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Der Anfang der Wahrheit und das Ende der Lüge

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In der Kleinstadt Springbrake war es eine ruhige, friedliche Zeit. Momentan zumindest. An der städtischen Highschool, der Springbrake High, gab es allerdings schon die ersten Anzeichen für die kommende Krise, die sich langsam ausbreitete. Dabei hatten die Schüler schon genug Sorgen mit all ihren Prüfungen und den Lehrern, die ihnen Stress machten. Doch das waren nun nicht mehr die einzigen Probleme, der jungen Schüler: die steigenden Spannungen auf den Schulfluren und die zunehmende Rivalität zwischen zwei der Schülergruppen, die beiden Banden der Stadt, die schon seit einiger Zeit um die Vorherrschaft kämpften, machten es ihnen nicht unbedingt leichter sich auf den Unterricht zu konzentrieren. Auch einer bestimmten Clique, bestehend aus fünf Mädchen die auf diesen Schulfluren das Sagen hatten, fiel die wachsende Anspannung auf.

"Das kann doch so nicht mehr weitergehen! Ich verstehe ja, dass beide Gangs, die Deadly Cobras und die Rabid Streetdogs, die vorherrschende Macht in Springbrake haben wollen, aber es kann doch nicht sein, dass jetzt beide Gangs so viele Mitglieder wie möglich hierherschicken um ihre Überlegenheit zu repräsentieren! Das ist total kindisch.", murrte Alisha Michaels, eines der fünf Mädchen.

Die hellbraunen Haare hatte sie zu einem einfachen Pferdeschwanz zusammengebunden, die blauen Augen huschten angespannt von Spind zu Spind, von Schüler zu Schüler.

"Es geht mir vor allem auf die Nerven, dass sie denken, sie könnten tun und lassen was sie wollen. Das hier sind meine Schulflure und die einzige, die über diese Verlierer von Schülern herrschen darf bin ich.", murmelte Brooke, während sie im Spiegel ihres Spindes ihre Lippen mit dem roten Lippenstift nachzog.

"Findest du das nicht ein bisschen eingebildet?", fragte Antonia die Rothaarige, während sie neben ihr am Spind lehnte.

Die Oberzicke der Schule knallte auf einmal mit aller Kraft die Spindtür zu, wodurch die anderen drei zusammenzuckten, während Antonia mit einer eisigen Gelassenheit den kurzen Wutausbruch ihrer Freundin beobachtete.

"Willst du mir irgendetwas sagen, Toni?!"

"Das es ziemlich überheblich ist sich als Königin der Schule zu bezeichnen. Aber das weißt du ja schon, ich bin schließlich nicht die erste, die dir das an den Kopf wirft. Und normalerweise interessiert es dich herzlichst wenig was andere, und vor allem wir, über dich und dein Verhalten denken. Wieso regst du dich also so sehr darüber auf?"

Brooke sah perplex zu der Braunhaarigen und blickte zwischen ihr und Alisha immer wieder hin und her. Doch Alisha zuckte nur teilnahmslos mit den Schultern, da sie dieses Verhalten von ihrer besten Freundin schon längst gewohnt war.

"Ich rege mich überhaupt nicht auf!"

"Dann solltest du mir ja einen plausiblen Grund nennen können warum du mich gerade angeschrien und somit die Aufmerksamkeit des gesamten Schulflures auf uns gelenkt hast.", erwiderte Antonia immer noch komplett ruhig.

Die vier sahen sich um, nur um festzustellen, dass die fünfte in ihren Reihen Recht hatte: Jeder Schüler, der sich gerade auf dem Gang befand sah verwirrt zu der Gruppe, die die Flure regierte.

"Was glotzt ihr denn so?!", fauchte Brooke in den Gang hinein.

Alle wandten den Blick ab und liefen fluchtartig weiter. Die Rothaarige seufzte und wandte sich wieder an Toni, die ein zufriedenes Lächeln auf den Lippen hatte als sie den Schülern hinterher sah, die schnell in die Klassenzimmer oder hinter die nächste Ecke flüchteten.

"Tut mir leid. Die momentane Situation zerrt nur an meinen Nerven. Und mein Schönheitsschlaf leidet darunter, ich habe heute länger im Bad gebraucht als sonst, weil ich diese Augenringe verdecken musste."

"Du bist so schön wie eh und je, mach dir darum also mal keine Sorgen. Was die Spannung hier auf den Fluren angeht sollten wir es einfach so gut es geht ignorieren. Es ist nicht unser Kampf, wieso also unnötige Risiken eingehen und sich dort einmischen? Was sagst du dazu, Skyla?", antwortete die Braunhaarige und sah zu der Blondine, die sich bei ihrer Freundin Charlie untergehakt hatte.

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