Kapitel 1: "Das Leben rinnt durch meine Finger wie Sand und ich kann nichts dagegen machen." ~ Nagare Kaigan (12)
Ich war erst zwölf, als mein Leben aus den Fugen geriet, aber ich erinnere mich noch genau. An Alles.
Die Ereignisse, die sich kurz nach meinem zwölften Geburtstag abspielten, brannten sich in mein Gedächtnis.
Es war ein gewöhnlicher Morgen in Konohagakure. Ich war einkaufen. Die Straßen waren belebt wie immer und die Sonne strahlte sommerlich. Nachdem ich die letzten Zutaten für den Kuchen gekauft hatte, machte ich mich auf den Weg zum Haus meiner Großeltern. Großmutter hatte mir versprochen, mir das Rezept für ihren berühmten Brombeerkuchen zu zeigen.
Ich war gut gelaunt, summte ein Lied und freute mich schon darauf, den Kuchen später mit meiner Mutter zu verspeisen. Sie war außer meinen Großeltern die einzige, die mir geblieben war. Vater war kurz nach meinem zehnten Geburtstag bei einer Mission umgekommen und Geschwister hatte ich keine. Da ich auch nicht auf die Akademie ging und Kaa-san den ganzen Tag im Laden aushalf, hatte ich keine wirklichen Freunde. Nur flüchtige Bekannte. Aber ich war zufrieden mit meinem Leben. Meine Familie - auch wenn sie sehr klein war - war die beste auf der Welt und die Arbeit im Laden machte mir Spaß. Mutter besaß einen Buchladen und kannte jedes einzelne Buch in und auswendig, zumindest kam es mir so vor. Auch ich selber las sehr gerne. Das war mein liebster Zeitvertreib und jede Nacht tauchte ich in eine andere, wunderschöne Welt ab. Ich mochte jedes Buch, ob Sachbuch oder Roman, Horror oder Kochbuch. Nur einige ganz bestimmte Bücher von einem gewissen Jiraya erlaubte meine Mutter mir nicht zu lesen. Ich fragte mich, was da wohl drin stand.
Jedoch sollte es nicht so bleiben, denn kaum bog ich in die Straße ein, in der meine Großeltern lebten, blieb mein Herz vor Schock fast stehen.
Überall Blut. Einige Anbu untersuchten die Leichen, die auf dem Boden herumlagen. Es war ein einziges riesiges Massaker. Geschockt war ich stehen geblieben. Plötzlich kam ein Anbu auf mich zu.
"Was machst du hier, Kleine? Verschwinde. Das hier ist nichts für kleine Kinder.", meinte er.
Ich schaute ihn einfach erschrocken an, ohne zu antworten.
"Sei doch nicht so gemein, Kujaku. Die Kleine ist bestimmt nicht ohne Grund hier. Wolltest du zu einem Freund oder Bekannten?", mischte eine weibliche Anbu sich ein.
Ich nickte.
"Meine Großeltern.", stammelte ich.
Sie nickte verständnisvoll.
"Tut mir leid für dich, aber niemand, der in diesem Viertel gelebt hat, hat die gestrige Nacht überlebt. Waren deine Großeltern aus dem Uchiha Clan?", fragte sie.
Ich nickte. Meine Großeltern gehörten zum Uchiha Clan. Meine Mutter hatte damals den Nachnamen meines Vaters angenommen, als sie geheiratet hatten. Sie war auch zu ihm gezogen und hatte den Buchladen seiner Eltern übernommen, da Vater als Ninja keine Zeit dafür hatte. Leider wohnten wir so ziemlich weit von meinen Großeltern entfernt.
"Soll ich dich zu deinen Eltern bringen, Kleine?", bot die Frau besorgt an. Ich schüttelte nur den Kopf. Ich hatte nämlich erst jetzt realisiert was sie mir versuchten, zu sagen. Ich schüttelte den Kopf noch stärker. Nein! Das konnte nicht sein! Oma! Opa! Bestimmt saßen sie um diese Zeit wieder im Garten und Opa las Zeitung, während Oma die Rosen goss.
Die Frau kam auf mich zu, aber ich schlüpfte unter ihren Beinen hindurch und rannte durch die Straße, das viele Blut ignorierend. Meine Großeltern waren wichtiger. Zum Glück folgten sie mir nicht.
"Lass sie. Soll sie sich selber überzeugen.", hörte ich die Frau sagen.
Schnell kam ich beim Haus meiner Großeltern an. Es war nicht sehr groß, aber es hatte einen wunderschönen Garten. Ich schaute kurz zum Blumenbeet, konnte Oma aber nicht entdecken. Und Opa saß auch nicht auf der Veranda. Also lief ich zur Tür und klopfte.
Keine Antwort.
Ich öffnete vorsichtig die Tür, die tagsüber nie abgeschlossen war, und trat ins Gebäude ein. Im Flur zog ich meine Schlappen aus und stellte sie ordentlich an die Wand, damit Opa nicht wieder über sie stolperte. Dann suchte ich das ganze Haus ab. Das Wohnzimmer war leer. Die Küche auch. Im Bad war keiner.
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Lifetime (Naruto Ff) [Hart am Überarbeiten]
FanfictionNagare Kaigan träumt von fließenden Sternenhimmeln und unendlichen Ufern an denen alles möglich ist. Schon als Kind beginnt sie zu träumen und sieht die schönsten Sachen, spürt den lauen Sommerwind, riecht den Duft von lila zaubernden Lavendelblüten...
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