Mir lief der Schweiß von der Stirn, und Strähnen meines roten Haars klebten mir feucht im Nacken. Meine Beine fühlten sich an, als säße ich in einer Sauna, und zwischen meinen Brüsten rannte ein steter Strom hinab. Ich hatte einen Punkt erreicht, an dem mir erfahrungsgemäß nur noch eines half: jemanden zu verprügeln. Oder ihn vor eine Straßenbahn zu stoßen.
In dieser klebrig-feuchten Hitze kam New Orleans mir vor wie einer der sieben Kreise der Hölle und der Außenbereich des Place Cafés wie die Höllenpforte. Oder das Wartezimmer.
Ein fetter Schweißtropfen fiel mir von der Nasenspitze, klatschte auf den Text zu meinem Philosophiekurs, Der Mensch als Person, und hinterließ mitten in einem Absatz einen, kleinen nassen Kreis. Durch den salzigen Schweiß, der mir in den Augen brannte, könnte ich ohnehin kaum noch lesen.
Also schweiften meine Gedanken ab. Sollte es nicht besser heißen: Der Mensch als eine Person? Mit etwas mehr individuellem Spielraum? Etwas weniger Würde und Respekt vielleicht, etwas mehr Leidenschaft zum Beispiel in meinem Fall? Aber nein, so funktioniert es an der Loyola nicht.
Der kleine Café-Tisch wackelt, als jemand einen Großen Becher Kaffee mit Eiswürfeln direkt vor mein Buch knallte. ,, Für dich''
Ich spähte über den Rand meiner Sonnenbrille, und mir lief das Wasser im Mund zusammen, als währe ich einer von Pawlows Hunden. Valerie Adrieux plumpste auf den Stuhl mir gegenüber, ohne meinen Kaffee los zulassen. Dank ihrer spanischen und afrikanischen Wurzeln hatte Val einen wunderschönen Teint, ein kräftiges, makelloses Braun. Und in ihren Klamotten, stets in leuchtend Orange-, Blau- und Pinktönen und in jeglichen anderen Farben des Regenbogens, sah sie ebenfalls umwerfend aus.
Heute zum Beispiel trug sie ein orangefarbenes, weites Neckholder-Top, das jede Schwerkraft zu verleugnen schien, eine purpurfarbene Kette und einen türkisfarbenen Bauernrock. Sie sah aus, als währe sie gerade einem Katalog für Sommermode entstiegen. Wenn ich eine andere Farbe trug als Schwarz, Hellbraun, oder Grau, sah ich aus als währe ich einer Irrenanstalt entsprungen.
Ich richtete mich auf, und griff, fast am Verdursten, nach dem eiskalte Kaffee. Sie zog eine Braue hoch und fragte mich gespielt beleidigt:,, Hast du nichts hinzuzufügen?''
,, Danke für den Kaffee'' (Val ist meine beste Freundin wir sind seit dem Kindergarten befreundet) ,, Ok, hier''
Wir blieben noch bis in den Späten Nachmittag im Café und unterhielten uns.
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Die Seelen der Nacht
ParanormalIvy Morgan liebt es unkompliziert: Tagsüber studiert sie an der Loyal University, nachts macht die Jagd auf magische Wesen im French Quater von New Orleans. Keine Dates, kein Liebesleben- das ist Ivys feste Regel. Dann taucht Ren Laroche in ihrem Le...
