Riley
Schweden, Amerika, Deutschland, Amerika. Klingt eigentlich gar nicht so schlecht. Außer man muss ständig umziehen, wegen irgendwelchen Problemen.
In Schweden geboren, eine Kindheit in der Natur gehabt, immer nah am Wasser, in einem großen Haus, fast schon in einer Villa aufgewachsen. Der große Bruder immer mit dabei, um einen herum Pferde und Hunde, bis der Vater sich verpisst und die Mutter ausflippt.
Als ich das erstes Mal Umzog war ich acht. Meine Mutter liebte das Leben auf dem Hof meiner Tante, doch leider war das die Schwester meines Vaters und als er sich verpisst hatte, hat sie uns kurzer Hand raus geworfen. So zogen wir nach Stockholm. Meine Mutter wollte unbedingt in die Hauptstadt von Schweden ziehen, dass die Mieten dort unbezahlbar sind und sie deswegen rund um die Uhr arbeiten musste, hatte sie nicht bedacht. Kaum lebten wir zwei Jahre in Stockholm, hatten uns ein paar Freunde gesucht, mussten wir auch schon wieder umziehen, weil das Geld so knapp wurde das wir kaum noch unser Essen bezahlen konnten. Es ging also nach Amerika. Dort zogen wir zu dem neuen Verehrer meiner Mutter. Mein Bruder war zu dem Zeitpunkt siebzehn und ich elf. Auf einmal verschwand mein Bruder nachts immer öfter und kam am nächsten Morgen oftmals mit einem anderen Auto wieder. Zuerst dachte ich mir nichts dabei, weil es mich einfach nicht wirklich interessierte. Nach einiger Zeit wurde ich allerdings doch neugierig. Mein Bruder, Nick erzählte mir aber nichts. Er meinte es sei noch zu gefährlich für mich. So verstrichen weitere drei Jahre und ich musste in die Highschool, so begann für mich ein neuer Lebensabschnitt. Auch meine Mutter wagte einen Neuanfang und trennte sich von ihrem Verlobten. Um meinen Bruder und mich nicht wieder aus einer gewohnten Umgebung zu reißen zogen wir nur drei Straßen weiter, in ein kleines Haus mit Großer Garage und Garten. Die Garage gehörte nun meinem Bruder und mir. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt endlich was Nick nachts immer tat. Er fuhr illegale Straßenrennen und machte damit einen Haufen kohle. Schnell lernte ich Auto fahren obwohl man das erst ab sechzehn darf, konnte ich es schon mit fast fünfzehn. Auch mein Wissen über Autos und Autotuning verbesserte sich schlagartig. Mit fünfzehn fuhr ich dann fast jede Nacht mit und wir verdienten so zusätzlich unser Geld und unterstützten damit unsere Mom. Jeder liebte uns und wir beide waren überall bekannt.
Bis mein Bruder bei einer Schießerei vor meinen Augen erschossen wurde.
Ab diesem Zeitpunkt an änderte sich alles. Mein Bruder war zu diesem Zeitpunkt der Anführer einer ziemlich großen Clique und nach dieser Nacht übernahm ich alles. Seine Autos, die Clique, alles was seins war, war auf einmal meins. Und ich war sechzehn. Ich fuhr weiter Rennen und verdiente so mit mein Geld. Ich wurde immer besser und verschaffte mir immer mehr Respekt, doch nichts von all dem heilten den Schmerz, den mein Bruder in meiner Brust hinterließ.
Nebenbei hatte ich noch die Highschool in der ich abliefern musste und meine Mutter, die mir vorwürfe machte und von Tag zu Tag mehr abrutschte.
Bevor mein Bruder starb kam mein Vater und wollte mich zwingen mit ihm mit zu kommen, was nicht klappte. Er drohte mir und meiner Mom wieder zu kommen. Allein die Tatsache dass er es versucht hatte, meiner Mom ihre Tochter weg zu nehmen machte sie Psychisch fertig. Nach dem Tod meines Bruders fing sie an sich zu ritzen, schlief nur noch mit einer Knarre unter dem Kopfkissen und ignorierte mich Komplett. Sie kündigte ihren Job und lebte von dem Geld das ich jede Nacht verdiente. Ihre Aussage war immer: „Hättest du deinem Bruder das Leben gerettet müsstest du jetzt nicht Zahlen.“
Ihr war es scheiß egal wie es mir ging und das ich mich einer Alkohol sucht näherte interessierte sie auch nicht. Kurz nachdem sie aus dem Krankenhaus kam weil sie von unserem Hausdach gesprungen war, erschien mein Vater erneut vor unserer Haustür. Zuerst machte er meine Mutter fertig, weil mein Bruder erschossen wurde und danach versuchte er mich zu erschießen, weil ich Nick ja nicht geholfen hätte. Wie hätte ich das tun sollen? Wie? Ich wusste zu diesem Zeitpunkt schon dass mein Erzeuger Alkoholiker geworden war nachdem er meine Mutter verlassen hatte, allerdings hätte ich nie gedacht dass er jemals versuchen würde im Suff seine Tochter umzubringen. Außer ein Streifschuss an meinem Oberarm passierte bis heute nichts weiter.
Kurz darauf wurde meine Mutter allerdings in die Klapse eingeliefert, da sie ständig versuchte sich selbst das Leben zu nehmen. An diesem Tag war ich so am Boden zerstört dass ich mir so heftig die Kante gab, dass ich ins Krankenhaus musste. Schon seit dem Tod meines Bruders griff ich immer öfter zur Flasche und ich konnte das Verlangen nach Alkohol nicht unterdrücken.
Da meine Mutter der festen Überzeugung war das es mir bei ihrer stink reichen Schwester in Deutschland besser gehen würde, wurde ich mit fast achtzehn nach Deutschland geschickt. Allerdings meinte meine Tante nach knapp zwei Monaten ich sollte zurück nach Amerika und dort an ein College gehen. Dort wurde ich dann von ihrer besten Freundin aufgenommen die, die erste Person war, die mich zum ersten mahl seit Jahren wieder nett behandelte. Wie zu erwarten war, war sie auch Stink reich, was mir damals aufs College verhalf. Allerdings war das College nicht von langer Dauer, da ich ausversehen fast das ganze Café abgefackelt hätte. Mit glück wurde ich dann auf der Texas A&M University genommen.
Früher wollte ich nie Studieren. Ich wollte mir einen kleinen Job suchen und das restliche Geld mit dem Autofahren verdienen. Allerdings hat Grace mir ein wenig die Augen geöffnet.
Als meine Tante mich zu ihrer Freundin, Grace, schickte hatte ich weder Lust auf Geschwister oder auf eine Pflegemutter, die sich in mein Leben einmischt. Ja ich war damals ziemlich unfair zu Grace. Doch sie hat nie aufgegeben und konnte mich am Ende doch dazu überreden zu Studieren. Ich habe mich für die Hauptfächer Lehramt, Chemie und Geschichte eingeschrieben, eher eine ungewöhnliche Kombination, aber das ist mir herzlich egal. Es sind die einzigen Fächer die mich wirklich interessieren. Die Texas A&M Universität ist eine ziemlich große, renommierte Universität in der Stadt Bryan. Ich bin heilfroh dass die mich dort genommen haben.
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Besser du weißt es nicht
RomanceRiley, deren Leben nicht komplizierter sein könnte, muss auf ein College in Texas wechseln. Eigentlich hat sie aber gar kekne Lust neue Leute kennen zu lernen, denn ihr Trauma hat sie immer noch nicht verarbeitet. In Texas lernt sie jedoch den Gehe...
