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Vor ihm tut sich die freie Fläche auf. Er hat den Gipfel erreicht und nun sieht er alles weit und offen vor sich. Sein Körper scheint für ein paar Sekunden zu fliegen. Anlaufen. Abspringen. Fliegen.

Seine orangen Augen sind geschlossen und nur an seiner Hand spürt er den Ball, den er an einer winzigen Stelle berührt. Zugespielt von seinem Setter. Perfekt. Präzise. Vertrauensvoll.

Der Ball, der in diesem Spiel nicht festgehalten wird. Immer weiter hält man ihn oben, um ihn dann mit einer Kraft und Geschwindigkeit nach unten zu befördern. Vorbei an den Gegner. Zum Erreichen eines Punktes.

Ich will sie spüren. An meinen Unterarmen. Diese physische Kraft, mit der er geschlagen wird. Diese Geschwindigkeit, die dem Ball befördert. Die Rotation, die den Ball in Bewegung hält. Ich will spielen.

Jedes Mal kann ich es förmlich schmecken. Mein Körper bewegt sich von allein, indessen ich beiläufig meinen Freund meinen Ballast - meine Tasche, mein Skateboard - in die Hand drücke.
Der Luftwiderstand trifft auf meinen Körper, erfasst von jeder freien Faser.
Ich erreiche die Stelle, wo diese luftgefüllte Kugel aufkommen wird. Punktgenau. Meine Arme bewegen sich automatisch, spannen sie an, richten sich aus. Meine offenen Haare fallen leicht an meinen Körper zurück.

Und dann... Der Aufprall. Ganz sachte, aber mit einer unglaublichen Geschwindigkeit. Zu schnell für die Gegner. Zu überraschend für die Blocker. Der Angriff im absoluten Minustempo.
In dem Moment, als der Ball vor mir erscheint, fragte ich mich, wann ich angefangen habe, nur zu beobachten. Wann habe ich angefangen, die physischen Wechselwirkungen von meinen Körper abzustoßen und sie nur zu beobachten, anstatt sie selbst zu fühlen. Wann habe ich angefangen, aufzuhören, das zu machen, was mir Spaß macht?

Eine Szene sprang in meine Sinne, jeder meiner Sinne. Sie umfasste mich, hüllte mich ein, ließ mein Blut gefrieren. Deswegen habe ich aufgehört, Leichtathletik zu machen und beiläufig Volleyball zu spielen. Nur darum. Fast schon jämmerlich durchschüttete mich diese Erinnerung. Und jedes Mal fühle ich mich schlecht, möchte mich übergeben. Doch ich kann nicht. Ich werde nicht zulassen, dass es mich einnimmt. Ich habe es schon so lange zugelassen. Meine schwarzen Haaren sind wunderschön lang, mit selbst gemachten grauen Strähnen abwechslungsreich gestaltet. Sie sind lang, wie schon ewig nicht mehr.

Und heute werde ich es meinem Freund erklären. Er wird mich festhalten müssen, damit ich nicht elendig davon schwimme. Damit ich nicht in meinen Gedanken untergehe und jämmerlich ersticke, bei dem Versuch Luft zu holen. Damit ich nicht falle.
Er wird es akzeptieren, denn er liebt mich und das weiß ich.

Doch für diesen Moment schüttle ich die Gedanken ab und konzentriere mich auf den Augenblick. Das Aufkommen des Balles, dieses leichte Geräusch hilft mir, mich zu fangen und aufzurichten, um meine imaginäre Krone zu richten, die leicht verrutscht ist. Denn das habe ich schonmal getan und ich werde es auch immer wieder tun. Es gibt Menschen in meinem Leben, die mich lieben, und für die lohnt es sich zu kämpfen.

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