Prolog

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Es ist Mitternacht, der Mond steht zwei Finger breit über dem Hügel. Ich sitze gelangweilt in meinem Bett und erkunde den Sternenhimmel mit meinem selbst gebastelten Fernrohr. Auf der Uni im Seminar für Kreativität mussten wir nämlich, jeder für sich ein Fernrohr basteln. Welches jeder von uns mit Bravour gemeistert hatte. Irgendwie interessant wie sich das Sternbild jeden Tag aufs Neue in seine Form bringt. Mit einem geschulten Auge kann man sogar jedes einzelne Sternbild erkennen. Zumindest sollte man das meinen. Ich persönlich erkenne nur den kleinen und großen Waagen doch selbst die Beiden sind für mich eine Herausforderung. Währenddessen ich gespannt in den Nachthimmel blicke, erfüllt mich der Anblick der Sterne mit einer gewissen Trauer und Nachdenklichkeit. Zu viele Menschen, welche ich liebte, haben mich schon verlassen. Und somit bäumten sich die Fragen auf: Blicken unsere verstorbenen Verwandten und Freunde wirklich auf uns herab? Gibt es wirklich einen Himmel wo es allen gut geht und keiner mehr leiden muss? Wieso mache ich mir über solche Sachen eigentlich Gedanken? Sollte ich nicht froh darüber sein hier in meinem kuschelig warmen Bett zu sitzen? Gesund zu sein? Eigentlich habe ich ja ein ganz passables Leben fällt mir ein. Aufgewachsen in einer nahezu perfekten Familie.


Mein Vater Nick ist nämlich ein gut bezahlter und erfolgreicher Herzchirurg. Nun eine kurze Beschreibung, dass ihr euch meinen Vater auch vorstellen könnt. Er ist groß. Und wenn ich sage groß, dann ist er wirklich groß. Vor einiger Zeit meinte er, dass er fast Basketballer werden hätte können, aber dann kam ihm der vorgeschriebene Pflicht-Wehrdienst dazwischen und dann hat er eben im medizinischen Bereich seine Bestimmung als Herzchirurg gefunden. Seitdem steht er pflichtbewusst wie er ist, jeden Tag um dieselbe Uhrzeit auf und erledigt seinen Job. Ja, soweit war es das mal zu meinem Vater. Meine Mutter Elisabeth hingegen ist dann schon ein anderes Kaliber. In ihrer Praxis wird sie auch oft Hexe, Tarantel, Giftmolch und was weiß ich wie noch genannt. Ich hab das alles von meiner besten Freundin Lauren erfahren. Aber das auch nur, weil sie bei meiner Mutter in Behandlung ist. Ach ja, meine Mutter ist Allgemeinmedizinerin und hat deswegen ihre eigene Praxis. Das Verhältnis zwischen meinen Eltern oder besser gesagt zwischen meiner Mutter und mir ist etwas, naja wie beschreibe ich es jetzt am besten. Sagen wir mal etwas abgemildert, es ist „angespannt". Wie ein Gummi von einer gespannten Steinschleuder, das jeden Moment reißen könnte. Nun zu meiner etwas jüngeren Schwester Linda ist gerade 18 geworden und macht im nächsten Schuljahr die Matura. Sie hat mir mal im Vertrauen erzählt, dass sie auf keinen Fall Ärztin werden will, da sie von klein auf mitbekommen hat, dass unsere Eltern nie wirklich Urlaub oder einen freien Tag hatten, da sie entweder auf Rufbereitschaft oder zu einem Notfall gerufen wurden.

Meine Schwester und ich sind eigentlich grundverschieden. Wir streiten oft wegen banalen Dingen die eigentlich keineswegs einer Diskussion bedürftig wären. Aber so sind wir nun mal. Im Endeffekt lieben wir uns abgöttisch. Doch zugeben würde das niemand von uns. Ich denke, dass wir dafür einfach noch zu sehr „Kind" sind. Wenn wir älter sind dann vielleicht. Aber auch nur vielleicht. Momentan wäre es einfach nur peinlich und absurd zuzugeben, dass wir einander wichtig sind.

Um nochmal auf unsere Verschiedenheit zurückzukommen. Meine Schwester hat gleich neben meinem Zimmer ihr eigenes Reich, woraus abends immer grässliche Musik erklingt. Ich hingegen höre gern Techno, Dubstep, House, aber auch Rock und Pop. Ok, kurz gesagt höre ich alles außer Opern. Aber das, was Linda hört verursacht beinahe Ohrenkrebs vom allerfeinsten. Ich hab echt keine Ahnung, wie der der Musikstil heißt. Irgendwie wie „grunzen". Also "Grunge" oder so?! Keinen Schimmer. Ekelhaft auf jeden Fall. Kurzum unausstehliche Musik. Damit ihr euch vorstellen könnt wie Linda mit Nachnamen „Grunzer Grunge" aussieht, werde ich sie euch beschreiben.

Sie hat schulterlanges dunkelbraunes Haar, ist ca. 1,75 m groß, schlank und hat blaue Augen. Ihr Gesicht ziert eine kleine Hakennase die auch Ähnlichkeit mit einer Stupsnase hat und wie ich vorhin schon erwähnt habe, ist sie bereits 18 und somit vollends für ihre Handlungen strafbar, wessen sie sich aber noch nicht so bewusst ist. Ihre Augen rahmt sie sehr gekonnt mit einem ein Zentimeter dicken Strich ein. Ihre Augen gleichen einer Zielscheibe die eben statt dem roten Kreis im Inneren einen blauen hat. Aber ich denke, dass der Musikstil den sie hört so verinnerlicht. Zu oft habe ich mir über sie den Kopf zerbrochen. Aber zu einem Schluss bin ich noch nie gekommen. Ein Mysterium. Nun ja, soviel zu ihr.

Und jetzt, Trommelwirbel bitte, stelle ich mich vor.

Meine Naturhaarfarbe ist auch Braun aber ich färbe meine Haare bestimmt schon seit meinem 16. Geburtstag. Ja ich weiß, manche „Kinder" färben sich die Haare schon mit 12 und denken sich jetzt, „waaaaas??? Mit 16 erst???". Um euch eine Antwort zu liefern, „Ja, mit 16 erst und das alles auch nur, weil meine Eltern wie bereits erwähnt Ärzte sind und auf das Wohl meiner Schwester und mir bedacht sind. Momentan sind meine Haare ca. 50 cm lang und schwarz – blau gefärbt. Ich bin zwar auch schlank aber bei weitem nicht so groß wie meine Schwester oder mein Vater. Mittlerweile bin ich 24 Jahre alt. Höre gerne, während der Autofahrt, auf dem Weg zur Uni laute Musik. Das kommt besonders dann vor, wenn wieder mal ein etwas verwirrter Autofahrer vor mir fährt und denkt, es sei OK links zu blinken und rechts abzubiegen. Kennt ihr das? Jemand fährt von Haus aus schon den größten Kaiserschmarrn zusammen und dann noch ein klitzekleines Fehlverhalten seinerseits und ihr würdet am liebsten stehenbleiben, aussteigen, auf den halbgeschnitzen Pinocchio zugehen und ihn freundlich aber mit bestimmter Stimme fragen, ob er sich denn bitte hinfort urinieren könnte. Aber nichtsdestotrotz bleibt man doch lieber mit knallrotem Gesicht hinter dem besagten Autofahrer und lässt das Kopfkino weiterlaufen. Auch das kann sich beruhigend auf einem auswirken. Da fällt mir wieder ein wie meine Uroma, die ich sehr vermisse, immer sagt, „Ein bisschen Temperament hat noch keinem geschadet". Wie recht du hattest Urli. Und wie sehr ich dich vermisse. Wobei abermals bei dem Thema gelandet wären mit den verstorbenen Verwandten im Himmel.

Mal sehen wie spät es ist. 23 Uhr und 26 Minuten zeigt mein Wecker auf meiner Zimmerdecke an. Schon praktisch so ein Teil. Vor allem, wenn man, so wie ich, zu faul ist in der Nacht das Smartphone, welches stets neben einem liegt, aus dem Standby Modus zu holen. Naja, so hat jeder sein Päckchen zu tragen. Ich sollte eigentlich schon längst schlafen. Morgen klingelt mein Wecker um 6:35 Uhr und wenn das passiert und ich abends so lange wach war, verfluche ich mich immer selbst. Ich lehne mich zurück, lege mein selbstgemachtes Fernrohr neben mein Bett auf meinen Nachttisch und drehe das Licht ab. Die Lichter der Straßenlaterne scheinen durch mein Fenster. Im Schein des Lichtes kann ich besser schlafen, da die Monster mich dann nicht holen kommen, da ich sie sofort sehen würde. Nicht das ich an Monster glaube, aber irgendwie sind mir Horrorfilme suspekt und da ich schon mehrmals von einigen Filmen geträumt habe, macht es mir nichts aus, wenn mein Zimmer im Glanz der Straßenlaterne erleuchtet. Normalerweise würde man meinen, dass man mit 24 Jahren keine Angst mehr hat im Dunkeln herumzuirren. Aber bei mir ist das nicht der Fall. Wenn ich jetzt noch nachts in den Keller muss um mir Sodawasser zu holen, laufe ich die Kellertreppe wieder hoch, als ob mich ein Messer-stechender Serienmörder oder eine besessene Irre verfolgen würde. Außer Puste komme ich dann meistens in meinem Zimmer an, schließe blitzschnell meine Tür und keuche vor mich hin während ich mich in mein gemütliches Boxspringbett begebe.


Hellou leidls!!! Da dies meine erste Geschichte überhaupt ist, bin ich ziemlich nervös um nicht zu sagen hibbelig wie die Reaktionen so sein werden. Bitte Bitte Bitte lasst mir Votes oder Commis da, wenns euch gefällt :) danke schon mal im Voraus :) hihi

What if?! - was passiert, wenn's passiert?!Historias para obsesionarse. Descúbrelo ahora