Bevor alles begann

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Meine Knie fingen an zu Beben. Meine Lippe wurde Blau. Gänsehaut überzog meinen Körper wie ein Sack. Wann würde es aufhören. Wann würde ich endlich mein altes Leben wieder haben. Wann!? Ich spürte einen Schlag direkt an meinem Hinterkopf. Ich hörte nur noch Gelächter und Schüler und noch mehr Schüler. Aber keiner war in der Lage mir zu helfen. Ich wollte sterben hier und jetzt. Danach wurde alles schwarz. Keine Gesichter und kein Gelächter mehr. Alles war still. Bin ich etwa Tod?

Montag, 3.03.2016
Mein Wecker klingelt. Montag. Schule.
Dann hieß es ab in die High School. Entspannt um 6:30 aufstehen, frühstücken, Zähne putzen, ein wenig Schminke, anziehen, fertig. Danach um 8:00 Uhr den Schulbus nehmen und auf meine Freunde vor der Schule warten. Für manche ist das ein langweiliges Leben aber für mich war das das Schönste. Freunde um sich haben, Freunde besuchen und bei ihnen übernachten. Und vor allem eine neue Kultur kennen lernen. USA. Ok New York um genau zu sein. Aber das machte doch alles so aufregend und spannend.
„Sorry Lucy hab verschlafen dan-"
„Ja ja gerne ich warte doch jeden Tag auf dich" sagte ich immer, wenn meine beste Freundin Oliva jeden Tag acht min zu spät kam. Aber wir kamen nie zu spät. Auch wenn der Unterricht erst um 8:40 Uhr anfing und Oliva immer erst um 8:35 Uhr andackelte, kamen wir nie zu spät. Meine Klassenlehrerin Mrs. Oxford, bevorzugte es nämlich jeden Tag immer zehn Minuten zu spät zu kommen.
Auf dem Weg durch das Labyrinth, mit dem Ziel endlich an unserem Klassenzimmer anzukommen, tauschten wir uns immer mit den neusten Neuigkeiten aus.
Oliva war ein schönes und gepflegtes Mädchen. Sie war groß und schlank. Sie hatte braunes, dickes und leicht gewelltes Haar das in der Sonne glänzte. Ihre hellen grünen Augen, ihre schmale Nase und ihre schmalen aber doch volle Lippen, machte sie zur Nummer eins der hübschesten Mädchen der Schule. Sie ignorierte es. Sie mag es nicht, wenn man sie anhimmelt oder bewundert. Sie mag es, wenn man ihre verrückte Persönlichkeit zu schätzen weis. Und deshalb sind wir auch beste Freunde. Wir beide sind so verrückt und vollkommen crazy das das niemand mit mir und Olivia länger als fünf Minuten aushielt. Außer vielleicht Josselin das Dritte Mitglied bei uns. Sie ist eher auf Jungs, Make-up und Mode fixiert. Klar mag ich auch Schminke und Mode aber Josselin ist der neue übergriff für Mode und Schminke. Auch wenn sie uns peinlich findet oder zu unreif wie sie immer so schön sagt, hat sie uns schnell in Herz geschlossen. Sie hat blondes, langes und (mitLockenstab gemachte Locken) lockiges Haar. Sie hat braun-blaue Augen und sehr schmale Lippen, die sie immer versucht mit zwei Tuben Lippgloss am Tag aufzufüllen. Ihre Nase ist meiner Meinung nach ziemlich normal. Nicht zu groß und auch nicht zu klein. Ihr Körperbau ist ziemlich schmal und sie lebst ist klein. Klein aber fein wie man immer so schön sagt.
„Wo ist Josselin ?" sagte ich.
„Wahrscheinlich schon im Klassenzimmer" sagte Oliva
Ja tatsächlich. Sie ist der Inbegriff für Perfektion.

Nach dem Unterricht beschlossen wir zu Josselin zu gehen um die heutigen Hausaufgaben zu erledigen.
Wir waren schon auf dem Weg als meine mam anrief:
„Komm bitte nach Hause Schatz wir müssen was besprechen" sagte sie mit mitleidiger Stimme.
„Was ist los?!" sagte ich nervös.
„Komm bitte einfach nach Hause"
„Ich muss nach Hause Familienversammlung oder sowas"
„Oh Gott viel Glück. Möge Gott mit dir sein" sagte Oliva mir provokanter Stimme
„Haha" sagte ich gelangweilt und ging Richtung Bushaltestelle.

Zu Hause angekommen saßen meine Eltern und meine Mam schon im Wohnzimmer. Meine Mam sah sehr jung für Ihre fünfundvierzig Jahren aus. Mit ihren Türkis-blauen Augen und Ihren süßen Sommersprossen hat sie etwas lebendiges in sich. Sie ist eine große und schlanke Frau. Ihre Haare sind lockig und Natur rot (also Orange). Mein Vater hingegen sieht schon eher mehr wie sein Alter aus (50 Jahre). Trotzdem ist er jetzt nicht hässlich. Er ist ebenfalls groß und gut gebaut. Er hat Pech schwarze Haare und keine einzige Sommersprosse wie meine Mutter. Zudem hat er auch nussbraune Augen.
Ich komme mehr nach meinem Vater: Schwarze, lange und glatte Haare, groß und schlank auch wenn ich finde, dass meine Beine dünner hätten sein können. Aber die hellen Augen hatte ich von meiner Mutter. Nase und Lippen hatten sich perfekt zu meinem Gesichtstyp angepasst.
Wir hatten ein Haus mitten im Suburb.
Meine Mam ist Deutsche und mein Vater Amerikaner, weshalb wir auch vor fünf Jahren in die USA zogen.

„Setz dich bitte Schatz" sagte meine Mutter sehr bestürzt.
In meinem Kopf brummte es nur von möglichen Ereignissen, die passiert sein könnten.
„Was ist passiert? Ist jemand gestorben?" sagte ich mit leichter Panik in meiner Stimme.
„Nein Lucy. Aber wir werden wieder nach Deutschland umziehen" sagte mein Vater.
„Josef!!" sagte meine Mutter empört
„Ja was denn!! Sollen wir sie etwa auf die lange Folter spannen und ihr alles schönreden"
„Wir wollten es aber langsam angehen okay!"
„Wi-wir ziehen um?" stotterte ich erschrocken.
„Ja. Es tut uns leid aber ich wurde nach Deutschland versetzt" sagte mein Vater.
Ich brach in Tränen aus und fing an zu schreien: „DAS KÖNNT IHR NICHT MACHEN!!", meine Eltern zucken zusammen, „Wisst ihr nicht wie es früher in der Schule war?! Und jetzt habe ich Freunde und ihr wollt mir alles zerstören!!"
„Wir wollen nichts zerstören aber-"
„Nichts aber", unterbrach ich mein Vater, „Das ist einfach unfassbar!!"
Als ich fragte wann es losgehen soll wurde mir ganz schlecht als hätte ich zehn Tage nichts gegessen. „In zwei Tagen Liebling"
Mir wurde schlecht und schwindelig zu gleich. Ich trug keine Wut mehr in mir sondern Schmerz und Kummer.

Ich hörte auf zu essen mit meinen Eltern sprach ich auch nicht mehr.
Das können sie nicht machen sie wollen mich zurück in die Hölle stecken. In ein Haus voller Schüler mit dem einigsten Ziel alles fröhliche zu zerstören. Ich habe es schon einmal erlebt und will es nicht wieder erleben. Egal was ich dafür tun muss.

Look behind her faceDes histoires addictives. Découvrez maintenant