Klappentext:
Anonym zu sein - im digitalen Zeitalter gar nicht Mal so einfach. Die Identität eines Menschen ist von der Geburt an festgelegt, offiziell aufgeschrieben und in der Datenbank von staatlichen Einrichtungen gespeichert.In der Gesellschaft gefangen - ein Dilemma für die Menschheit. Der Mensch ist ein Lebewesen, welches soziale Interaktion und Mitmenschen zum langwierigen Überleben braucht, doch gleichzeitig heute eben in dieser Gemeinschaft gefangen ist. Die Transparenz in der Öffentlichkeit kann den ein oder anderen in den Wahnsinn treiben. Doch unter Umständen schaffen es eine Handvoll Menschen von der Oberfläche zu verschwinden und unterzutauchen, ein neues Leben anzufangen oder in den dunklen Gängen der menschlichen Unterwelt zu verschwinden. Es entsteht eine neue Gruppe an Menschen: die Phantome. Sie scheinen sich hinter der Gesellschaft zu verstecken, bleiben anonym. Bekannt sind nur ihr Deckname, ihr Zeichen, ihre Taten und ihr Ziel, im interessantesten Fall auch ihre Vorgeschichte und im außergewöhnlichsten Fall auch ihre Persönlichkeit. Aber im mysteriösesten Fall - Nichts.
kurzes Vorwort:
Hallo zusammen! Dieses Buch ist, wie gefühlt jedes meiner Bücher, ein bisschen düster geworden (ich tendiere immer dazu😅). Deswegen eine kleine Vorwarnung: Es gibt Szenen, welche manche Leser triggern können; Anwendung von Gewalt und vulgärer Sprachumgang. Wem dies nicht gefällt oder nicht verarbeiten kann, sollte dieses Buch lieber nicht lesen.
Der Inhalt der Geschichte formte sich in meinem Kopf, als ich Thriller gelesen habe, in denen der Serienmörder wie ein Phantom durch die Stadt zieht und erst gegen Ende entlarvt wird - zumindest seine Identität. Mir gefiel die Idee von einem Phantom, dass sein Unwesen treibt. Ich werde jetzt nicht mehr verraten, aber ich hoffe, dass die Geschichte euch in den Bann ziehen kann.
Viel Spaß!
Prolog:
Ich blinzle. Alles dreht sich, und nur langsam klärt sich meine Sicht. Ich stöhne erschöpft. Meine Augen sind noch immer so geschwollen, dass ich kaum was sehe.
"Na, hast du mich schon erwartet?", höre ich diese altbekannte Stimme. Die Stimme, die ich über alles hasse. "Heute werde wir mal was anderes ausprobieren. Ich hoffe, dass du dich freust? Es wird himmlisch!" Ich höre Schritte und ein Gekicher.
Ich weine.
Leise, damit sie mich nicht hört.
Plötzlich erscheint ein Gesicht, verdeckt von einer Maske und einer Kappe. Nur die Augen. Die sind, wie immer, rotbraun. Diese Augen die ich hasse. Wirklich abgrundtief hasse.
"Oh, nicht weinen meine Liebe. Es wird spaßig!"
Ich schlucke, nur noch mehr Tränen laufen meinen Kiefer runter. Sie sammeln sich hinter meinem Nacken, schließlich liege ich. Seit wie vielen Tagen? Vier? Fünfzig? Vielleicht sind es auch Zweihundert sieben. Ich weiß es nicht. Ich habe mein Zeitgefühl verloren.
Ich bekomme eine Faust ins Gesicht. Mal wieder. "Ich habe gesagt NICHT WEINEN! Hör gefälligst auf mich du stultus meretrix!" Ich muss leicht lachen.
Es ist lautlos, aber ein Lachen.
Niemand hat mich je auf lateinisch beschimpft, außer sie.
"So ist es besser Schätzchen!"
Ich versuche was zu sagen, aber ich habe schon lange kein Wasser getrunken. Bekomme nur ein schmerzhaftes Krächzen raus. Alles beginnt zu verschwimmen und sich zu drehen.
"Nicht reden meine Liebe, nicht reden!", höre ich ihre wütende Stimme, dann spüre ich einen Pickser und bin weg.
In meinem Kopf schwimmt alles rum. Ich habe das Gefühl, dass ich mich übergeben muss, aber gleichzeitig keine Luft bekomme. Mir ist schwindelig, obwohl ich gar nichts sehe. Kopf-Wummern. Knie-Schmerzen.
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the Ghost
Teen FictionUpdates: Samstags - jetzt kurzzeitig pausiert Vorwarnung! Die Geschichte enthält Content, welcher gewalttätig und vulgär ist und manche verstören kann! Wer dies nicht verkraften kann, sollte die Geschichte nicht lesen. Anonym zu sein - im digital...
