"Jimin! Kommst du bitte?", rief mein Vater nach mir und so langsam wie möglich machte ich mich auf den Weg nach unten.
Meinen Rucksack nahm ich dabei stets mit mir mit.
Was sich in diesem befindet?
Naja, quasi mein Leben.
"Setz dich Junge. Wir müssen reden."
Ich nickte und setzte mich gegenüber meinen Eltern. Diese hatten, so wie jeden Tag, schöne, moderne Geschäftsklamotten an.
Selbst ich trug, obwohl wir uns zuhause befanden, ein Hemd und ein Jackett.
Meine Eltern waren die Chefs des Park Industries Entertainment, ein langweiliger Großkonzern, der sich mit der Entwicklung von Computern beschäftigte. Daher bestand meine Familie darauf, stets gut auszusehen, da ja schließlich immer und überall jemand für ein Interview an der Tür klingeln kann.
Dabei wussten die meisten nicht einmal etwas von unserer Adresse.
"Park, wir haben uns lange mit deinen Ärzten beraten und sind zu einem Entschluss gekommen.", fing mein Vater an und deutete einem Hausmädchen an, in Richtung Tür zu gehen.
Verwirrt folgte mein Blick den Mädchen, ehe ich mich wieder meinem Vater zuwandte.
Er räusperte sich.
"Du wirst ab jetzt Unterstützung bekommen. Du bist jetzt 16 und deine Mutter und ich können uns einfach nicht mehr um dich kümmern. Du brauchst eine Begleitung, die darauf ausgerichtet ist, dir zu helfen. Wir haben leider keine Zeit dafür. Und wenn du jetzt in deine Teenagerphase kommst, kommen wir noch weniger damit klar."
Ich stieß einen abschätzenden Laut von mir, versuchte jedoch wieder professionell zu schauen. Meine Eltern bestanden darauf, stets professionell zu bleiben.
Mutter hob eine Augenbraue und ich schaute entschuldigend auf meine Hände auf meinem Schoß.
"Wir haben eine Anzeige gestartet und 5 freiwillige gefunden, die bereit wären sich um deine anstrengende Persönlichkeit zu kümmern."
Ich verdrehte die Augen bei diesem Satz. Was soll das überhaupt heißen?
"Jimin!", zischte meine Mutter und lächelte gequält.
"Entschuldigung Mutter. Aber ich denke, die Hausmädchen können sich ebenfalls um mich kümmern und ich brauche keine Betreuung."
"Na wenn das so ist. Frau Lee, sie sind gefeuert. Ab jetzt wird die Betreuung sich ebenfalls um einen Teil des Haushalts kümmern."
Mein Vater machte eine Handbewegung und das Hausmädchen von eben, Frau Lee, schaute mit Tränen in den Augen zu mir, ehe sie weinend in ihr Gästezimmer rannte, wahrscheinlich um ihre Koffer zu packen.
"Vater!", rief ich aus, "das kannst du doch nicht machen!"
"Und ob ich kann. Du hast jetzt deine Betreuung und Frau Choi! Das muss als Haushaltshilfe reichen. Außerdem bestimme ich über das Personal!"
Mein Vater wurde mit jeden Satz lauter, weshalb ich stark zusammenzuckte und mich kleiner machte.
"Park, hör auf deinen armen Sohn anzuschreien. Er hat ein schwaches Herz. Frau Lee! Sie sind wieder eingestellt. Meine Güte Shiwon, jetzt reiß dich mal zusammen!"
Da war es raus. Ich hatte ein schwaches Herz. Ich hatte einen Herzfehler. Jegliche Aufregung oder Panik konnte tödlich sein. Ich bin ein Krüppel. Und jetzt brauche ich auch noch eine 24 Stunden Betreuung, weil ich meinen Eltern zu anstrengend wurde.
Ich konnte nicht verhindern, dass mir die Tränen in die Augen traten.
"Shiwon! Jetzt heult Jimin auch noch! Sei doch nächstes mal ein bisschen sensibler. Frau Lee, bitte bringen Sie Jimin auf sein Zimmer. Und die Gäste bitten Sie bitte herein."
Ich stand auf, nahm meinen Rucksack und warf einen Blick auf meinen Vater, der neben meiner Mutter plötzlich so klein geworden ist.
Zusammen mit Frau Lee ging ich auf mein Zimmer.
„Es tut mir leid Mister Park.", entschuldigte sie sich doch ich winkte ab und klopfte neben mir auf mein Bett, auf welches ich mich gesetzt hatte.
„Ich könnte es mir nicht verzeihen, wenn Sie wegen mir gefeuert werden. Ich brauche Sie doch, damit Sie mir weiterhin so leckeres Frühstück machen", lachte ich und Sie stimmte mit ein.
Nach einer viertel Stunde, klopfte es an meiner Tür und Frau Choi, die andere Haushilfe öffnete die Tür.
„Mister Park, ihre Eltern erwarten Sie im Wohnzimmer."
Ich stand also auf, Frau Lee nahm meinen Rucksack und begleitete mich somit nach unten.
Als ich im Wohnzimmer ankam, saßen 5 Personen auf dem Sofa. Alle jeweils mit einem Glass Wasser vor sich.
„Park! Mitkommen!", rief mein Vater und ich nahm Frau Lee den Rucksack ab um meinen Vater in sein Büro zu folgen.
„Wir werden nun alle 5 nacheinander kennenlernen und du wirst dich für einen entscheiden okay?"
Ich nickte und setzt mich neben meinem Vater an seinen Bürotisch.
Nach wenigen Minuten kam schon die erste Person rein.
Es war ein junges Mädchen, vielleicht gerade mal 20.
„Bitte, setzen Sie sich", fing mein Vater an und die Frau setzte sich.
Ich hörte ihr gar nicht zu.
Ich wollte eigentlich gar keine Frau als Betreuerin.
„Guten Tag Mister Park. Mein Name ist Kim Jennie und ich bin 22 Jahre alt...."
Den Rest hörte ich gar nicht, denn ich war in meinen eigenen Gedanken gefangen.
Die zweite Person stellte sich als eine Park Chaeyoung, ebenfalls 22 Jahre vor.
Dann gab es noch Kim Jisoo, 23 und einen Lee Jihoon,21 Jahre.
Aber er war nicht der einzige Mann.
Da ich mich bei Frauen einfach nicht so wohl fühlte, hatte ich bis jetzt nur Herrn Lee zugehört. Aber er schien gar nicht so viel Lust auf diesen Job zu haben.
Der letzte, der eintrat stellte sich als Min Yoongi vor. Er war 25 Jahre, was gut war, da er endlich mal älter war. Und älterer hieß schließlich mehr Erfahrung.
"Haben Sie sich über die Krankheit meines Sohnes informiert?", stellte mein Vater seine letzte Frage und ich blickte zu dem jungen Mann.
"Natürlich. Mister Park hat eine seltene Herzkrankheit, die ihm ein einfaches Leben erschwert, da viele alltägliche Situation wie Auto fahren oder einkaufen einen Herzinfarkt hervorrufen können. Die Herzklappen verengen sich in stressigen Situationen, weshalb Herr Park von solchen Situationen möglichst fern bleiben sollte. Auch Sport oder einfache Freude können gefährlich werden.
Es erfordert eine ständige Ruhe und Ausgelassenheit.", beendete er seine Rede und blickte zum Ende hin zu mir. Da ich ihn die ganze Zeit angeschaut hatte, trafen seine Augen direkt auf meine, weshalb er schnell den Blick abwandte.
"Und haben Sie in diesem Bereich schon Erfahrung gesammelt?", fragte Vater noch eine Frage, dabei war diese Frage eben schon einmal so ähnlich gefallen. Oder mein Vater war verwirrt und hat die Fragen verwechselt.
"Ja natürlich. Ich habe nach meiner Schule in einem Krankenhaus für Herzkranke Kinder gearbeitet und mit ihnen den Alltag gestaltet", erzählte Herr Min und mein Vater notierte sich etwas.
"Gut. Sie können gehen. Wir melden uns bei Ihnen", mein Vater blickte gar nicht mehr auf.
Herr Min bedankte sich, stand auf und verbeugte sich, ehe er sich umdrehte und aus dem Zimmer ging.
Mein Blick verfolgte allen seinen Bewegungen, wobei letzterer Blick wohl eher seinem Gesäß galt.
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Habe so viele Ideen Kdksksownn
1116 words
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Pass gut auf mein Herz auf
FanfictionJimin hat eine Krankheit. Aber keine Sorge, Yoongi passt auf ihn auf
