Alles oder nichts

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Julia POV


Ich wartete und wartete und wartete. Niklas und ich waren heute zum Essen verabredet. Er wollte zu mir kommen. Ich hatte versprochen etwas zu kochen und das Essen war fertig. Nach der langen anstregenden Geburt heute, die ganze acht Stunden gedauert hat, haben wir uns verabredet. Ich wollte mit ihm sprechen. Ich hatte meine Dissertation wieder aufgenommen, merkte aber, dass ich das alles nicht schaffe. Im Kinderwunschzentrum war sehr viel zu tun momentan und ich kam fast gar nicht mehr aus der Klinik raus. Ich habe ein paar Mal daran gedacht wieder MPH einzuschmeißen, aber konnte mich bisher davon abhalten. Lange hielt ich das aber nicht mehr durch. Ich musste Niklas damals versprechen ihm bescheid zu sagen, sobald es wieder schlimmer wird und das tat ich heute. Ich hatte ihm nicht gesagt worum es ging, aber ich denke er weiß es auch so. Er hat mich in letzter Zeit häufiger gefragt, ob es mir gut ginge.

Als es an der Tür klingelte wurde ich aus meinen Gedanken gerissen. Das musste er sein.

Niklas POV

Ich bin froh, dass Julia endlich reden will. Sie wirkt seit Tagen wieder sehr gestresst und sieht sehr schlecht aus. Ich hoffe sie schmeißt nicht wieder irgendwelche Pillen ein. Als ich endlich Dienstschluss habe schwinge ich mich auf mein Fahrrad und fahre zu Julia und klingele.

Julia öffnet die Tür und bittet mich hinein. Als wir am Tisch sitzen und essen fängt Julia an zu reden.

Julia POV

"Niklas, ich muss dir was sagen oder mehr gestehen!" fange ich an. Verdammt warum ist das nur so schwer und warum schäme ich mich so dafür das jetzt zu sagen? "Ich will meine Dissertation wieder pausieren!" So jetzt war es raus!

Niklas POV

"Du willst pausieren, Julia? Wieso denn? Du kommst doch gut voran? Wird dir irgendwas zuviel?" frage ich. Ich habe mir ja sowas schon gedacht, aber muss jetzt einfach den wahren Grund hören.

Julia laufen Tränen die Wangen runter.


Julia POV

Scheiße jetzt heule ich auch noch "Niklas ich kann einfach nicht mehr. Im Kinderwunschzentrum ist einfach so viel los und ich würde am liebsten wieder was nehmen." So jetzt habe ich es gesagt und fange unkontrollierbar an zu zittern.

Niklas POV

Julia so zu sehen bricht mir das Herz. Ich rücke zu ihr rüber und nehme sie ganz vorsichtig in den Arm. Wir sitzen einfach so da und sie weint. Ich halte sie fest und flüstere "Alles wird gut. Du bist stark und wir schaffen das! Ich bin immer für dich da!" Julia guckt mich langsam an und trotz der rotgeweinten Augen sieht sie umwerfend aus. Ich beuge mich zu ihr rüber und küsse sie.

Julia POV

Wir gucken uns ganz tief in die Augen. Ich sehe bestimmt furchtbar aus, aber seine Umarmung und seine Fürsorge lassen mein Herz höher schlagen. Er beugt sich langsm zu mir rüber und seine Lippen kommen meinen immer näher. Als sich unsere Lippen treffen geht ein Feuerwerk in meinem Körper los und ich kann nicht mehr an mich halten. Ich erwidere den Kuss und während wir immer heftiger rumknutschen wandert seine Hand langsam an meinem Rücken runter zu meiner Hüfte und nach vorne an den Knopf meiner Hose.

Niklas POV

Während ich langsam zum Knopf ihrer Hose fahre frage ich mich ob sie das eigentlich auch will. Sie hält mich nicht davon ab und ich stelle erfreut fest, dass sie anfängt sich an meinem Hemd und an meinem Gürtel zuschaffen zu machen. Ich hebe sie hoch und trage sie langsam ins Schlafzimmer.

Julia POV

Niklas hebt mich hoch und bringt uns beide ins Schlafzimmer. Ich habe inzwischen keine Klamotten mehr an und Niklas ist nur in Boxershort. Ich kann sehen, dass er es genauso gerne will wie ich. Als er langsam in mich eindringt durchzieht mich ein wohliges Gefühl der Wärme und Geborgenheit. Als wir fertig sind bleiben wir einfach liegen und schlafen irgendwann einfach ein.

NikliaWo Geschichten leben. Entdecke jetzt