Kapitel 16

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Pov. Sebastian
Nervös streiche ich mir meine leicht verschwitzten Hände an meiner Hose ab. Wird sie mir verzeihen? Ich weiß wie stur Chiara sein kann. Nach einem letzten tiefen Atemzug drücke ich die Klingel zu meinem früheren Zuhause. Diese wird mir nach ungefähr einer Minute geöffnet und ein blaues Augenpaar sieht mich feindselig an. "Ähm hey Schwesterherz." ,sage ich und schenke ihr ein Lächeln. Sie mustert mich nur mit einem finsteren Blick und schnaupt verächtlich auf. "Schön das du dich auch mal wieder blicken lässt." ,meint sie sauer, dreht sich um und verschwindet in dem großen Haus. Na toll. Wenigstens ist sie mir nicht an die Gurgel gegangen. Seufztend betrete ich das Haus und schließe die Türe hinter mir. "Chiara wer war das?" ,höre ich die freundliche Stimme meiner Mutter. "Niemand wichtiges." ,antwortet die Angesprochene. Autsch. Das kann ja mal was werden. Etwas verunsichert, wegen Chiara's Reaktion, ziehe ich meine Schuhe und Jacke aus. In der Zwischenzeit kam Max, um zu sehen wer geklingelt hat. Als er mich sieht, lächelt er mich aufmunternd an und zieht mich in eine kurze Umarmung. "Das wird schon. Chiara kann nicht für immer sauer auf dich sein." ,meint er aufmunternd und läuft mit mir in die Küche. "Sebastian! Da bist du ja endlich." ,begrüßt mich meine Mutter freundlich und umarmt mich sofort. "Hallo Mom." ,nuschel ich gegen ihre Schulter.

Als wir uns wieder lösen, schweift mein Blick zu dem Tisch an dem Chiara sitzt und mich böse beobachtet. "Komm setzt dich doch." ,meint meine Mutter breit grinsend und deutet auf den Tisch. Ich nicke stumm und setzte mich neben meine Schwester. Das Geschenk, das ich die ganze Zeit über in der Hand gehalten habe, lege ich auf den Tisch. Chiara mustert es neugierig weshalb ich jetzt ein wenig lächeln muss. Hoffentlich verzeiht sie mir. Max und unsere Mutter setzten sich zu uns an den Tisch und fangen an sich etwas von dem Essen auf ihren Tellern zu verteilen. Ich habe nicht wirklich hunger, nehme mir aber trotzdem etwas von dem Essen. Unsere Mutter übertreibt gerne bei manchen dingen und hätte ich mir jetzt nicht's zu Essen genommen, hätte sie mir einen ewig langen Vortrag über Magersucht gehalten. Eine Weile herrscht eine unangenehme Stille am Tisch, bis Mom anfängt uns alle in ein Gespräch zu verwickeln. Als das Thema Gamescom und Concrafter fällt, ist Chiara wieder die alte und schwärmt die ganze Zeit von ihm. Grinsend hole ich mein Handy raus und mache heimlich eine Sprachnachricht von Chiara's Schwärmerei und schicke sie Luca. Jetzt merkt er mal wie nervig das sein kann.

Ich denke, dass jetzt ein guter Augenblick ist um ihr das Geschenk zu geben weshalb ich mich räuspere. Alle drei drehen ihren Kopf zu mir und stoppen mit ihren Gesprächen. "Wie ihr wisst bin ich letzte Woche nicht gekommen wie ich Chiara versprochen habe. Und weil ich wusste das sie mir nicht einfach so verzeiht..." Ich stoppe kurz und nehme das Päckchen in die Hand bevor ich weiter spreche. "Habe ich das hier für dich." ,sage ich und halte ihr das Päckchen hin. Neugierig sieht sie es an und nimmt es zögernd entgegen. Ich beobachte sie gespannt während sie das Päckchen langsam öffnet. Sie zieht ihr T-Shirt mit dem rießen Smylie aus dem Päckchen und mustert es kritisch. "Seppl das hab ich doch schon." ,meint sie jetzt und lächelt leicht. "Sicher?" ,frage ich grinsend nach. "Ja sicher." ,meint sie jetzt. "Trotzdem danke." ,meint sie und legt das T-Shirt auf ihren Schoß. "Schau es dir doch mal genauer an." ,meine ich immernoch Grinsend. Verwirrt sieht sie mich an bevor sie das T-Shirt doch wieder in die Hand nimmt und es umdreht. Als sie die Unterschrift im Smylie sieht weiten sich ihre Augen. Ungläubig fährt sie ein paar mal über die Unterschrift und schaut dann zu mir. "Schatz was steht da drauf?" ,fragt meine Mutter jetzt interressiert und auch Max sieht Chiara gespannt an. Chiara schüttelt nur langsam den Kopf und steht auf um mir anschließend in die Arme zu fallen. "Danke danke danke! Wie hast du das geschafft? Ist er hier in Köln?" ,fragt sie mich sofort und drückt mich noch fester. "Das verrat ich dir nicht." ,sage ich grinsend. "Wieso nicht?" ,fragt sie in einem quengeligen Ton. Sie hat sich mittlerweile aus der Umarmung gelöst und sieht mich flehend an. "Weil du ihn dann nur nevst." ,sage ich bereue es aber sofort wieder. Chiara's Augen weiten sich und sie sieht mich mit leicht geöffneten Mund an. "Also ist er in Köln?" ,fragt sie mich langsam. "Vielleicht." ,sage ich nur und kaue auf meiner Unterlippe rum. "Wer ist in Köln?" ,mischt sich Max jetzt ein. "Concrafter." ,sagt meine Schwester sofort und grinst dabei. "Ich sagte vielleicht." ,verbessere ich sie. Jetzt dreht sie ihren Kopf wieder zu mir und zieht eine Augenbraue hoch. "Du brauchst mir nicht's vormachen Seppl. Hast du seine Handynummer?" ,fragt sie interessiert und setzt sich wieder auf ihren Stuhl. Woher weiß sie das immer. Bin ich so leicht zu durchschauen? Soll ich ihr verraten das er in meiner WG wohnt? Besser nicht, sonst steht sie bestimmt jeden Tag vor der Tür und will mich besuchen. Besser gesagt Luca. Das mit der Handynummer sag ich besser auch nicht. "Nein habe ich nicht." ,lüge ich jetzt und schaue auf den Tisch. "Seppl." ,höre ich meine Schwester mahnend sagen. "Was?" ,frage ich in der Hoffnung das sie meine Lüge nicht erkannt hat. "Ich weiß das du lügst." Wie macht sie das nur immer? Ertappt sehe ich von dem Tisch wieder zu meiner Schwester. Sie sitzt mit verschränkten Armen auf ihrem Stuhl und sieht mich abwartend an. "Na schön, ich hab sie zufrieden? Aber ich werde sie dir nicht geben, ich hab vesprochen sie nicht ohne seine Erlaubnis weiter zugeben." ,sage ich schnell. "Das wollte ich auch gar nicht. Mich hat es nur interessiert wie gut ihr euch kennt." ,meint sie jetzt und wendet sich lächelnt ihrem Essen zu.

Etwas verdattert sehe ich sie an bevor ich mich auch wieder meinem Essen zu wende. Still esse ich vor mich hin und höre bei dem Gespräch von Chiara und Mom zu. Ich spüre Blicke auf mir weshalb ich zu Chiara aufsehe, doch sie sieht zu unserer Mutter und redet mit ihr. Verwirrt drehe ich mich zu Max, der gegenüber von mir sitzt und mich mit einem undefinierbarem Blick mustert. Was er wohl hat? "Ist was?" ,frage ich schließlich da mich sein Blick nervös macht. Max schüttelt nur langsam seinen Kopf, beobachtet mich aber trotzdem weiter. Gruselig.

Das Essen verläuft ab da relativ normal, mal abgesehen von den Blicken die Max mir zuwirft. Nach dem Essen haben wir beschlossen einen Filmabend zu machen, weshalb wir jetzt alle zusammen auf dem Sofa sitzten. Chiara hat sich den Film Minions gewünscht, weshalb wir jetzt Kevin, Stuart und Bob dabei zusehen wie sie versuchen einen Boss zu finden. "Seppl das hättest du sein können." ,lacht Chiara und zeigt lachend auf den Bildschirm. Gerade hat ein Minion den Bauplan einer Pyramide falsch herum gehalten weshalb die Pyramide falsch gebaut wurde und gerade auf die Menschen gefallen ist. "Sehr witzig." ,sage ich und lächle trotzdem weil sie nicht mehr böse auf mich ist.

Chiara lacht noch ein paar mal während dem Film, bis ihr Kopf plötzlich auf meine Schulter sinkt und sie eingeschlafen ist. Schmunzelnd beobachte ich sie. Sie hat zu ihrem Glück die blauen Augen von unserer Mutter. Max und ich haben die braunen von unserem Vater. Dieses Arschloch. Chiara und ich haben die blondbraunen Haare von unserer Mutter, worüber ich sehr dankbar bin. Max hat es am schlimmsten erwischt, er sieht unserem Vater so dermaßen ähnlich. "Sebastian?" ,höre ich die liebevolle Stimme meiner Mutter. "Mhh?" "Könntest du Chiara in's Bett bringen?" ,fragt sie mich leise darauf bedacht Chiara nicht zu wecken. Ich nicke nur leicht und stehe leise auf. Vorsichtig nehme ich sie hoch und trage sie in meinen Armen in ihr Zimmer. Sachte lege ich sie in ihr Bett und decke sie zu. Ich gebe ihr noch einen Kuss auf die Stirn und will gerade das Zimmer verlassen, als sie mich mit einem leisen "Seppl" aufhält. "Was denn?" ,frage ich sie leise. "Kannst du da bleiben? So wie früher?" ,fragt sie mich müde. Ein Lächeln schleicht sich auf mein Gesicht bei dieser Erinnerung. Früher habe ich öfters mit ihr in ihrem Bett geschlafen, weil sie Angst alleine hatte. Ich nicke nur lächelnd und mache das Licht aus. Schnell laufe ich zurück zu ihrem Bett und lege mich zu ihr unter die Bettdecke. "Komm her Schwesterchen." ,sage ich lächelnd. Sie lächelt müde und kuschelt sich an mich. Wie früher. "Hab dich lieb Seppl." ,nuschelt sie bevor sie ihre Augen schließt. "Ich hab dich auch lieb." ,sage ich lächelnd und lege einen Arm um sie. Ich merke wie auch mich die Müdigkeit überkommt und ich in einen ruhigen Schlaf falle.

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Hey🙂
Sorry wollte früher hochladen aber dann hat mich meine Mutter darum gebeten ihr beim kochen zu helfen🙃😂😂naja egal🤗hoffe euch hat das Kapitel gefallen😘🙈❤
Bye😘🙈❤

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