„Hier muss doch irgendwas zu finden sein!", rief Hermine und schnappte sich das nächste Buch. „Es kann nicht immer alles in Büchern stehen, Hermine.", sagte Ron ruhig. Mein Blick fiel auf den Haufen Bücher, der sich in der Ecke angesammelt hatte. Die Bibliothek war komplett verwüstet und voller Asche; Bücher lagen unübersichtlich auf dem Boden herum, einige Regale sind umgekippt und alles war durcheinander. „Hermine, Hermine!", rief Ron und riss ihr das Buch aus der Hand. „Beruhig dich!" Hermine fuhr sich mit ihrer Hand durch ihre Haare. „Was sollen... was können wir jetzt noch tun?", fragte sie verzweifelt. Wir waren mitten in der Schlacht von Hogwarts und es war klar, dass Voldemort siegen würde. Er war einfach zu mächtig geworden. Harry war zwar der festen Überzeugung, dass er es alleine schaffen würde, Voldemort zu besiegen, aber selbst für Harry war das zu viel. Es herrschte eine Weile Stille, bis wir im nächsten Moment plötzlich hörten, wie sich uns jemand näherte. Sofort ergriff Hermine meinen Arm und zog mich mit sich. „Schnell, komm mit!", rief sie und wir versteckten uns mit Ron hinter einem Regal. Es war still, so still, dass ich unseren Atem hören konnte. Ich spürte, wie mein Herz begann, schneller zu schlagen und es fühlte sich so an, als würde es gleich rausspringen. Die Türklinke der Bibliothek wurde langsam runtergedrückt, die Tür öffnete sich aber nicht. Erleichtert atmeten wir aus und kamen wieder aus unserem Versteck hervor. Aber das hätten wir nicht tun sollen, denn kaum eine Sekunde später hörte ich ein gedämpftes Murmeln ganz in unserer Nähe. Plötzlich überkam die Bibliothek ein lauter, ohrenbetäubender Knall und wir wurden zu Boden gerissen. Staub und Asche wurden erneut aufgewirbelt, weshalb ich kaum etwas erkennen konnte. Erst nach einer Weile merkte ich, dass sich uns ein Umriss näherte. Er sah aus wie Ron, stellte sich aber als einen Todesser heraus. Ich zog scharf die Luft ein und versuchte aufzustehen, aber ich war wie versteinert von seinem Anblick. „Sie sind hier!", rief er und zwei weitere Todesser folgten. „Verschont Malfoy!", rief er, packte mich am Arm und zog mich auf die Beine. Mir lief ein kalter Schauer über den Rücken und ich bekam kein Wort raus. Er richtete seinen Zauberstab auf mich und mein Herz blieb für den Bruchteil einer Sekunde stehen. „Expelliarmus!", rief er, woraufhin bloß mein Zauberstab in seine Hände flog. Erleichtert atmete ich aus. „Avada –", rief einer der anderen beiden Todesser und richtete seinen Zauberstab auf Hermine. „Hermine pass auf!", rief ich, als meine Stimme wieder zu mir gefunden hatte, und Hermine drehte sich gerade noch so im letzten Moment um. „Petrificus totalus!", rief sie, und noch bevor der Todesser seinen Spruch zu Ende sprechen konnte, fiel er zu Boden. Den anderen entwaffnete Ron mit „Expelliarmus!", und der letzte, der mich am Arm gepackt hatte, wurde von ihm mit „Stupor!", zu Boden gerissen. Ich war nun befreit. Nicht lange danach hörten wir schon die nächsten Todesser in unserer Nähe. Ich schnappte mir schnell meinen Zauberstab, und Hermine griff nach meinem Arm, um mich zusammen mit Ron hinter ein Regal zu ziehen. Schnell zog Hermine ihre Kette aus und hing sie mir mit einem Strahlen im Gesicht um den Hals. „Hermine, was hast du vor?", fragte ich, und tauschte verwirrt einen Blick mit Ron aus, als ich erkannte, dass es ein Zeitumkehrer war. „Dumbledore hat mir diesen Zeitumkehrer vermacht, mit den Worten 'Nutze ihn weise, ohne gestern kein heute, ohne Vergangenheit keine Zukunft. Eine Entscheidung kann alles verändern.' Ich wusste nie, was er damit meinte", sagte sie völlig außer Atem. „Die Vergangenheit, Sophia! Ohne Vergangenheit keine Zukunft – du musst ganz am Anfang anfangen!", sagte sie erleichtert, aber ich konnte ihr nicht wirklich folgen. Verwirrt sah ich sie an. „Wovon redest du?", fragte Ron verdutzt. „Du kannst das schaffen.", sagte Hermine mit einem Lächeln. Dann drehte sie ein paar mal am Zeitumkehrer. „Was schaffen?", fragte ich überfordert, und sah zwischen Hermine und Ron her. Ein letztes Mal umarmten die beiden mich noch, bevor mir der Boden unter den Füßen weggerissen wurde. Alles um mich herum begann sich zu drehen, und es fühlte sich so an, als würde ich fallen. Dann landete ich unsanft auf dem Boden. Ich öffnete meine Augen und – stand im Hogwarts Express. Wieso hatte Hermine mich in den Zug geschickt? Schnell sah ich nach, ob der Zeitumkehrer noch bei mir war, und atmete erleichtert auf, als ich ihn an meinem Hals spürte. Verwirrt sah ich mich um und entdeckte einen runden Tisch, auf dem ein Stapel Tagespropheten lag. Ich schnappte mir einen und suchte nach dem Datum – 01. September, Schulanfang. Dann bemerkte ich das Jahr, das daneben stand – 1942. Nach kurzer Überlegung traf es mich wie ein Blitz. Auf einmal machten Hermines Worte einen Sinn und ich wusste auch, warum sie mich ausgerechnet in dieses Jahr geschickt hatte – wegen Tom Riddle. Tom Riddle ist Voldemort und deswegen auch das ganze Gerede über 'Ohne Vergangenheit keine Zukunft'! Aber was genau sollte ich jetzt tun? Ich sah aus dem Fenster – es begann langsam dunkel zu werden. Das musste bedeuten, dass wir bald in Hogwarts ankommen würden. Ich lief mit dem Tagesprophten in der Hand durch den Zug, als mich plötzlich ein Anflug von Schwindel überkam. Ich stützte mich an einem Griff an der Wand ab und meine Sicht verschwamm auf einmal. „Sophia, ist alles in Ordnung?", fragte auf einmal jemand und kam auf mich zu. Ich hörte ihn nur gedämpft. Ich konnte ihn nicht wirklich erkennen, aber er sah aus wie „Harry?", murmelte ich verwirrt, bevor alles um mich herum schwarz wurde.
Meinen Kopf durchfuhr ein stechender Schmerz, als ich aufwachte. Ich setzte mich auf und um mich herum war alles ruhig. War die Schlacht vorbei? Ich sah mich um und merkte, dass meine Klamotten ordentlich aufeinander gefaltet neben mir auf einem Stuhl lagen. Erst jetzt wurde mir klar, dass ich im Krankenflügel war, aber es sah so anders aus – alt. Außerdem nicht mehr zerstört, wie noch bis vor ein paar Minuten. Dann fiel mir wieder ein, was passiert war. Sofort sah ich nach, ob der Zeitumkehrer noch bei mir war, aber er war weg. Ich spürte einen Anflug von Panik. Was war passiert? Ich stand auf und ging aus dem Krankenflügel. „Es ist also soweit.", sagte aufeinmal jemand hinter mir.
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Prophecy (Tom Riddle ff)
FanfictionSophia Malfoy, die Cousine von Draco Malfoy, reist in die Vergangenheit vor 50 Jahren, in die Zeit von Tom Riddle. Ihr Plan war es, die Vergangenheit zu ändern, um die große Schlacht von Hogwarts zu vermeiden, denn Harry alleine könnte das unmöglich...
