..ich saß wieder da, Abends, alleine. Aber tüchtig schreibend mit meinen Bekannten aus dem Internet. Ich schwärmte wieder mit meinem engsten Discord-Kumpel wie schön es doch wäre wenn wir einfach einen Gender Tausch machen könnten. Wir schrieben ab und zu darüber, das war ganz normal bei uns. War so ein wenig Zeitvertreib. Wir sprachen auch gerne über die Liebe und andere tolle Dinge. Aber halfen uns auch gegenseitig. Aber er spürte, und so auch andere Freunde, dass ich immer kälter und abweisender wurde. Als ich abschließend "Nachti" schrieb zu ihm und wieder bissl genervt wurde durch jemanden von einer gamingplattform bin ich dann ganz off gegangen. Ich säufzte wieder, denn meine leichten Depressionen suchten mich, mal wieder, heim. Ich zog mich geschwind um und ließ mich dann im Bett nieder. Ich spielte noch am Handy, dann schlief ich ein.
Meine Nacht war.. anders wie immer ich schlief sehr viel besser.. als ich aufwachte war ich erholter als sonst immer. Ich streckte mich und spürte.. kurzerhand darauf etwas. Nachdem ich nachsah erschrack ich bitterlich. Was zur Hölle war grade passiert, bin ich in einem Traum? Ich kneifte mich und sprang auf. Es schien die.. Realität zu sein. Mich überkamen stark zwei Gefühle, tiefe Angst vor Veränderung.. doch auch.. Freude. Tatsächlich Freude.. war es nicht immer das was ich mir hin und wieder wünschte? Wie.. zur Hölle kam es dazu? War es Gott? Wieso würde er sowas tun wenn er mich als Mädchen eigentlich vorgesehen hatte..? Ich wollte erstmal nicht gesehen werden und schaute auf die Uhr. 12:22 Uhr. Verdammt. Meine Mutter wird sicher schon wach sein.. Sie wird doch erschrecken wie verrückt.. aber ich hatte eine Idee. Ich hoffe nur dass es hinhaute und ich damit nichts schlimmer machte. Ich zog mich um.. bzw versuchte das männlichste zu finden was ich in meinem Kleiderschrank hatte. Gut dass ich ein paar Inter-Sachen hatte. Ich kleidete mich komplett in schwarz. Danach schrieb ich einen Text auf ein Blatt & legte es auf mein Bett. Danach lugte ich aus meinem Zimmer. Nichts los. Ich öffnete die Türe ganz und schlich mich zur Treppe.. hoffentlich wartete meine Mum nicht irgendwo. Ich ging nach unten, die Treppen knarzten natürlich wieder ewig laut. Ich stand unten im Gang und schaute durch das verschwommene Glasfenster zur Küche. Aha.. da saß sie anscheinend. Perfekt.. Ich stand vor dem Ausgang zum Vorraum. Verdammt, mein Kater Loki war draußen.. er griff schnell "Fremde" an.. ich hoffe ich habe meinen Geruch beibehalten. Ich schnaufte einmal tief durch und öffnete dann die Türe... bis ich verstand; Es wird wahrscheinlich nicht viel bringen da ich die Plexiglastüre wieder laut schließen musste.. gut, vielleicht auch besser so. Dann glaubte sie mir vlt. eher dass ich eigentlich ihre Tochter bin. Aber erst dann fiel mir ein.. ich sollte mich noch im Spiegel anschauen. Ich lief schnell zum Spiegel und sah mich an. "Wow.. krass.." flüsterte ich leise in mich hinein. Die Türe öffnete sich immer weiter und ich lief schnell zurück. Loki erspähte mich. Verhielt sich aber beachtlich normal. Die langen Haare bleiben mir ja und alles was ich.. nur einen Tag davor hatte. Außer die primären Sachen eben. Ich schaute runter zu meinem weißem und streichelte ihn kurz. Ich war wieder beruhigt. Danach ging ich zur Haustüre und sperrte sie auf, den Schlüssel nahm ich sicherheitshalber mal mit. Dann ging ich raus. Mich am Küchenfenster vorbeizuschleichen wird schwer. Verdammt schwer. Meine Mutter merkte einfach alles. Tja.. also.. musste ich warten.. ich Idiot hatte mein Handy natürlich nicht dabei. Aber mein Kater könnte mir aushelfen da er jetzt ins Haus rannte da ich die Türe offen ließ. Vom weiten spähte ich ins Fenster. Aber ehrlich gesagt hatte ich angst dass sie mich sehen würde im Garten. Es half nichts, ich musste abwarten. Und spähte immer wieder nur kurz hinein. Es war schwer denn der Himmel reflektierte. Aufeinmal erkannte ich dass die Küchentür offen stand. Meine Zeit! Ich lief zum Tor und sperrte es schnell auf, ich zog den Schlüssel und hängte ihn zackig wieder an seinen alten Platz. Dann öffnete ich die Türe und schloss sie wieder hinter mir, ich rannte ein paar Meter weg vom Haus und fing mich erstmal. Ich schluckte.. und wartete noch eine Weile.. würde ich jeh wieder aufgenommen sein bei meiner Familie..? Würden sie mir glauben..? Ich hatte heftig Angst in diesem Moment. Dann nach ein paar Minuten, als ich mich wieder zu 100% fing und nochmal alles etwas realisierte begab ich mich zum Tor & klingelte. Mein Herz schlug schneller.. ich war verdammt aufgeregt. "Hoffentlich.. erkennst du mich.. hoffentlich finde ich die richtigen Worte.. ohh Mama..." Meine Mutter kam aus der Türe nach einer Minute und kam zu mir. "Ja? Was wollen Sie?" - "Hey.. ich.. ähm..", mir fiel nichts ein. Meine Mutter sah mich fraglich an. "Ist ihnen aufgefallen dass die Türe zum Vorraum offen stand? Oder dass die Haustüre offen war..?" - ich spürte wie meine Mutter plötzlich auf hab-acht-ging. "Woher wissen Sie das...?", fragte sie mahnend. "Naja.. ich bin's.. deine Tochter.." - "Sind Sie wahnsinnig? Wer zum Teufel sind Sie??" - wieder schluckte ich. "Bitte.. les' den Brief den ich im Zimmer ließ.. ich weiss doch auch nicht was auf einmal passiert ist..." - "Was für einen Brief? Wenn Sie nicht sofort verschwinden ruf ich die Polizei!" - "Schau einfach hoch.. erinnerst dich noch daran als ich manchmal sagte 'ja ich wäre n guter Vater' oder 'dein Sohn ist doch eh nur ne Tochter'.. Geflügel, das ne Wendung von Gott!" (Ja, ich nutzte Geflügel da wir das spaßweise zu ihr sagten, da sie für normal redet wie ein Wasserfall, aber jetzt galt es als wiedererkennungswert). "Sie bleiben genau hier!", fauchte meine Mutter nahezu. Meine Mutter lief schnell zu Türe und verschwand darin. Ich blieb natürlich an Ort und Stelle. Nach ca. 5 Minuten war sie wieder im Garten bei mir. "Was.. zum.. das kann doch gar nicht sein.." - "Doch.. ich bin's..". Sie sah ja meine Handschrift. "Hey, wenn du das ließt weisst du.. dass ich nun wirklich nicht mehr deine Tochter.. sondern tatsächlich dein Sohn bin, es ist alles okay bei mir und nein, ich wurde nicht entführt.. den Jungen den du vor dir siehst.. der bin ich.. ich hoffe dass es dich nicht zu sehr schockt.." - "Liebes.. wie kann.. das sein..? Das ist nicht möglich..".. sah ich da Tränen in ihren Augen? Mir tat das Herz weh sie unter Tränen zu sehen. Ich öffnete vorsichtig die Gartentür & ging zu ihr. Sie sah weiterhin auf den Zettel. "Mum..", murmelte ich & umarmte sie vorsichtig. "Glaubst du mir jetzt dass ich eigentlich deine Tochter bin..?" - sie nickte stillschweigend und konnte es nicht begreifen. Ebenso wenig wie ich. "Wie wollen wir das dem Staat erklären..? Überall stehst du als weiblich drin.." - "Ist doch jetzt erstmal egal, man.. ich bzw. wir müssen das erstmal begreifen was hier gerade passiert". Sie umarmte mich jetzt auch. "Ich.. verstehe nicht.. wie.. wie kann sowas sein..?" - Man erkannte zwar dass ich nun ein Kerl war aber noch schwer wegen der langen haare und dem Gewicht das ich beibehielt, leider. Nun war vieles zu ändern. Mein Wunsch war es ein Mann zu sein. Nun muss ich auch meinen Sold erfüllen von dem ich träumte. Ich verstand nicht warum mir das jetzt erfüllt wurde von oben. Einfach so. Ich betete ja nichtmal wirklich drum, da ich das nie erwartete hätte. Aufjedenfall war es jetzt, auch wenn ich es vorhin schon wusste, Beweiß genug dass er existierte. "Oh.. mein Kind.. was machen wir denn jetzt..?", fragte meine Mutter und nannte mich bewusst nicht mehr bei meinem Mädchennamen. Ich ließ von ihr ab und lächelte etwas: "Zuallerst brauch' ich n neuen Namen". Sie schnupfte etwas, aber erholte sich schon wieder leicht vom Schock. "Und.. der wäre?" Jetzt lächelte ich über's ganze Gesicht hinweg & sagte zwinkernd: "Jesse".
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Ein neues Leben // The other side
Teen FictionHier geht es um ein Mädchen welches über die Nacht ein Wunder erlebten durfte.
