Nothing changes

200 10 16
                                        

Hallo alle zusammen,

dies hier ist die Fortsetzung von meinem Erstlingswerk "Last Night". Eigentlich wollte ich nur einen Oneshot schreiben, aber als ich dann mit der Geschichte begonnen habe musste ich feststellen das der Stoff viel zu komplex für einen simplen Oneshot ist. Deswegen TAAAADAAAA hier gehe ich in die 2. Runde und hoffe das euch auch dieser Teil so gut gefällt wie der Erste und nun wünsche ich euch ganz viel Spaß beim lesen :D

LG


Ich starre auf den brauen DIN A4 Umschlag und weiß bereits, was er beinhaltet, wieder eine Absage, wieder eine Zurückweisung und ich muss mich erneut auf die Suche machen. Ich pfeffere den Brief auf die Arbeitsplatte, die wievielte Absage ist das in den letzten 4 Monaten, seit dem ich nach London zurückgekehrt bin, die zehnte? Schnell rechne ich ihm Kopf nach und komme zu dem Schluss, dass es sogar schon die elfte ist. Fahrig greife ich nach meiner Kaffeetasse, ich habe mich inzwischen bei jedem Fernsehsender in und um London beworben und trotz des Empfehlungsschreibens von Manchester Lokal, bleiben die Türen in London für mich fest verschlossen.

Ich seufze und nehme einen kräftigen Schluck von meinem Kaffee und wieder kommen mir Zweifel, ob die überstürzte Abreise aus Manchester die richtige Entscheidung gewesen ist, ich habe alles für ihn hingeworfen, habe alles, was ich mir dort aufgebaut hatte, in Schutt und Asche gelegt. Nur mit dem nötigsten bin ich noch am selben Abend mit ihm in einen Zug nach London gestiegen, berauscht von der plötzlichen Wendung und seinem unerwarteten Geständnis.

Doch dann betritt Dan mit einem Lächeln die Küche, mein Puls beschleunigt sich und alle dunklen Gedanken sind mit einem Schlag verschwunden. „Du bist ja schon fertig", sagt er bestens gelaunt und mustert meine Erscheinung. Ich habe meinen besten Anzug an, denn schließlich ist dies ein wichtiger Abend für ihn. Heute würden wir an einer Preisverleihung teilnehmen, für die Dan als beliebtester Radiosprecher nominiert ist. Ich blicke mit leichter Nervosität auf diesen Abend, da es unser erster gemeinsamer öffentlicher Auftritt seit gut einem halben Jahr ist.

Ich betrachte Dan ausgiebig, seine hochgewachsene Statur und sein breiter Rücken machen im Anzug eine unglaublich gute Figur, stelle ich mit ein klein wenig Stolz fest. Dan steht mit dem Rücken zu mir und schenkt sich noch schnell ein Glas Wasser ein und ich kann nicht anders, es ist als wären wir Magnete, die sich gegenseitig anziehen.

Ich setze meine Tasse auf der Arbeitsplatte ab, ehe ich mich dicht hinter ihn stelle und ihn mit beiden Armen umschlinge, ich drücke mich fest an ihn, inhaliere den mir vertrauten Geruch ein und bin mir wieder ganz sicher, das Richtige getan zu haben. Hier bei ihm ist mein Platz, nur bei ihm will ich sein, hier ist mein Zuhause und alles andere würde sich schon finden, ich muss nur Geduld haben. Dan legt seine linke Hand auf meine verschränkten Hände. Ganz langsam wandert seine Hand meinen rechten Arm hoch, während er sich zu mir umdreht.

Er lässt seine Hand auf meiner Wange ruhen während er weiterhin lächelt und ich schmiege mich an seine warme Handfläche und erwidere es nicht weniger strahlend. Er beugt sich zu mir und küsst mich sanft. Es fühlt sich jedes Mal an als wäre es unser erste Kuss, gierig sauge ich mich an seiner Unterlippe fest, während er seine Hand in meinen Nacken legt.Ich drücke mich noch enger an ihn und dränge ihn gegen die Arbeitsplatte, ich spüre wie Dan lächeln muss und lasse meine Hände geschickt unter sein Hemd wandern. Seine Haut ist warm und weich und in mir regt sich ein unbändiges Verlangen ihm hier und jetzt die Kleider vom Leib zu reißen.

Doch Dan stoppt mein Vorhaben, in dem er den Kuss beendet. „Liz wird mit dem Taxi gleich da sein" ,sagt er bestimmt und in mir zieht sich alles zusammen. Dass Dan und Liz Events weiterhin eng zusammen arbeiten, passt mir so gar nicht, denn ich würde wohl kaum den Abend vergessen, an dem ich mit Dan eine Aussprache wollte und ihn stattdessen mit ihr küssend und halbnackt auf dem Sofa vorfand. Ich traue ihr nicht über den Weg und vergehe vor Eifersucht, sowie auch jetzt. Etwas zu hastig lasse ich ihn los, mache einen kleinen Schritt zurück und versuche, mir nichts anmerken zu lassen.

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