Prolog

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"Du hast so schöne Augen", schwärmte er wieder rum.

Ich verstand noch immer nicht, warum er sie so mochte. Die waren doch ganz normal. Und öde. So wie ich. Warum gab er sich noch einmal mit mir ab?

"Ich verstehe immer noch nicht, was dir dermaßen an ihnen gefällt.. Die sind doch richtig langweilig", sprach ich meine Gedanken aus. "Ich verstehe generell nicht, was du überhaupt von mir willst. Ich bin hässlich, habe keine Freunde und bin unbeliebt. Du bist das komplette Gegenteil. Du bist der beliebteste Schüler im Blake und hast tausend Freunde, sogar die jüngsten wollen mit dir befreundet sein." Dass er hübsch war, hatte ich extra nicht gesagt, da ich sonst bestimmt rot geworden wäre. Ich redete weiter: "Du verlierst deinen Ruf, wenn du dich weiterhin mit mir abgibst. Willst du dir das wirklich antun?"

Mit jedem Wort wurde ich trauriger. Mein Herz schien, zu schmerzen. Aber ich konnte nichts dagegen unternehmen. Alles, was ich gesagt, hatte, entsprach der Realität. Ich würde mein Leben lang so über mich denken.
Trotzdem wünschte ich mir, dass Matteo bei mir bleiben. Wenn er bei mir war, fühlte ich mich glücklich.. Irgendwie. War ich mit diesem Wunsch egoistisch? Nein, oder? Wollte nicht jeder Liebe? Ach, was ich redete ich da. Natürlich war ich egoistisch. Und hässlich. Am besten machte ich mich jetzt aus dem Staub. Sonst würde er noch an Augenkrebs sterben und das wollte ich wirklich nicht.

Matteo sah mich eine Weile ausdruckslos an. Was er wohl dachte?

Dass du wirklich hässlich bist.

Als er immer noch nichts sagte, schenkte ich meiner inneren Stimme Glauben. Wie konnte ich auch nur einen Moment glauben, dass Matteo mich doch irgendwie, wenn auch nur ein kleines bisschen, hübsch finden würde?

Ich wandte mich zum Gehen, doch ich spürte eine Hand mich zurückziehen. Es war natürlich Matteo.

Bevor ich auch nur die Gelegenheit hatte, ihn zu fragen, was er von mir wollte, begann der junge Mann zu sprechen: "Also erst einmal sind deine Augen nicht langweilig oder so! Sie sind das schönste, was ich in meinen ganzen Leben gesehen habe! Und auch der Grund, weswegen ich hier stehe. Denn ich habe mich durch deine Augen in dich verliebt. Ich liebe dich Ámbar. Mir ist es vollig egal, dass du unbeliebt oder so bist. Denn ich würde lieber von jedem gehasst werden und der unbeliebteste Junge auf der ganzen Welt sein, um auch nur in deiner Nähe zu sein. Du bist so wunderschön, Ámbar. Du bist das beste, was mir je passiert ist. Ich wünschte, du würdest dich auch so lieben wie ich dich. Aber du tust es nicht einmal ansatzweise. Nicht einmal deine Augen magst du und die sind so schön, dass ich glatt heulen könnte. Aber ich bin mir sicher, du wirst dich und auch sie bald lieben. Deine wunderschönen Augen."

Gegen Ende seiner Tränen rührenden Rede blickte er wieder in meine Augen.
Immer brachte er mich mit seinen schönen Worten zum Weinen.
Ob ich ihn dafür hassen oder lieben sollte, wusste ich nicht.
Ich wusste nur, dass ich ihn weiterhin liebte.

Keine zwei Sekunden nach dem Einblick in meine „wunderschönen" Augen sah er wieder verträumt in ihnen.

"Du hast so, so schöne Augen, Ámbar Stone. Wenn ich sterben werde, werden sie das letzte sein, woran ich denke."

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Beautiful Eyes | On HoldStories to obsess over. Discover now