STOLPERN IST MEIN DING

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''...I'd drive through the night
Just to be near you, baby
Heart old and testified
Tell me that I'm not crazy

I'm not asking for a lot
Just that you're honest with me
My pride is all I got
I'm saying baby...

Please have mercy on me.."
Alles was ich spüre sind die Bässe und alles was ich höre sind die verdammt lauten stimmen der unnatürlich großen Zahl an Menschen, die alle zusammen mit dieser Heiligen Person auf der Bühnen singen..
Schatz, wach endlich auf, wir sind gleich daaa!" riss mich die Stimme meiner Mutter aus meinen Traum. Ich hätte zwar liebend gerne weiter geschlafen, doch da mein Vater bereits bemerkt hat dass ich wach bin, wäre es sinnlos so zu tun, als ob ich weiter schlafe. Also strecke ich mich auf der Hinterbank von unseren Mercedes. Als ich nach draußen sehe, steht direkt neben der roten Ampel, vor der wir gerade zum stehen kommen, ein Schild auf den steht dass wir nur noch ca. 5 Minuten fahren müssen. Scheisse. Nur noch fünf Minuten, bis wir an dem Ort ankommen, indem ich zur morgens in die schule gehen werde und den restlichen Tag schlafen werde. Urgh.

Ich mochte die Vorstellung noch nie mal auf ein Internat zu gehen, doch ich hätte nie in meinen sechzehnjährigen Leben gedacht das meine Eltern mich tatsächlich in so etwas schicken würden. Diese Verräter. Und das nur weil sie denken ich hätte dann bessere Chancen auf ein besseres Collage. Pff.

Meine Eltern müssen aus beruflichen Gründen ziemlich oft für mehrere tage weg und fühlen sich dann schlecht weil ich so lange alleine bin. Mich stört das alleine sein allerdings nicht im geringsten. Ich fühle mich oft alleine wohler als in Gegenwart anderer Personen. Nur bei meiner Familie und meiner besten Freundin Melody habe ich das Gefühl wirklich okay zu sein so wie ich bin. deswegen hasse ich dieses Internat jetzt schon. Überall sind Menschen, sogar mein Zimmer muss ich mit einem weiteren Mädchen Teilen. Hoffentlich ist sie keine nervige Bitch.

Da ich wie so immer total in meinen eigenen Gedanken gefangen bin merke ich gar nicht wie auf den Parkplatz, der zum Internat gehört, halten, bis mich plötzlich meine Eltern so ansehen als müssten wir uns für immer verabschieden. Naja wobei, vielleicht stolpere ich ja mal die Treppen hinunter und komme typisch für mich so dämlich auf, dass ich mir jeden Knochen breche und sterbe. Oh man, ich sollte echt mal mehr auf die Außenwelt und weniger auf meine total dämliche Gedanken konzentrieren.

Wir steigen aus und machen uns mitsamt meiner Sachen auf den weg in das schreckenshaus. 35 Minuten und etliche Umarmungen später hocke ich allein auf meinem bett in meinem neuen Zimmer. Es ist eigentlich ganz nett hier. Der Raum ist in zwei hälften geteilt. Jeweils ein Bett mit einem kleinem Kästchen nebendran. Jede hat ein geräumigen Kleiderschrank und in der Mitte des Zimmers steht für mich und meine Zimmergenossin ein großer Fernseher.

Noch während ich das Zimmer begutachte beginnt mein Magen zu knurren. Ich schnappe mir meine Tasche und versuche den Ausgang dieses dämlichen Hause zu finden. Hab ich schon erwähnt dass ich ,ich oft verlaufe? Nein? Dann sag ich's jetzt, ich verlaufe mich oft. Ich laufe jetzt schon seit bestimmt 10 Minuten hier rum. Und ich glaube zum dritten mal laufe ich an dieser pflanze vorbei. Und hier ist keine andere Person. Ich werde streben. Verhungern. Nur mit der Absicht irgendwo eine Pizza oder so zu Finden. Aber nein, mein über dämliches Gehirn verweigert sich seine Arbeit zu machen. Als ich endlich nach weiteren 15 Minuten durch die Gänge schleiche finde ich eine Treppe die nach unten führt. Zu meinem Glück höre ich auch noch ganz viele Stimmen. Ich glaub ich habs geschafft. Yes. Ich gebe meinem Hirn in Gedanken ein High five während ich hinunter gehe. Allerdings hab dann doch nicht so viel glück da ich in der Mitte der Treppe ausrutsche und falle. Ich kneife die Augen zu und warte auf den schmerzhaften Aufprall. Doch anstatt einen kalte Boden unter meinem Gesicht zu spüren, fühle ich etwas warmes, nicht ganz so hartes, das definitiv kein Boden ist. Die Stimmen von vorhin sind alles verstummt. Ich öffne langsam und vorsichtig meine Augen. Das ist der Moment an dem ich mir nichts sehnlicher Wünsche als im Boden zu versinken. Sofort. Ich liege auf einem gutaussehenden Jungen und um uns herum lauter menschen die mich, genau wie er, so ansehen als wäre ich völlig bekloppt. Vor schreck springe ich auf und muss aufpassen dass ich nicht nochmal stolpere. Danach steht auch dieser verdammt sexy typ auf den ich gelandet bin auf. Er ist Ziemlich groß, Trägt eine schwarze Jeans und ein weißes Shirt mit V ausschnitt. Alle fangen an mich auszulachen. Ich würde wahrscheinlich wenn ich einer von denen wäre auch lachen aber sicherlich nicht wenn ich in einem fremden Ort, vor den Augen von mindestens 15 mir fremden Jugendlichen die Treppe herunter und genau auf einen gutaussehenden Typen drauf falle. Da ist mir eher zu heulen zumute. Und wenn ich jetzt nicht gleich hier rauskomme, dann wird genau das geschehen. In einem fremden Ort, vor den Augen von mindestens 15 mir fremden Jugendlichen.

Als ich endlich wieder gefangen habe, nuschele ich dem Jungen noch kurz eine Entschuldigung zu und mache ich auf den weg zur Tür. Sobald ich die frische Luft auf meiner Haut spüre und einmal tief einatme, kann ich die Tränen nicht mehr aufhalten und sie laufen mir über meine, von dem Vorfall noch Tomaten roten Wangen.

Ich wische mir diese Tränen aus meinem Gesicht und sehe mich um. Es ist niemand zu sehen. Da ist mein Glück ja wieder.

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Wie gefällt euch mein erstes Kapitel? (bitte nur ehrliche Meinungen!)

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⏰ Last updated: Oct 22, 2017 ⏰

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