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1. Heimkehr

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Zunächst ein kleiner Disclaimer, ihr kennt das bestimmt: Alle erfundenen Personen wie Alex gehören mir. Marco, Cathy, Mats uä gehören nur sich selbst, Borussia Dortmund ebenso. Und jetzt viel Spaß beim Lesen!

„Alex?" Sie klopften nicht mehr. Meine Eltern schon, aber meine Brüder nicht mehr. Sie stürmten jeden Tag in mein Zimmer und wollten mich dazu bringen aufzustehen. Tagelang hatte ich mich bereits hier in meinem alten Zimmer verkrochen und war nur zum Essen rausgegangen. Wenn überhaupt, denn anfangs war mir der Appetit ohnehin komplett vergangen. Ich hatte nicht mal mehr geduscht, seit ich hier angekommen war. Ich beantwortete keine Anrufe, keine Nachrichten, gar nichts. Es gab nur eine Sache die ich die ganze Zeit tat... Und das war mein Herz zusammenzukleben. Alle Stücke zu suchen und sie wieder in die richtige Form zu bringen. Doch sobald ich ein neues angeklebt hatte, brach ein anderes Stück wieder ab, wenn mir ein Moment einfiel, in dem ich wirklich geglaubt hatte, dass Marco mich mögen würde.

Es fühlte sich beinahe wie ein körperlicher Schmerz an. Als würde sich mein Herz verkrampfen, wenn ich an unsere letzte Begegnung dachte. Wie melodramatisch. Sonst war ich auch nicht so emotional, aber dieses Mal, dieser Liebeskummer, der fühlte sich anders an. Realer, tiefreichender, schmerzhafter. Und ich hasste mich dafür. Ich hasste mich dafür, dass ich ihn so nahe an mich herangelassen hatte. Dass ich es zugelassen hatte, dass er eine solche Macht über mich bekommen hatte. Ich hasste mich dafür, dass ich hier lag und mich selbst bemitleidete... und dafür, dass ich mir trotzdem wünschte, dass Marco das alles nicht ernst gemeint hatte oder ich nur einen Alptraum hatte. Doch so war es wohl nicht.

Immer wieder ging ich in Gedanken unsere letzte gemeinsame Zeit durch. Suchte nach Anzeichen, nach Fehlern die ich gemacht hatte. Aber ich fand keine. Nicht ein einziger Moment kam mir verdächtig vor. Und doch, endete jeder einzelne Durchgang damit, das Marco mich zum Teufel schickte. Landpomeranze. Trophäe. Jagdinstinkt. All diese Worte hallten durch meinen Kopf. Sie verspotteten mich mit jedem Mal mehr, gaben mir mit jedem Mal ein noch schlechteres Gefühl. Und manchmal, wenn ich gerade lange genug darüber nachgedacht hatte... Manchmal fing ich an, all seine Worte zu glauben. Dass er sich selbst nur beweisen hatte wollen, dass er mich rumkriegen könnte und dass ich nicht gut genug für ihn war. Niemals gewesen bin.

„Alex?", ertönte es erneut. „Geh weg.", knurrte ich und zog meine Decke über den Kopf. „Es hat hier gefühlte 40 Grad und du ziehst dir die Decke über den Kopf?", fragte Luke und ich konnte hören wie er einige Schritte in den Raum machte. „Geh einfach weg.", murrte ich wieder. „Dir wird bald zu heiß werden und dann musst du mich ansehen und mit mir reden.", lachte mein Bruder. Als es mir nach einer Weile wirklich zu heiß wurde, riss ich mir die Decke vom Kopf und drehte meinen Kopf zu meinem Bruder, „Ich hatte gesagt du sollst weggehen." „Und ich, dass es dir bald zu heiß werden würde.", erwiderte er und setzte sich dann auf die Bettkante. Ich zog meine Knie an und schlang einen Arm um sie. „Alex, wir sollten reden. Du isst kaum, sprichst noch weniger.... Wir machen uns alle Sorgen. Was ist passiert? Du weißt dass du mir alles sagen kannst." „Marco und ich haben Schluss gemacht...", murmelte ich, den Blick an die Wand geheftet. „Du und Marco habt was?! Ihr seid gerade erst zusammengekommen?" „Danke für die Info.", als wüsste ich das nicht selbst. „Kein Grund hier gleich schnippisch zu werden. Ich war eben überrascht.", brummte mein Bruder. Es war gemein ihn so anzuschnauzen, gerade weil er selbst vor kurzem eine Trennung hinter sich gebracht hatte, doch ich konnte mir nicht helfen. Ich war verletzt.

Wir blieben kurz still, dann ergriff Luke wieder das Wort, „Was ist passiert?" Ich zuckte mit den Schultern. Luke seufzte. Er wusste ich würde reden, wenn ich dazu bereit war, aber brachte es nicht übers Herz mich alleine zu lassen, weshalb er sich neben mir ausstreckte und einfach da war. Wie lange wir so nebeneinander lagen, beide in Gedanken versunken, das konnte ich nicht einschätzen, aber irgendwann brachen meine Gedanken hervor. „Ich war nicht gut genug für ihn...", flüsterte ich und zog meine Knie noch enger an meinen Körper. Der Knoten in meinem Hals und die Tränen in meinen Augen verhinderten dass ich weitersprechen konnte. Ich wartete bis ich mich einigermaßen gefangen hatte und fuhr dann leise fort, „Wir waren in Berlin... Es war alles ok, zumindest zwischen uns. Das dachte ich zumindest. Am nächsten Tag wollte Marco seinen Geburtstag nachfeiern. Als ich bei ihm ankam, da hat er gesagt dass es für ihn nur ein Spiel gewesen sei und er mich lediglich der Jagd wegen gewollt hatte." „Bist du sicher, dass du ihn richtig verstanden hast?", fragte Luke. Ich drehte mich zu ihm um und rief, „Denkst du ich habe mir das ausgedacht?!" „Nein, aber ich kenne dich und wenn du Angst hast, dann tendierst du eben dazu Dinge falsch zu verstehen.", erwiderte er ruhig und sah mir in die Augen.

Ich wusste was er dort sah. Ein gebrochenes Mädchen. Ich hatte Marco mein Vertrauen und meine Liebe geschenkt und er hatte auf beides gespuckt. Sich einen Spaß daraus gemacht, mich zu verletzen. Ich schüttelte den Kopf. Das klang alles so dramatisch, aber es fühlte sich eben so an.

„Ihr hattet keinen Streit? Er hat sich davor nicht eigenartig verhalten?", fragte Luke, schob dann aber hinterher, „Es tut mir leid, dass ich so viele Fragen stelle, aber der Marco, so wie ich ihn kennengelernt habe, würde so etwas nie tun." „Der Marco den ich kennengelernt habe würde genau das tun. Der Marco den ich geliebt habe, der nicht. Aber der war offensichtlich nur eine Illusion.", flüsterte ich und schluckte hart. „Alex...", fing Luke an, die Stimme voller Mitleid. „Lass es Luke, mit Worten kann man an der Situation auch nichts ändern. Was könntest du schon sagen, das mir ein besseres Gefühl bescheren könnte?", brummte ich und drehte mich auf die Seite, um die Wand anstarren zu können. „Es tut mir leid...", murmelte er, „Wie wärs wenn wir das reden lassen und ich einfach still hier liege?" Ich nickte kaum merklich und flüsterte so leise, das ich mir im ersten Moment nicht mal sicher war, ob er es gehört hatte, „Das wäre schön..."

Hallihallo ihr Lieben und hallo 3. Oktober!🤗
Da bin ich wieder und mit mir kommt das erste Kapitel der Fortsetzung.
Ich denke mal, das freut euch beinahe so sehr wie mich oder?😊😊
Auf jeden Fall, wollte ich mich kurz noch entschuldigen, weil es so ewiiiiig lang gedauert hat, bis ich dieses Kapitel veröffentlicht habe! Ich hoffe ihr verzeiht mir 🙈
Ab jetzt gibt es wieder regelmäßig Updates und zwar wie gewohnt, dienstags. 😉
Vielen lieben Dank nochmal für die Kommis und Votes beim letzten Kapitel des ersten Teils. Ich war total geflasht von den vielen Rückmeldungen. 🤗Ihr seid wirklich klasse, jeder einzelne von euch!💛
Ich hoffe dieses Kapitel hat euch gefallen und dass es ein guter Einstieg in die Fortsetzung war.😊
Noch eine schöne Woche euch allen,
Eure Skat 😘💛

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