- Auf ein neues Kapitel voller Dramatik! x3 Aus den üblich danksagenden Gründen gewidmet an Radioactive_Lover :3 -
„Geht es dem jungen Mann gut..?“, fragte ein Sanitäter besorgt. Seine Kollegin derweil notierte sich einige Stichpunkte zu Manus Zustand. „Er ist sein Freund. Das trifft ihn relativ schwer“, erklärte Ardy. Er sah Taddl etwas erstaunt an, nickte dann aber nur. „Ich verstehe das nicht... Sein Blutdruck sinkt stetig und ich werde aus den Werten nicht schlau!“ „Wir sind ja gleich da, die diagnostizieren das schon.“ „Meinst du, er könnte-“ Ehe die Sanitäterin zu Ende sprechen konnte, hielt der Krankenwagen abrupt an und ihnen wurde bewusst, dass sie da waren. Alle reagierten sofort und gingen schnell nach draußen, gleich darauf kümmerten sich zwei Sanitäter darum, Manu so schnell wie möglich in die Notaufnahme zu schieben. Der Einzige, der nicht reagierte, war Taddl. Ardy hatte dem nach wie vor leicht zitternden Blonden auf die Beine geholfen und warf ihm besorgte Blicke zu. „Dürfen wir mit in die Notaufnahme?“ „Wir bitten darum.“ Ardy nickte kurz und sah Taddl wieder an. „Komm'... Das wird wieder... Die bekommen ihn wieder hin...“ Genau diese Art von Versprechungen hatte er nicht machen wollen, aber gut... Jetzt hatte er es gesagt. Taddl schien seine Worte nicht einmal wahrzunehmen. Er war jetzt fast so blass wie Manu und starrte mit glasigem Blick zu Boden. „Wir gehen zu ihm, okay?“ Taddl sah auf. „...Ja.“ Ardy war sich leider unbeschreiblich sicher, dass Taddl nicht davon überzeugt war, keine Schuld an der momentanen Situation zu tragen. Als die beiden zu Manu kamen, erwartete sie nicht das, was sie erhofft hatten. Da waren keine gut organisierten Ärzte, die sofort diagnostizieren könnten, was ihm fehlte, keine sofortige Hilfe... Was da war, war Chaos. „Sind Sie die Angehörigen?“ „N- Na ja, Freunde eben...“ „Können Sie uns sagen, was passiert ist?“ „Taddl, das müsstest du übernehmen...“ Taddl schenkte weder den Ärzten, noch Ardy Gehör. Er starrte Manu mit blasser, monotoner Miene an. Seine Gefühlsregungen schienen allesamt versiegt zu sein. Ardy wurde unruhiger und besorgter, als er bemerkte, dass der Schock so tief zu sitzen schien. „Taddl..?“ „Warum ist das passiert?“, fragte er nur leise. Ardy musste letztlich das sagen, was er wusste, obgleich es nicht allzu viele Informationen waren. „Nun, die Situation ist die: Die Sauerstoffwerte in seinem Blut sind viel zu niedrig, genau wie sein Blutdruck an sich. Außerdem hat er überraschend hohe Kalziumwerte... Wir wissen nicht ganz, was los ist.“ „Ich habe die Nummer des behandelnden Arztes, vielleicht können Sie sich später mit ihm in Verbindung setzen“, schlug Ardy vor, zog einen Zettel aus seinem Geldbeutel, der sich in seiner Hosentasche befunden hatte. Darauf hatte er sich die Nummer notiert. Der Arzt nahm sie dankend an. „Hatte er mal einen Unfall?“, fragte eine junge Ärztin, die die bisherigen Notizen und Werte überflog. „Nicht, dass ich wüsste“, erwiderte Ardy. Die Frau legte die Stirn in Falten. „Das ist merkwürdig. Solche Werte lagen mir schon ein oder zweimal vor, bei Unfällen, wo innere Organe zu Schaden kamen und innere Blutungen verursacht haben. Aber den Werten nach, scheint kein lebenswichtiges Organ verletzt zu sein...“ Ardy sah auf. „Könnte das durch Nierenversagen ausgelöst werden?!“ „Nierenversagen? … Nun ja, bei akutem Nierenversagen kann es durchaus auch zu inneren Blutungen kommen, aber den Werten nach...“ Sie überflog das Blatt erneut und warf einen Blick auf ein kleines Gerät, dann weiteten sich ihre Augen mit einem mal und sie starrte Manuel geschockt an. „Nierenversagen?! Natürlich!! Das ist es! Der junge Mann hat starke, innere Blutungen! Er braucht umgehend eine Blutspende! Und eine Operation!“ Alle Anwesenden starrten sie geschockt an. „Los, los, los, wir dürfen keine Zeit mehr verlieren!!“ Mit einem letzten besorgten Blick auf die absinkenden Blutwerte, machten sich die Ärzte an die Arbeit. Eine Operation schien vorbereitet zu werden, wovon Ardy und Taddl allerdings nicht viel mitbekamen. Was sie miterlebten, war, wie Manu vorsichtig ein bisschen Blut abgenommen wurde. Ein Mann eilte damit weg und kam erst qualvolle Minuten später wieder, in denen Taddl vor Anspannung zu explodieren schien. Er fühlte sich kraftlos und so, als könne er explodieren zugleich. „Das... Das wird schon wieder...“, versuchte Ardy ihn aufzumuntern. Taddl zitterte leicht. „Ich will ihn nicht verlieren...“ „Das musst du nicht.“ „...Vielleicht hab' ich's ja verdient...“ „Hör' sofort auf, so was zu sagen! Als ob Manu das gewollt hätte alter!!“, rief Ardy plötzlich und Taddl wollte sofort etwas darauf erwidern, in eben jenem Moment kam allerdings der Arzt zurück. Er hatte einen halbgefüllten Blutbeutel in der Hand. „B!“, rief er nur und schloss Manuel so schnell wie möglich daran an, kurz darauf wurde er durch eine Infusion mit durchsichtiger Flüssigkeit versorgt. „B..? Haben wir noch genug Plasma? Es gab doch letztens schon ein Problem damit, nicht..?“, fragte ein besorgter, junger Arzt. „Das ist es ja!“, entgegnete der Mann, „Wir haben noch ein bisschen Plasma, das wir verwenden könnten, aber uns fehlen gut zwei Liter, um eine risikofreie OP durchzuführen!“ Taddl blickte noch betrübter und betroffener drein. „Was soll das jetzt heißen..? Dass...- Können Sie ihn... nicht...? Be...deutet das etwa...-?“ „Es tut mir aufrichtig Leid, wir müssten neue Blutreserven anfordern und-“ „Dann tun Sie das!!“, rief Taddl plötzlich aufgebracht. „Das Problem ist... Dass diese Spenden nicht früh genug ankämen...“ „Und was heißt das?!“, rief Taddl noch lauter. „Sie können ihn nicht einfach sterben lassen!!“ „Nein, natürlich nicht...“, murmelte die Ärztin, die vorhin die Diagnose gemacht hatte. „Die innere Blutung muss wohl oder übel gestoppt werden... Und das geht nicht anders, als mit einer OP.“ „Vielleicht hat ja einer von uns dieselbe Blutgruppe“, merkte Ardy an und die Ärzte schienen zu verstehen. „Sind Sie beide gesund..?“ „Dafür ist keine Zeit, wir müssen ihnen das Blut abnehmen und ins Labor bringen, wir brauchen diese Gewissheit so oder so!“, rief einer der Ärzte und nahm Ardy und Taddl Blut ab. Taddl, der längst nicht mehr wirklich klar denken konnte, starrte ihn wütend an. „Wieso nicht mehr?! Nehmen Sie mehr!! Manu braucht es, oder?! Also geben Sie ihm mein Blut!“ „Tut mir sehr Leid, das zu sagen, aber dazu haben wir nicht die Möglichkeit, solange Ihr Blut nicht im Labor war...“ „Dann bringen Sie es da hin!!“, rief er. Der Arzt nickte nur ein wenig eingeschüchtert und machte sich auf den Weg. „Wütend zu werden ändert die Situation auch nicht, Taddl...“ „Genau so wenig wie ruhig zu bleiben!“ Die nächsten zwei Minuten schienen Taddl innerlich zu zerfressen. Er wollte Manu sein Blut spenden, alles davon, jetzt sofort! Daran, dass sie womöglich nicht dieselben Blutgruppen haben könnten, dachte er nichtmal im Ansatz. Als der Arzt wieder kam, sah er etwas zuversichtlicher aus. „Wir haben eine gute Nachricht, wir haben einen Spender im Raum!“ Alle atmeten erleichtert auf. „Machen Sie schon! Nehmen Sie mir schon mein verdammtes Blut ab! Bitte!! Wir haben keine Zeit, um sie zu verschwenden! Manu darf doch nicht-... Er darf nicht-...“ „Entschuldigen Sie, ich verstehe Ihre Sorge, aber... Um ehrlich zu sein, sind nicht Sie kompatibel, sondern Ihr Freund.“ Taddl erstarrte.
„...Sind nicht Sie kompatibel, sondern ihr Freund... Nicht Sie... sondern Ihr Freund...“
Die Worte hallten gefühlte Minuten durch seinen Kopf, dann sah er ihn fassungslos an. „Was?“, fragte er ungläubig. Derweil nahm schon eine junge Dame Ardy Blut ab. „Sind zwei Liter Ihnen auch nicht zu viel..? Normalerweise nehmen wir 1,5 Liter ab-“ „Natürlich ist es okay, machen Sie einfach weiter“, unterbrach Ardy sie und beobachtete sein Blut, wie es langsam durch eine durchsichtige Röhre aus seinem Arm floss. „Was?“, wiederholte Taddl. „Sie können schon mal raus gehen, wenn Sie wollen. Sie werden ihn nach der Operation nochmal besuchen dürfen“, wurde Taddl freundlich darauf hingewiesen, dass seine Anwesenheit überflüssig war. Taddl nickte. Nicht verständnisvoll, sondern beabsichtigt sarkastisch. „Ach so... Okay... Ich bin also komplett nutzlos hier, was..? Ich kann ihm weder Blut noch sonst etwas spenden... Einfach nichts... Ich darf nicht mal bei ihm sein...“ „Nein, um Himmels Willen, so war das nicht gemeint!“ „Wenn es das nicht war, dann sollten Sie auf ihre Ausdrucksweise achten!“, herrschte er ihn wütend an und verließ den Saal letztlich doch. Er endete in einer großen Halle, in der sich mehrere Leute gesammelt hatten. Die großen, meist leider gut gefüllten Wartezimmer im Notaufnahmetrakt waren nicht wirklich der Ort, an dem er jetzt sein wollte. Er hätte am liebsten den Automaten mit den überteuerten Snacks in Kleinteile zerlegt, ließ sich dann aber nur deprimiert auf einen Stuhl sinken und senkte den Blick zu Boden. Er wusste nicht, wie er sich jetzt fühlen sollte. Er war traurig, geschockt, wütend... Neben ihm erhob sich plötzlich die Stimme eines jugendlichen Mädchens, das mit ihrer Mutter zu diskutieren schien. „In zwei Wochen?! Alles Lügen! Ich sag's dir! Am Ende liegt er hier zwei Monate und dann für immer!“ „Aber, aber... So schlimm wird es schon nicht sein. Das war doch bei deinem Vater ganz ähnlich, er kam nach drei Wochen wieder raus...“ „Na und? Trotzdem war es gelogen! Außerdem geht es Papa immer noch nicht besser!“ „Das stimmt nicht.“ „Stimmt wohl! Und du hast auch überhaupt keine Ahnung, wie es mir geht! Vielleicht sind wir nicht verheiratet, aber ich liebe ihn trotzdem und wenn er jetzt sterben sollte, nur wegen so einem blöden Unfall... Das verstehst du nicht mal im Ansatz! Ich kann nicht mal bei ihm sein, ich kann gar nichts machen, nur dumm hier rumsitzen! Ich hab' keinen Bock mehr darauf... Ich will das einfach alles rückgängig machen...“, die Stimme des Mädchens zitterte und man konnte hören, wie sie leise zu schluchzen begann, „Ich würde so gern einfach nur mit ihm zu Hause sein und irgendwas machen, egal was, ihn einfach nur bei mir wissen. Das ist unfair! Die Welt kann mir nicht einfach das wegnehmen, das ich am meisten liebe, oder?! Das kann doch einfach nicht wahr sein!“
Eine kalte Träne tropfte auf den Boden. Taddl biss sich auf die Unterlippe und versuchte die restlichen für sich zu behalten, aber kurz darauf fiel eine zweite zu Boden. „Verdammt“, hauchte er kraftlos und fühlte sich so unbrauchbar wie nie zuvor. Wieso konnten sie nicht wenigstens dieselbe Blutgruppe haben? Wieso konnte er nichts tun?!
„Taddl, wir dürfen vor dem OP-Saal warten.“ Er sah auf. Ardy stand vor ihm und sah ihn eindringlich an, umso mehr, als er die Tränen sah, die Taddls Wangen hinunter liefen. „Hey...“, sagte er mit beruhigender Stimme und wischte die Tränen mit dem Ärmel seiner Jacke vorsichtig weg. „Er würde nicht wollen, dass du weinst...“ „Ich liebe ihn... Ich...“, flüsterte Taddl mit gebrechlicher Stimme und noch eine Träne entkam seinem Auge. „Ich weiß... Und er liebt dich auch...“ „Woher willst du das wissen? Er hat ein Recht darauf, es nicht mehr zu tun...“ „Lass' mich dir etwas erzählen. Später. Jetzt gehen wir erst mal zum Wartezimmer vor dem OP-Saal, okay?“ „Okay...“ Ardy half Taddl hoch, aber auf dem Weg war er derjenige, der desöfteren gestützt werden musste. Sie hatten ihm letzten Endes ein bisschen über zwei Liter Blut abgenommen, weswegen er ein bisschen wacklig auf den Beinen war. Vor dem OP-Saal herrschte fast absolute Stille. Taddl und Ardy saßen sich gegenüber auf den Stühlen, die für die wartenden Angehörigen bereitgestellt wurden. Taddl starrte fast permanent zu Boden. „Er hasst mich bestimmt...“ „Fang' nicht schon wieder damit an!“, mahnte Ardy ihn. „Er wäre traurig, wenn er wüsste, dass du so was sagst...“ „Als würdest du das wissen!“, rief Taddl plötzlich wütend. „Oder weißt du mehr über die Gefühle meines Freundes als ich?!“ „Es gibt womöglich etwas, das ich weiß, ja. Das wollte ich dir ja erzählen. Also-“ Der Blonde sprang auf und rief halb wütend, halb verzweifelt: „Ich will's gar nicht hören! Das ist unfair! Das ist so verdammt unfair! Wieso durftest du ihm Blut spenden und ich nicht?! Wieso durfte ich nicht sein Leben retten?! Wieso habe ich das nicht verhindern können?? Wieso habe ich nicht Bescheid gewusst? Wieso habe ich nie auf deine Warnungen gehört? Wieso... Wie...so....“ Taddls Stimme brach ab und sein Körper zusammen. Er sank in die Knie und starrte mit Tränen in den Augen die Türen zum OP-Saal an. Und keine Sekunde später strömten sie alle auf einmal über seine Wangen. Egal ob er es wollte oder nicht, ein lautes Schluchzen entkam ihm. Dann gleich noch eines, das in dem Gang weiter hallte. „WARUM?!“, brüllte Taddl und achtete gar nicht mehr darauf, dass er um jeden Preis nicht hatte heulen wollten. Das war jetzt eh egal. Er war einfach nur verzweifelt. Und es gab keine andere Frage, als die nach dem Warum. Warum das alles passiert war. Und warum er jetzt nichts daran ändern konnte. Er schrie fast schon, bei dem Gedanken daran, dass Manu diesen Saal nicht mehr mit schlagendem Herzen verlassen würde. „Bitte nicht!! Bitte lasst ihn nicht- … Ich kann das nicht!! Ich... Ich will das alles nicht!! Das soll aufhören! Die Zeit soll anhalten, nein, sie soll sich zurückdrehen, ich mache alles wieder gut! Ich mache alles wieder gut, Manu!! Ich... Ich...“ Zwei Arme umschlossen ihn und Taddl drückte dankbar seinen Kopf gegen Ardys Schulter. Er schrie erstickt in den Stoff seiner Jacke, die teilweise seine Tränen aufsog, dennoch rannen sie unaufhaltsam über seine Wangen, sammelten sich an seinem Kinn und tropften zu Boden, wo sie sich spiegelten. Taddl klammerte sich an seinen besten Freund und drückte seinen Kopf fester gegen dessen Schulter. Er hielt sich mittlerweile nicht mal mehr mit seinen Schreien zurück. Es ging nicht anders, es musste einfach sein. Keine Chance, alle Empfindungen auch nur eine Sekunde länger in sich zu behalten. Er versuchte einfach alles aus sich rauszubringen. Weil er nicht mehr konnte. Der Streit war schon zu viel gewesen, aber dann das, das?! Ardy akzeptierte kommentarlos, dass sein Brudi sich so stark gefühlsmäßig bei ihm auslebte. „Das ist so unfair!“ „Ich weiß...“, murmelte er und nahm ihn fester in den Arm. „Ich fühle mich so nutzlos! Und als ob alles meine Schuld ist!“ „Ist es nicht...“ „Aber wenn Manu-“ Ardy drückte ihn kurz von sich weg und unterbrach ihn damit. Über Taddls Gesicht liefen weiterhin Tränen und seine Augen waren leicht rötlich gefärbt. „Manu liebt dich. Wenn du nicht an ihm zweifelst, dann nimm auch seine Gefühle ernst!“ „Aber-“ „Aber was?“ „Ich habe kein Recht dazu, dass-“ „Es ist Manus Entscheidung. Du darfst dich nicht so damit fertigmachen... Bald werdet ihr alles bereden können...“ „Ich hab' Angst, dass es nicht so sein könnte“, entgegnete Taddl sichtlich niedergeschlagen und wurde kurz darauf aus einem Mitleids-Impuls seines geschätzten Bruders heraus wieder fest umarmt. Das war nicht Gang und Gebe bei ihnen, dieses ständige Umarmen, auch wenn es einem von ihnen schlecht ging. Meistens klopften sie sich nur aufmunternd auf die Schulter oder hockten sich regungslos hin, um einfach mal zu reden, aber wenn es dann an solche Situationen ging, wussten sie, dass man manchmal einen gewissen Halt geben musste. Ohne Ardy wäre Taddl vermutlich gar nicht mehr aus dem Schockzustand aufgewacht. Er war wirklich wie ein Bruder für ihn, bester Freund, so wollte er ihn gar nicht mehr bezeichnen. „Wenn er wieder aufwacht, dann werdet ihr euch bestimmt heulend in die Arme fallen, haha. Und dann werd' ich irgendwann wieder einen Tag lang wegfahren und sehen, wie ihr die Wohnung verunstaltet habt. Vielleicht besaufen wir uns ja auch wieder! Und dann...- Dann wird alles wieder normal...“ Ardy musste hart schlucken, nachdem er die Worte in den Mund genommen hatte. Keine blöden Versprechungen machen, das hatte er sich vorgenommen, aber das eben war nicht nur für Taddl gewesen, sondern auch für ihn. Manu war ein geschätzter Freund seinerseits und der Gedanke daran, ihn nie wieder zu sehen, versetzte auch ihm einen Stich ins Herz. Taddl wollte lachen. Wirklich, er versuchte es. Und ein ersticktes Krächzen kam aus seiner Kehle, weit entfernt davon, als Lachen abgewogen zu werden, dennoch, er versuchte es. Die Erinnerung daran war schön und ließ ihm kurz warm ums Herz werden, aber ihm war eben so bewusst wie Ardy, dass es zum momentanen Zeitpunkt nichts weiter als zweifelhafte Hoffnung in ein paar leere Worte gebettet war. Und ab dem Punkt wurde es wieder kalt in Taddls Herz. Als er sich daran erinnerte, dass diese schönen Zeiten vielleicht nicht mehr wiederkehren würden. Und, dass Manu vielleicht selbst wenn all das überstanden war, nie wieder so mit ihm verbunden sein könnte. Wer wusste, was ihr Streit für ihn bedeutet hatte. Wer wusste, was er nach dem für Taddl empfand..? Das als Lachen verfälschte Krächzen verstummte nach nicht allzu langer Zeit und ging in einem verzweifelten Schluchzen nach dem anderen unter. Ardy konnte nichts weiter tun, als Taddl, der offenbar emotional vollkommen am Limit war, in den Armen zu halten und darauf zu hoffen, dass seine Tränen bald versiegen würden.
- Ich habe während des Schreibens Ardy total liebgewonnen :3 xD Danke übrigens an alles und jeden nochmal, ich hab' nicht wirklich damit gerechnet, dass ich in gut 'nem Monat irgendwie bei 2,5K Reads und so was rauskomme und genau so wenig, dass mich so viele Leute motivieren, die Geschichte weiterzuschreiben, ich hab' euch Spaß dran und es freut mich, dass es den meisten die das lesen wohl auch so geht! >w< -