Kapitel 1

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„Cornelia machst du das Licht bitte aus, wir öffnen gleich." rief mein Chef.

„Ja mache ich, muss nur noch kurz die Zitronen zu Ende schneiden." rief ich zurück.

„Nennt er dich immer noch Cornelia ?" erklang die Stimme meines Kollegen

„Sergej wie schön dich zu sehen." drückte ich ihn ganz fest „ich liebe es mit dir zu arbeiten, wie gehts dir ?"

„Wunderbar da du hier bist, ein Vögelchen hat mir gezwitschert das du vor kurzem Geburtstag hattest ?" sprach er ganz vorsichtig an, weil er wusste das ich Geburtstage völlig überflüssig finde.

Zumindest meinen eigenen, wenn meine Freund Geburtstag haben freue ich mich mehr als sie selbst.

„Jap, bin jetzt 20 ein neues Jahrzehnt in meinem Leben bricht an. Ich sollte mich eigentlich jung fühlen, feiern gehen wollen und den ganzen anderen Kram den Leute in meinem Alter machen. Doch ich habe absolut kein Interesse daran und fühle mich innerlich wie 45."

„Ach Cosette sieh mich an ich bin 32, habe keine Familie arbeite immer noch in einem Nachtclub und du könntest von Verhalten her trotzdem meine Mutter sein." lachte er und gab mir einen schups „leb dein Leben kleines, erwachsen sein kannst du noch lang genug."

Er hatte recht.

Ich wusste das er recht hatte, direkt nach meinem
18 Geburtstag fing ich an als Barkeeperin zu arbeiten. Am Wochenende bestand mein leben nur aus Arbeit und schlafen unter der Woche war es kaum anders ich arbeitete Vollzeit als Verkäuferin in einem Luxus Geschäft um mir mein Studium zu finanzieren.

Mit 14 fing ich an bei älteren Menschen zu putzen um mir so mein Geld zu verdienen.

Ich war nun 20 und mein leben bestand nur aus Arbeit, Haushalt, Sport und meinem Freund der eigentlich eine unnötige Nebenbeschäftigung war.

„Sergej, ich sehe mir jedes wochenende die Leute an die her kommen und die werden von Woche zu Woche dümmer und widerlicher." sagte ich genervt und öffnete noch die letzen Flaschen.

„So wird sind fertig, wir können jetzt aufmachen Chef." rief ich durch den Club, während Sergej sich über meine Ernsthaftigkeit lustig machte und erstmal seine Kippe auf rauchte.

„Wir haben ja heute wieder eine 16+ Party, das bedeutet viele Kinder wenig Arbeit. Schade, ich hatte mich schon darauf gefreut endlich mal wieder einen richtigen Mann abzuschleppen."

Sergej brachte mich immer zum Lachen, mit ihm zu arbeiten war immer lustig. Dazu kommt noch das er schwul ist und wir irgendwie den selben Männer Geschmack haben und immer gemeinsam die „Beute" begutachten, wie er sie gerne nennt.

Die ersten Gäste kamen herein und die arbeit begann. Ich arbeite in einer Russen Disco was ziemlich entspannt aber auch sehr anstrengend werden konnte.

Die Männer schlagen hin und wieder mal über die Strenge und auch die Frauen sind nicht immer die Ladys die sie vorgeben zu sein. Im großen Ganzen macht mir das alles echt Spaß und ich muss keine Zeit mit meinem Freund verschwenden.

Wir rechneten nicht mit viel arbeit, deswegen bereitete ich alles für den morgigen Abend vor. Samstags ist bei uns immer die Hölle los, als hätten die Menschen nichts besseres zu tun.

Unsere Gäste sind Gott sei dank im Durchschnitt 25-35 Jahre alt, manchmal sind sehr interessante Menschen dabei. Auch das Einkommen der meisten ist überdurchschnittlich da unser Club auch in die Luxus Kategorie fällt. Mit Kellnern, Tischen, Tänzerinnen etc.

Ich unterhielt mich mit meinen Kollegen, lachte und putze nebenbei. Machte ein paar Getränke bis mich plötzlich etwas erstarren ließ.

Zwei Männer kamen die Treppe hinunter. Beim seinem Anblick blieb mir beinahe das Herz stehen.

Why him ? Onde histórias criam vida. Descubra agora