Der Streit

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Als Mrs. Hudson leise die Treppe hochstieg, hörte sie auf halbem Weg schon,dass Sherlock scheinbar mal wieder Besuch hatte. Sie war nicht überrascht,obwohl es erst acht Uhr morgens war, denn mittlerweile hatte sie sich schon daran gewöhnt. Allerdings hatte sie ausgerechnet heute nicht damit gerechnet, denn heute war Valentins Tag. Sie wusste,dass Sherlock diesen Tag hasste. Er hatte ihr einmal gesagt:" Diese Tage sind die schlimmsten im Jahr. Dagegen ist Weihnachten garnichts. Alle laufen glücklich durch die Gegend und sind ja ach so verliebt!" Mrs. Hudson konnte das nicht nachvollziehen. Für sie bedeutete Valentins Tag einfach nur,dass man Zeit mit dem Menschen verbrachte,den man am meisten liebte. Für Sherlock hingegen bedeutete dieser Tag, dass es sich nicht einmal lohnte aufzustehen, da "an Valentins Tagen sowieso nie etwas spannendes passiert".

Sie wollte Sherlock eigentlich gerade aus dem Bett werfen und ihm wenigstens einen Tee kochen und ihm ein bisschen Gesellschaft leisten, aber scheinbar war ihr schon jemand zuvor gekommen.
Neugierig schlich sie leise die Treppe hoch und blieb vor der Tür stehen. Normalerweise hielt sie nichts davon an Türen zu lauschen,aber heute war sie neugierig. Außerdem hatte sie im Moment nichts Besseres zu tun.

"John! Was soll das? Heute ist mein freier Tag!", beschwerte sich Sherlock.

"Freier Tag? Seit wann machst du mal einen Tag frei?", fragte John mit säuerlichem Unterton.

"Seit dieser unnötige Valentins Tag erfunden wurde!"

"Was hast du nur immer mit deinen Feiertagen? Ich kenne niemanden außer dir, der ein Problem damit hat."

"Tja...scheinbar bin ich ja auch der Einzige, der schlau genug ist, seine Zeit sinnvoll zu nutzen!"

"Andere Leute pflegen an Tagen wie diesem ihre zwischenmenschlichen Kontakte, machen sich gegenseitig glücklich und du liegst den ganzen Tag im Bett! Was genau ist daran deiner Meinung nach sinnvoll?"

Sherlock stöhnte entnervt. "Das ist doch offensichtlich!"

"Nein. Finde ich nicht. Kläre mich doch bitte mal auf Herr Dasistdochoffensichtlich!"

"Während der Durchschnittsbürger hormongesteuert durch die Gegend läuft und anderen Menschen was von "seinen Gefühlen" erzählt, die sowieso keinen Bestand haben, gönne ich meinem Körper Erholung und entferne unnötige Dinge aus meinem Kopf, um Platz für neue Gedanken zu schaffen!"

Mrs. Hudson schlug sich entsetzt die Hand vor den Mund. Sie konnte immer noch nicht verstehen, wie man so schlau und gleichzeitig so beschränkt sein konnte. Sie hörte nichts von drinnen. Scheinbar war John genauso fassungslos wie sie.

"....Sherlock!?", sagte John entsetzt.

Sherlock!?", sagte John entsetzt

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"John!?",entgegnete Sherlock. Er sagte es in einer Mischung aus Wut und Befriedigung.
Er war voll in seinem Element.

"Wann fängst du endlich an, zu leben?"
John klang enttäuscht.

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