Kapitel 10

19 4 0

Es dämmert schon. Ich sitze immer noch neben Tamaras leblosen Körper und halte ihre Hand. Sie ist ganz blass und eiskalt.

" Felisity, was ist passiert?"

Ich drehe mich erschrocken um und sehe einen erstarten Gale.

" Sie ist tot."

" Komm Felisity, wir müssen hier weg!"

Er kommt auf mich zu und will mich von ihr wegziehen.

" Lass mich! Lass mich los! Geh weg!"schreie ich hysterisch. Er lässt mich los und setzt sich neben mir.

" Hey, es tut mir Leid. Ich weiß wie viel sie dir bedeutet hat. Sie war ein tolles Mädchen. Aber ich glaube sie möchte nicht,dass du hier bleibst und sie so siehst."

" Es ist meine Schuld!" schluchste ich.

Gale nimmt meinen Kopf in seinen Händen. Ich blicke in seinen Augen.

" Hey, Felisity es ist nicht deine Schuld... Die anderen suchen dich schon. Sie machen sich große Sorgen."

Gale nimmt mich in den Arm. Nach einigen Minuten bemerke ich Mr. Welch und Mrs. Ward hinter uns.

" Ohh mein Gott. Albert rufen sie die Polizei!"

Mr. Welch holt sein Handy heraus und ruft die Polizei an. Mrs. Ward kommt auf uns zu und will uns von Tamara weg zerren.

" Lassen sie mich!" schreie ich mehrmals.

Sie lässt mich los. Doch Gale packt mich und zieht mich von Tamara weg. Ich schreie und schlage wild um mich. Nach einiger Zeit bemerke ich, dass es nichts bringt. Er ist viel zu stark und hält mich fest. Wir hören die Polizei vom weiten kommen. Mr. Welch fordert uns auf, ihm zu folgen. Er bringt uns aus dem Wald, zum Parkplatz. Dort stehen sieben Polizeiwagen. Eine Polizistin kommt auf uns zu und fragt wann wir die Aussage machen. Gale sagt ihr, dass wir morgen zum Revier kommen werden.

Ich starre nach draußen in die Dunkelheit. Ich kann es immer noch nicht glauben was passiert ist.

" Ich bringe dich ins Krankenhaus!Du hast einen Schock."

" Nein."

Ich gucke ihn erschrocken an.

" Dir geht es nicht gut Felis..."

" Nein. Bring mich einfach nach hause! Sonst steige ich aus."

Schneide ich ihm das Wort ab. Ich bin gerade dabei die Tür vom Auto aufzumachen. Doch Gale hält mich am Arm fest.

" Ich bringe dich nach hause."

Nach einigen Minuten kommen wir Zuhause an. Im Wohnzimmer leuchtet noch Licht. Als wir an der Tür stehen und Gale klingeln wollte, macht Mom die Tür schon auf. Sie guckt mich entsetzt an. Daher wusste ich, dass Mrs. Ward angerufen hat. Ich ging an ihr vorbei, laufe nach oben ins Bad und verschließe die Tür. Als ich in dem Spiegel sehe, sehe ich ein verweintes junges Mädchen. Ihre Mascara ist verlaufen und  ihr weißes top ist Blut verschmiert. Ich ziehe mir meine Sachen aus und gehe unter die Dusche. Ich spüre wie das heiße Wasser über meinem Körper fließt. Das Wasser verfärbt sich rot. Nachdem ich mich angezogen habe, gehe ich auf mein Zimmer zu. Ich bleibe aber an der Treppe stehen, denn ich höre Gale. Er sitzt zusammen mit Mom im Wohnzimmer.

" Sie muss so viel durchmachen", höre ich Mom weinen.

" Sie wird es schaffen Mrs.  Davis. Felisity ist sehr stark."

Ich gehe in mein Zimmer und setze mich an meinem Fenster. Der Mond leuchtet hell am Himmel. Ich verstehe so vieles nicht. Wieso Tamy? Wieso hat sie so viele Schnittwunden? Es war ein Vampir, der sie getötet hat. Normalerweise saugen sie ihre Opfer bis auf den letzten Blutstropfen aus. Wieso hat er ihre Kehle durchgeschnitten?  Aber die eine Frage möchte nicht aus meinem Kopf verschwinden. Was meint er mit " Komm, wir spielen ein Spiel!".

FelisityLies diese Geschichte KOSTENLOS!