Kapitel 48/Vergangenheit

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Achtung!

Kapitel 48

15.05.2014
Donnerstag

Ab in die Psychiatrie.

"Mace, wenn was ist dann schreib uns ja?", kommt es besorgt von Damian.

"Ja.", antworte ich knapp.

Jace klopft mir auf die Schulter. "Oder ruf an."

"Ja."

Die beiden sind zurzeit nur noch in meiner Nähe.

Sie machen sich Sorgen um mich.

"Bis Morgen dann.", verabschieden sich die Beiden von mir und nach kurzer Zeit höre ich auch schon wie die Tür zu knallt.

"Zarah..", seufze ich.

Was soll ich denn jetzt ohne Sie machen?

Das ganze Haus erinnert mich an Sie. Wir haben so viel Scheiße durchgemacht und sie hat sich einfach Umgebracht.

Wieso?

Wieder kommen mir Tränen hoch, obwohl ich doch nicht mehr Weinen wollte.

Sie hat mich einfach Alleine gelassen.

Ich stehe auf und laufe zur Küche wo ich mich auf einen Stuhl hinsetze und nachdenklich aus dem Fenster schaue.

Hat mein Leben denn jetzt noch Sinn ohne Zarah?

Wir hätten eine wundervolle Familie haben können.

Gott wie wären so glücklich gewesen.

Ich stehe auf und öffne die Schublade.

"Ich kann nicht ohne dich.", flüstere ich und hole das scharfe Messer aus der Schublade.

Langsam setze ich mich auf den Boden hin.

"Wieso?", brülle ich und kann es nicht verhindern wieder los zu Schluchzen.

"Ich liebe dich doch.", die Tränen laufen nur so über meine Wangen herunter.

Ich hätte nie gedacht, dass ein Verlust so Schmerzhaft sein kann.

Es ist meine Schuld.

Ich hätte sie Retten können.

Wäre ich doch einfach jeden Tag bei ihr geblieben! Ich habe doch gemerkt das irgendwas an ihr nicht Stimmt. Irgendwas war zu Perfekt.

Es sollte doch das beste Jahr unseres Lebens sein.

"Zarah? Alisha? Ich komme zu euch.", und somit schneide ich mir langsam ins Fleisch.

Schnitt für Schnitt.

"Mace, ich habe mein Schlüssel-", mit großen Augen schaut mich Damian an, als er das Messer in meiner Hand sieht.

Ich seufze. "Zarah.", flüstere ich und schließe langsam meine Augen.

Ich höre nur noch wie Damian andauernd meinen Namen ruft.

Oh Zarah.

**

"Sie sind wach.", lächelt mich die schräge Krankenschwester an.

"Und ich lebe.", stelle ich kalt fest.

Verdammt.

"Mr. Parker -"

"Verpissen Sie sich.", kommt es unfreundlich von mir.

Sie seufzt. "Ihre Freunde -"

"Haben Sie mich nicht Verstanden? Sie sollen gehen und sagen sie meine Freunde, dass ich sie nie wieder sehen will. Kapiert?"
Sie schaut mich bloß stumm an, bevor sie das Zimmer verlässt.

10 Minuten später kommt eine Arzt herein spaziert.

Schon wie er aussieht weiß ich das er ein manipulierter Arschloch ist.

"Ich habe mir ihren Eltern telefoniert, Mr Parker.", erzählt er los.

"Achja die gibt es auch noch.", kann ich es mir nicht verkneifen zu sagen.

Mir ist alles einfach Egal.

"Wir sind uns einig, dass wir sie Einweisen lassen."

Und ab da habe ich mich Entschlossen nur noch das nötigste zu Reden.

Zum Beispiel :

"Fahren Sie zur Hölle.", sage ich zu dem Arzt und lächel ihn übertrieben falsch an.

Oh Zarah, meine geliebte Zarah ich werde es irgendwann Schaffen.

Ich werde zu euch kommen! Zu meiner Familie.

Ich liebe dich doch über alles, Zarah.

MaceWo Geschichten leben. Entdecke jetzt