Jungkook POV.
Schweißperlen rannten meine Stirn hinunter, während ich einen Tanzschritt nach dem nächsten setzte. Der Versuch, mich auf die Choreografie zu konzentrieren, drohte, zu scheitern, als ich bemerkte, wie mir langsam aber sicher die Luft ausging.
Meine Kehle brannte wie verrückt und meine Sicht verschwamm, und als ich meinen Gesangseinsatz im nebenbei abgespielten Song verpasste, blieb ich stehen. Die Musik wurde abgeschaltet, die anderen stoppten in ihren Bewegungen. "Jungkook, was sollte das grade?! Wo ist deine Konzentration hin? Von vorn!" hörte ich die Stimme unseres gereizten Trainers in der fast leeren Halle der Arena schallen.
Doch als die anderen Bandmitglieder bereits zurück auf ihre Anfangspositionen gingen, blieb ich immer noch am selben Fleck stehen. Meine Gedanken schienen bloß ein einziges Chaos zu sein und mein Kopf begann, wie verrückt zu schmerzen, während unzählige Bilder sich um diesen kreisten. Ungeschehene Taten und Termine schwirrten in meinen Gedanken umher, Interviews, Autogrammstunden, Auftritte, Trainings. Eigentlich ein Alltag für uns alle, doch es war zu viel. Heute wurde mir das alles zu viel.
"Hörst du mir überhaupt zu?! Das hier ist die Generalprobe, in 3 Stunden beginnt die Show, reiß dich jetzt zusammen!" ertönte erneut die Stimme des Trainers, welche meine Kopfschmerzen nur verschlimmerte. Ich verzog das Gesicht und kniff meine Augen zusammen, ehe ich plötzlich leicht zur Seite taumelte.
"Jungkook!" hörte ich die anderen Member hinter mir erschrocken rufen. Ich nahm ihre Schritte war, die mir näher kamen, doch ich wollte keine Hilfe.
Ich brauchte keine Hilfe, ich konnte allein klarkommen.
Nun waren es die Tränen in meinen Augen, die meine Sicht verschwimmen ließen, und wütend auf so gut wie alles und jeden, warf ich das zuvor noch in meiner Hand liegende Mikrofon zu Boden. "Scheiße!" fluchte ich, ehe ein Schluchzer meine Kehle verließ und ich schnell von der Bühne rannte, nur um durch die nächste Tür nach draußen zu gelangen.
Die kühle Luft empfing mich grade zu und ich atmete unruhig ein und aus, gefolgt von einem lauten Schluchzer. Warum musste das grade passieren? Warum konnte ich alles nicht einfach perfekt hinbekommen?
Ich liebte mein Leben als Sänger, doch in letzter Zeit fiel mir dieses gewisse Leben oft zur Last. Je berühmter unsere Band wurde, was ja eigentlich schön und gut war, desto härter wurden jedoch die Trainings, desto mehr Auftritte und Interviews hatten wir, desto perfekter wollte ich sein. Ich hatte das Gefühl, all diese Termine und Gefühle würden auf meinen Schultern lasten. Als würden sie mich eines Tages noch erdrücken. Und heute war wohl einer dieser Momente gekommen, in denen sie es tatsächlich geschafft hatten.
Ich stützte mich von der schweren Ausgangstür ab und lehnte mich an die kühle Wand des Gebäudes, ehe ich meinen Kopf ebenfalls an die Wand anlehnte und die Augen zusammenkniff. Mein Kopf schmerzte nach wie vor höllisch und immer wieder war ein jämmerliches Schluchzen meinerseits zu hören. Warum war ich so schwach?
"Jungkook?.. Jungkook-ah!" hörte ich eine dumpfe und noch leise Stimme aus dem Inneren des Gebäudes erklingen, ehe die Tür neben mir sich plötzlich langsam öffnete und ein paar leise Schritte zu hören waren. Ich wusste, wer mir gefolgt war.
Er sah sich zunächst in der Gegend um, bis er mich an der Wand erblickt hatte und die Luft kurz überrascht einzog. Vermutlich hatte er nicht damit gerechnet, mich so aufgelöst zu sehen.
"Gott sei Dank hab' ich dich gefunden.. Was machst du nur für Sachen, Kookie?" stieß er erleichtert aus, ging in schnellen Schritten zu mir und sah mich besorgt an, während er meine Hand nehmen wollte.
Schnell zog ich meine Hand weg, bevor er diese berühren konnte: "L-lass mich in Ruhe, Taehyung. Ich komm' z-zurecht" Ich traute mich kaum, ihm in die Augen zu sehen, weshalb ich größtenteils bloß ins freie neben ihm blickte. Trotz allem spürte ich, wie er den Augenkontakt zu mir suchte. Ich wollte nicht, dass er mir half. Ich brauchte keine Hilfe. Ich kam auch allein zurecht.
"Klar, das seh ich." gab Taehyung ironisch von sich und nun begann vermutlich, sein Geduldsfaden zu reißen: "Sieh mich an, Jungkook." Zögernd sah ich zu ihm und fühlte mich beinahe schon eingeschüchtert von seinem ernsten Blick.
"Red' dir nicht immer selbst ein, dass du das alles alleine schaffst. Grade in solchen Momenten sieht man, dass du es nicht tust. Nimm meine Hilfe an, bitte. Ich weiß, dass du nicht so stark bist, wie du es vorgibst, zu sein."
Und das war der Moment, in dem ich in seinen Armen zusammenbrach.
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Best of Me - Taekook
DiversosJungkook und Taehyung, zwei normale beste Freunde, die sich schließlich näher kommen und ineinander verlieben. Eigentlich stünde dem Glück der Jungs nichts im Wege, wären sie nur keine allseits bekannten Berühmtheiten, die bei jeder Kleinigkeit sof...
