"Dabei war ich mir fast schon zu hundert Prozent sicher, dass das Thema noch lange nicht beendet ist, wenn ihr euch erstmal alleine trefft.."
Stille kehrte ein und ich seufzte. Mein Kopf explodierte gleich und der Schultag hatte noch nicht einmal richtig angefangen.
"N-Nö, alles gut. Wie gesagt, da war nichts zwischen uns. I-Ich habe nichts gespürt."
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Seitdem Jaehyun am Sonntag Morgen durch meine Haustür spaziert war, noch bevor meine Mutter nachhause kommen konnte, hatte ich noch nicht von ihm gehört.
Ich hatte das Gefühl, bis jetzt noch seine feste Umarmung um mich zu spüren, während er sich dafür bedankt hatte, dass er über Nacht bleiben durfte.
Wie er mir danach leicht lächelnd durch die Haare gestrichen hatte, darauf bedacht, nicht von meinen Augen abzusehen, bevor er sich mit einem ruhigen "bis Montag" verabschiedet hatte.
Nun war Montag und ich war irgendwie aufgeregt davor, Jaehyun hier in der Schule anzutreffen.
Was war nun zwischen uns?
Wie sollte ich mich verhalten?
Wie würde Jaehyun sich verhalten, nachdem wir uns so offensichtlich angenähert hatten?
Mit gemischten Gefühlen vergrub ich meine Hände in meinen Jackentaschen, als Doyoung die Tür zur Cafeteria aufhielt, damit Taeil, Haechan und ich diese betreten konnten.
Ich sah den Rest unserer Gruppe bereits am Tisch sitzen und runzelte jedoch die Stirn, als ich erkannte, dass beide Plätze neben Jaehyun bereits von Mark und Johnny besetzt waren.
Dabei hatten wir die letzten Tage immer nebeneinander gesessen, da jemand von uns immer einen Platz bei sich freigelassen hatte.
Ich schüttelte leicht den Kopf und dachte nicht weiter darüber nach, da dies wohl kaum ein Grund zur Sorge sein konnte und wir erreichten unseren Stammtisch, an dem wir die anderen gleich begrüßten.
"Hallöchen Popöchen" - "Taeil, hör einfach auf mit diesen Sprüchen"
Der Rest lachte und wir setzten uns, während ich meinen ganzen Mut zusammennahm und mir den Platz direkt gegenüber von Jaehyun schnappte, wenn ich heute schon nicht den neben ihm haben konnte.
Mein Herz pochte schon wieder in schnellem Tempo und ich war wirklich gespannt darauf, was nun passieren würde.
Ich wusste inzwischen, dass Jaehyun ein Mensch war, der auf viel Augenkontakt bestand, und nun saß ich direkt vor ihm.
Würde er mich wieder sanft anlächeln?
Meinen Namen mit seiner ruhigen, tiefen Stimme zur Begrüßung erwähnen?
"Hey" kam es schüchtern über meine Lippen, doch wider meines Erwartens bekam ich keine Antwort von ihm.
Jaehyun sah gar nicht erst in meine Richtung, sondern schaute bloß zu den anderen drei Jungs, die gerade mit mir angekommen waren.
Ich redete mir zunächst ein, dass ich ihm vermutlich noch nicht aufgefallen war, doch nach mehreren Sekunden, die vergingen, schien das unmöglich. Ich hatte mich doch direkt vor ihn gesetzt und ihn begrüßt.
"Koreanisch hat sich ja anscheinend ziemlich hingezogen, hm?" fragte Jaehyun stattdessen an Doyoung gerichtet und würdigte mich keines Blickes, als der Angesprochene antwortete und gleich ein Gespräch begann.
Ich zog etwas entsetzt die Augenbrauen zusammen und biss mir unbemerkt auf die Zunge, als alle am Tisch wieder begannen, sich über irgendetwas zu unterhalten, während der Junge vor mir mich nicht einmal begrüßt hatte.
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trust issues - jaeyong
FanfictionAufgrund seiner schweren Vergangenheit verspricht Taeyong sich selbst, sich nie zu verlieben, um nicht verletzt zu werden. Als sein Leben grauer und trostloser nicht sein könnte, tritt plötzlich ein Junge in sein Leben, welcher dieses komplett auf...
24 • confusion
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