Sherlock lief die Bakerstreet entlang. Er ließ seinen Blick über den Schnee auf dem Gehsteig gleiten. John war vor ungefähr fünf Minuten schon nachhause gekommen, Sherlock erkannte seine Fußabdrücke sofort. Er konnte ein leichtes Lächeln nicht unterdrücken, als er daran dachte John in der Wohnung anzutreffen. Unmerklich beschleunigten sich seine Schritte bei diesem Gedanken.
Sherlock öffnete die Tür zur 221B Bakerstreet. Er konnte schon unten im Flur Johns Aftershave riechen. Obwohl Sherlock das niemals sagen würde, liebte er den Geruch von John. Als Sherlock die Treppe hochging musste er ein Lächeln unterdrücken. Er bemühte sich so wie immer zu wirken, was ihm zugegebenermaßen nicht sonderlich schwer fiel. Eigentlich hatte Sherlock seine Gefühle gut unter Kontrolle, doch bei dem Gedanken an John kam in ihm unweigerlich ein Gefühl der Vorfreude auf.
John war schon kurze Zeit wieder zuhause, er war gerade einkaufen gewesen und Sherlock war schon früh am Morgen verschwunden und John hatte keine Ahnung wann er wiederkommen würde.
Er hatte sich gerade einen Tee gemacht und sich in seinen Sessel gesetzt, als Sherlock zur Tür hereinkam.
"Hallo Sherlock!", begrüßte John ihn. "Hallo.", gab Sherlock zurück und ließ sich, nachdem er seinen Mantel ausgezogen hatte, auf das Sofa fallen.
John konnte seine Augen nicht von ihm lassen. Als Sherlock auffiel wie John ihn anstarrte blickte er verwirrt zurück. Erschrocken wandte John sich ab. Sherlock setzte sich auf und realisierte, dass John rot wurde. Es brauchte nicht lange bis Sherlock klar wurde, was mit John los war. Aber konnte das sein? John zeigte alle Anzeichen dafür in Sherlock verliebt zu sein.
Sherlock verharrte im Sitzen auf dem Sofa und lächelte John leicht an. "Was?", fragte John verunsichert und seine Wangen wurden noch röter. Sherlock stand auf und kam auf John zu, er legte seine Hand auf Johns Schulter und stellte sich hinter ihn. Er beugte sich auf die Höhe von John Ohrs. "Ich bin genial.", flüsterte Sherlock und verschwand in seinem Zimmer ohne ein weiteres Wort.
Perplex sahst John in seinem Sessel. Diese für Sherlock so untypische körperliche Nähe hatte ihn verunsichert. Er musste mehrmals tief durchatmen, um seinen Puls, der gerade in die Höhe geschossen war, wieder zu beruhigen.
Sherlock lief unruhig in seinem Zimmer auf und ab. Wieso kam John ihm nicht nach? Wenn er wirklich Gefühle für ihn hätte, dann müsste er doch eigentlich die Nähe zu ihm suchen. Verzweifelt sank Sherlock auf sein Bett. Theoretisch verstand er Liebe bis ins kleinste Detail, doch praktisch verstand er nichtmal seine eigenen Gefühle. Er zeigte eigentlich nicht die Anzeichen in John verliebt zu sein, aber dennoch spürte er ihm gegenüber eine äußerst starke Zuneigung.
Sherlock wusste, dass es nicht sonderlich nett war so mit John zu spielen, aber er sah keinen anderen Weg mit dieser Situation umzugehen.
"Sherlock bist du okay?", fragte John an Sherlocks Zimmertür klopfend. Eigentlich musste Sherlock ihm alle paar Minuten tierisch auf die Nerven gehen, doch jetzt nachdem Sherlock schon fast 30 Minuten in seinem Zimmer war, begann John langsam seine Deduktionen zu vermissen.
John klopfte erneut. Diesesmal öffnete Sherlock die Tür. "Ja, alles gut.", entgegnete er, im selben Moment bemerkte er Johns Blick, der ihn förmlich auszog. Vorsicht beugte sich Sherlock nach vorne, er konnte John ansehen, wie angespannt er war. Mit einer Hand berührte Sherlock ganz leicht Johns Oberkörper. "Sherlock...", stotterte John.
Dieses aufgeregte Stottern bestätigte Sherlocks Vermutung endgültig. Er war sich so sicher und da er meistens auf seine Fähigkeiten vertraute und damit auch immer richtig lag, riskierte er alles. Sherlock packte Johns Pulli und zog ihn in sein Zimmer. "John, magst du mich?", fragte Sherlock. John starrte ihn fassungslos an. "Sherlock..ich-ich...natürlich mag ich dich...aber-aber was?", stammelte John, er wollte Sherlocks Berührungen auf seinem Körper spüren, er konnte kaum noch klar denken. "Konzentrier dich John! Das ist wichtig! Wie sehr magst du mich?!", fuhr Sherlock John etwas ungehalten an. Erschrocken zuckte John zusammen, aber trotz Sherlocks Forscher Art sah er jetzt seine Chance, er konnte Sherlock zeigen wie sehr er ihn wirklich mochte.
Selbstsicher legte John seine Hand auf Sherlocks Brust und als dieser sich nicht wehrte, schob John ihn bis zu seiner Zimmerwand. John blickte ihn Sherlocks Augen, dieser wirkte etwas überrascht über die plötzliche gewonnene Selbstsicherheit von John.
"John, ich-", wollte Sherlock gerade ansetzen, um John über seine Gefühle aufzuklären, doch John unterbrach ihn. Er legte seine Lippen auf Sherlocks. Überfordert starrte Sherlock John an, als dieser sich von ihm löste. "Also küssen musst du nich üben.", lachte John, um das Eis zu brechen. Augenblicklich entspannt sich Sherlock. Er war von Gefühle überfordert, jetzt gerade schaffte er es nicht mehr seine Gefühle zu kontrollieren geschweige denn sie zu verstehen.
Er wusste selber nicht was er tat, doch er griff Johns Taille und zog ihn zu sich. Sie küssten sich und Sherlock genoss diese neue Erfahrung und ihm wurde klar, dass John für ihn doch mehr als nur ein soziales Experiment war.
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Johnlock Oneshots
FanfictionBBC Sherlock Oneshots -> Johnlock, smut, fluff oder dramatisch
