Prolog

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Kinder lachen ertönte durch den Wald, Mr. und Mrs. Holmes schmunzelten. So ging es schon den gesamten Sommer.

Seit ich denken kann war ich mit Sherlock Holmes gut befreundet, ich würde sogar fast behaupten dass diese Freundschaft durch nichts zerstört werden konnte. Sogar sein älterer Bruder Mycroft schien mich zu akzeptieren, er meinte ich hätte einen guten Einfluss auf seinen Bruder und würde ihn erträglicher machen. Was auch immer dieser damit wirklich meinte.

Nun saß ich also hier oben auf einem Baum und versteckte mich vor meinem besten Freund, wir hatten ausgemacht Verstecken zu spielen und Sherlock war mit suchen dran. Bis jetzt war ich jedoch nicht sonderlich erfolgreich gewesen, der dunkel Haarige hatte mich jedes Mal innerhalb von kürzester Zeit gefunden. „Hailey, du machst es mir echt leicht. Such Dir doch mal ein wirklich gutes Versteck..." Nein das durfte doch nicht schon wieder wahr sein, wie hatte Sherlock mich auf dem Baum finden können? Immerhin hing alles voller grünen Blättern.

Seufzend kletterte ich von dem Baum herunter und sah ihn an. „Du bringst mich zum verzweifeln Sherl.... jedes mal findest du mich, auch mein Versteck im alten Brunnen..." ich schmollte etwas und sah meinen besten Freund an. Dieser grinste nur etwas und legte den Kopf schief. „Es ist offensichtlich dass du auf den Baum geklettert bist, hier an der Rinde sind ein paar Kratzspuren die nur von Schuhen stammen können. Offensichtlich bist du bei deinem Versuch auf den Baum zu klettern abgerutscht. Mal ganz davon abgesehen dass du dein Armband verloren hast," triumphierend hielt der sieben jährige mein Armband hoch. „Angeber.... nicht jeder hat so einen guten beobachtungssinn wie du..." ich war beleidigt und nahm ihm das Armband aus der Hand. Kurz schloss ich meine Augen und lächelt wieder, ich konnte ihm einfach nicht böse sein.

„Lass und zurück zu deinen Eltern gehen, nicht dass sie noch eine Suchanzeige starten müssen weil wir so lange weg sind," meinte ich und versuchte meine blonden Haare wieder in Ordnung zu bringen. „Es ist sehr unwahrscheinlich dass sie uns nicht finden würden, immerhin bist du miserabel darin verstecke zu finden." Ich wusste das Sherlock mich nur aufzog, das machte er wirklich oft. Aber so war der Junge nun mal, ich mochte seine Art, auch wenn diese etwas speziell war und nicht bei jedem auf Verständnis stieß. Ich für meinen Teil würde immer zu ihm stehen.

So zogen die Jahre ins Land und ich hielt mein Versprechen, Sherlock und ich waren immer noch unzertrennlich. Vermutlich unzertrennlicher denn je, denn aus unseren anfänglichen freundschaftlichen Gefühlen entwickelte sich mehr. An meinem 16 Geburtstag fasst sich der Lockenkopf doch tatsächlich ein Herz und gestand mir seine Gefühle.

Ich war glücklich, niemals im Leben rechnete ich damit dass der nun mittlerweile Hobby Detektiv die gleichen Gefühle verspürte wie ich. Für Mycroft war es zwar unverständlich und ich bekam oft zu hören dass ich unter einer Geschmacksverirrung litt, aber mir war es herzlich egal. Ich liebte den Detektiven und machte ihn glücklich, nichts ahnend dass ich schon bald der Grund seiner Wesensänderung sein sollte.

Ein Jahr hielt Sherlocks und mein Liebesglück an, dann offenbarten mir meine Eltern dass wir umziehen würden. Mein Vater hatte einen Job beim Amerikanischen Militär bekommen und wollte uns nicht in England zurücklassen. Es brach mir das Herz mich von meinen Freunden aber vor allem von Sherlock trennen zu müssen.

Ich erinnere mich noch heute an den Tag, als ich ihn das letzte mal sah und mich von ihm trennen musste. Wie ich in seine wunderschönen eisblauen Augen sah und sagte: „Sherl, bitte versprich mir dass du weiter machst, ich weiß aus dir wird irgendwann ein ganz guter Detektiv werden... du hast eine ganz besondere Gabe, vergeude diese nicht.... und solltest du eine andere Frau finden, eine die dich glücklich macht, dann nimm dir das Glück du musst nicht auf mich Rücksicht nehmen." Meine Stimme brach bei diesen Worten, Tränen rannten mir über das Gesicht und ich küsste meinen Detektiven ein letztes mal. „Ich verspreche dir ich werde ein spitzen Detektiv, ein so guter dass mich sogar Scotland Yard um Hilfe beten muss wenn sie mal nicht weiter wissen. Aber ich werde keine andere Frau an meiner Seite haben.." sanft strich er mir die Tränen aus dem Gesicht. „Hailey wir müssen los, der Flieger startet gleich" die kräftige Stimme meines Vaters zerstörte den Moment. „Ich muss los, pass auf dich auf," ich flüsterte und drehte mich um, ehe ich mich langsam in Bewegung setzte.

Ich brachte es nicht über das Herz mich noch einmal zu ihm umzudrehen, da ich wusste dass es mir so nur noch schwerer fallen würde zu gehen. So ging ich und Verlies England, lies einen gebrochenen Sherlock Holmes zurück um ein neues Leben in Amerika anfangen zu können. Nichts ahnend dass ich der Grund war, dass der sonst so gut gelaunte Detektiv ein Soziopath werden würde.

Ich bin Hailey Summers und das ist meine Geschichte.

Only Memories?Where stories live. Discover now