viele Insassen, als dass sich auch nur eine Krankenschwester merken könnte, wer um welche Uhrzeit in welchem Raum war, einer der Gründe warum die Akte geführt wurden. Es war zeit einen Ausgang zu finden. Maya sah sich um, die Fenster waren verriegelt und sonst gab es keine Ausweg als die Tür. Sie drehte sich zu dieser. War die nicht vorher zu? Die Tür öffnete sich und davor stand ein Mann. Er war blass, irgendwie sah er kränklich aus. „Hau ab hier". Maya konnte sich nicht bewegen. War das nicht der Kerl von vorher? „Ich sagte, hau ab". wiederholte er. Sie durfte keine Zeit verlieren, die Pistole von einem der Wachen die er in der Hand hielt, lies sie nicht zweimal darüber nachdenken. Taumelnd lief sie aus dem Zimmer, an dem Mann vorbei. Er war nicht krank. Seine Haut war narbig und ledrig. Maya hatte keine Zeit darüber nachzudenken, sie lief durch den Gang durch den sie heute morgen noch geführt wurde. Es roch nach Blut und als sie sich umsah, fiel ihr auch auf wieso. Am Boden lagen Leichen. Uniformierte und welche in Krankenhausgewand. Neben einem der Wachen lag eine Pistole. Schnell steckte Maya diese ein und rannte zum nächsten Wächter, bei dem sie die gleiche fand. „Könnte noch nützlich werden..." murmelte sie und folgte dem Gang weiter. LA sie um die Ecke bog erwartete sie allerdings eine böse Überraschung. Zwei Wachen standen im Gang, schienen sie aber nicht bemerkt zu haben. „Scheisse, scheisse, scheisse..." Sie sah sich um, doch kein Ausweg, als an denen vorbei. Auf einmal knackste es in ihren Ohren. Knack. Nochmal „Hey!", schrie sie und die beiden drehten sich um. Doch bevor sie ihre Waffen auf die Patientin richten konnten, schoss sie beiden in die Brust. Die Wächter sackten zusammen wie Mehlsäcke und Blut färbte die Kacheln des Klinikbodens rot. Schnell rannte die Brünette weiter und sah endlich einen möglichen Ausgang. Frische Luft traf auf ihr Gesicht. Freiheit. Endlich durchatmen. In der Ferne hörte sie die Sirenen der Polizei Autos. Maya drehte sich noch einmal um und sah den Mann von vorhin, der sich nun auch, dem Ausgang zuwendete, bis er hinter ihr stand. „Ecke Se Kubitz CT und SE Kubitz Road in Sandy, du hast 5 Tage." Seine Stimme war kratzig. „Wer bist du", fragte Maya unsicher. „und warum hilfst du mir?" „Zweitrangig. Triff mich dort" Er steckte sich eine Zigarette an und verschwand mit hochgezogener Kapuze in die Dämmerung. Ecke Se Kubitz CT und SE Kubitz Road in Sandy. Das war nicht weit. Tag 174. Zuerst würde sie neue Kleidung brauchen. Die Polizeisirenen erinnerten sie daran, jetzt schnell hier wegzukommen. Damit verschwand sie in die nächste Seitenstrasse.
3 Tage später
Ein Bild der Psychiatrie ist in der Zeitung.
„In den vergangenen Tagen wurden weitere Insassen des Hawthorne Asylum festgenommen und in Psychiatrieren der Umgebung gebracht. 7 Weitere sind noch auf der Flucht und müssen ausfindig gemacht werden. Dazu gehören die Kriminellen Maya Davis, Natalie Oulette und ein weiterer unbekannter Mann. Phantombilder der Gesuchten finden sie auf Seite 4." Die Kapuze ins Geschicht gezogen, bezahlte die Frau am Kiosk und nahm eine karte raus. Ecke Se Kubitz CT und SE Kubitz Road, Sandy. Noch 30 Meilen, 2 Tage.
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Maya Davis OC - Backstory/ Creepypasta/Art
HorrorHab mal wieder gekünstelt und mir die passende Backstory bzw creepypasta für meinen OC Maya Davis ausgedacht. In dem Buch gibts die und n paar Fakten zu lesen und vllt mal n paar (ok viele) Artworks. Vllt werde ich die Story auch nochmal ins englis...
