21. Die heulende Hütte

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Kapitel 21 : Die heulende Hütte

"Oh mein Gott, Ron!" "Lass ihn los, du Hundeviech!" Harry und Hermine lagen vor der peitschenden Weide und versuchten verzweifelt ihren starken Ästen auszuweichen, die nach ihnen schlugen und den Boden zum beben brachten. Vom weiten erkannte ich, das Ron von einem riesigen, schwarzen Hund in einen Hohlraum unter der peitschenden Weide gezogen wurde. Er schreite vor Schmerzen, da sich der Hund in seinem Bein verbiss. Blut zog sich über den matschigen Boden und in der Dunkelheit waren die Augen des Tieres nicht mehr als ein paar leuchtende Knöpfe. Es starrte mich an, was mir einen Schauer über den Rücken jagte. Nun verschwand es mit Ron in dem düsteren Gang. 

"Harry, Hermine, passt auf!", panisch beobachtete ich, wie sie im letzten Moment einem Ast der Weide auswichen. Sie rollten sich ab, hinunter in den Tunnel unter der Weide, die nun langsam aufhörte, um sich zu schlagen. "Mira, bleib da draußen! Das ist zu gefährlich für dich!" rief Harry mir zu und verschwand. "Verschwinde Mira, das ist zu tötlich hier zu sein!" fügte Hermine ängstlich hinzu und folgte Harry in die Dunkelheit. 

Was soll ich nun tun? Ich kann doch nicht untätig hier rumsitzen während Ron da drin von einem wilden Tier zerfleischt und verletzt wird! Vorsichtig lief ich auf die Weide zu, bei der sich momentan nur die Blätter sanft bewegten. Mit zitternden Beinen schlich ich in Richtung des Ganges, in dem meine Freunde verschwunden waren. Bisher bewegte sich die Weide nicht. Aber das sollte sich bei meinem nächsten Schritt sofort ändern. Ein Knirschen über mir ließ mich zusammenzucken. Ein riesiger Ast des Baumes ragte wenige Zentimeter über meinem Kopf, bereit um zuzuschlagen. Ich schluckte schwer, überlegte, was ich nun tun sollte. Stehen bleiben? Wegrennen? Auf einen schnellen Tod hoffen? Ich entschied mich für die zweite Möglichkeit. 

Mit einem Sprung warf ich mich von dem Ast weg, welcher nun knapp hinter mir in den Boden schlug und ein großes Loch aushob. Ein Angstschrei entwich meiner Kehle und ich stöhnte vor Schmerzen auf, als der Ast mich aufeinmal mit starker Kraft am Arm traf. Mit letzter Kraft zog ich mich in den Gang unter der peitschenden Weide. Auf dem matschigen Boden rutschte ich einen lang Weg hinab in die dunkle Tiefe. 

Nach kurzer Zeit kam mein zitternder, schmerzender Körper zum Stillstand. Ich versuchte aufzustehen, aber als meine Hand etwas hartes, knochenähnliches berührte schrie ich auf und rutschte auf meinem Hinter mit dem Rücken zu der steinigen Wand hinter mir. Vor mir rollte ein Schädel hin und her. "Oh Gott.." hauchte ich ängstlich und angeekelt. Als ich versuchte, mich aufzurichten, ließ mein schmerzender Arm unter meinem Gewicht nach und ich rutschte wieder in den Schlamm. Meine ganze Kleidung war nun mit Schlamm überzogen und stank fürchterlich. Beim nächsten Versuch schaffte ich es, auf meinen wackeligen Beinen stehen zu bleiben. Ängstlich lief ich den Gang entlang, meine Hände jeweils an den Wänden um der Gefahr auszuweichen, wieder auszurutschen. 

Seit gefühlten 10 Minuten lief ich durch diesen modrigen Tunnel, keinerlei Anzeichen von Harry, Ron oder Hermine. Der Gang wurde immer dunkler und dunkler, also fischte ich meinen Zauberstab aus meinem Umhang und sprach den Zauber "Lumos". Sofort erhellte sich die Spitze meines Zauberstabs und ich konnte vom weiten eine Tür erkennen. Ich lief einen Ticken schneller, rutschte hier und da weg und stolperte schließlich zur Tür. "Verdammt.." murmelte ich, als ein Schmerz durch meinen Arm fuhr. Vorsichtig öffnete ich die Tür und lugte hindurch. Dieses Gebäude, in dem ich mich befand erkannte ich sofort. Ich hatte darüber in Büchern gelesen außerdem hat Hermine mir davon erzählt. "Die heulende Hütte.." 

Zitternd lief ich über den hölzernen, knartschenden und verstaubten Boden. Bei jedem Schritt bekam ich mehr Angst, dass mich jemand entdeckte, denn ich wusste ganz genau das ich nicht allein hier war. Ich hatte so ein komisches Gefühl. Zögernd lief ich eine alte Treppe hinauf, wo eine verschlossene Tür auf mich wartete. Von draußen konnte ich jedoch mehrere Stimmen vernehmen, die von Ron, die von Harry und von Hermine. Außerdem die von ein paar Männern. Eine Stimme kam mir sehr bekannt vor, doch vor Angst konnte ich sie nicht zuordnen. Ich lehnte mich gegen die alte Tür um mehr von der Konversation zu verstehen, was sich jedoch als riesiger Fehler herausstellte. 

Schatten der Vergangenheit [Harry Potter FanFic] ✔Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt