Prolog

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„Hey Kookie, aufstehen. Wir müssen früh los", weckte mich die Stimme von meinem Bandkollegen. Träge öffnete ich meine Augen und sah zu Jin, der neben meinem Bett stand und mahnend auf mich herabsah, „Wehe du schläfst wieder ein."

Genervt drehte ich mich auf den Rücken und stöhnte auf, „Was will der Manager denn so früh von uns? An unserem freien Tag kann er uns ruhig mal ausschlafen lassen."

„Er hat etwas wichtiges mit uns zu besprechen", erklärte Jin jetzt mit einem milderen Gesichtsausdruck.

„Er hätte aber schon mal sagen können, um was es genau geht."

„Er sagte es ist wichtig und gut ist. Jetzt steh auf."

Mir wurde die Bettdecke weggerissen und ich spürte den kühlen Luftzug. Jetzt hatte es eh keinen Sinn mehr weiter schlafen zu wollen. Mit einer mega schlechten Laune stieg ich aus dem Bett, ignorierte Jin, der immer noch in meinem Zimmer stand und ging ins Badezimmer, um mich fertig zu machen.

Eine viertel Stunde später saß ich auch schon am Essenstisch. Jin hatte uns ein üppiges Frühstück zubereitet, wofür ich ihm wirklich dankbar war. Es gab nicht in jeder Band ein Mitglied, das sich so um seine Member kümmerte, wie Jin das tat. Er war fast schon wie eine zweite Mutter für uns. Schon öfter hat er gesagt, dass er sich auch manchmal so fühle.

Gähnend kam Suga rein und setzte sich neben mich, „Morgen."

„Guten Morgen", grüßte Jin und leistete uns Gesellschaft am Tisch.

„Wann müssen wir beim Manager sein?", fragte Yoongi knapp und füllte sich reichlich Essen auf seinen Teller.

„Für neun Uhr hat er uns zu sich gebeten", antwortete Jin und sorgte dafür, dass ich auch ja genug auf meinen eigenen Teller packte. Wenn es darum ging, immer genügend zu Essen und vor allem regelmäßig, war Jin wie ein Detektiv. Er wusste sofort, wenn man mal eine Mahlzeit ausgelassen hatte. Und dann bekam man erst einmal eine Moralpredigt von ihm, was alles passieren kann, wenn man nicht normal isst. Ich nickte das dann immer nur ab, hörte aber nicht mehr wirklich zu. Schließlich hatte ich diesen Vortrag schon so oft mit anhören müssen, dass ich ihn schon auswendig kannte.

Ich sah auf die Uhr auf meinem Handy. Viertel nach acht. Schockiert sah ich zu Jin, „Warum hast du uns dann schon so früh geweckt?"

Auch Yoongi sah von seinem Teller auf, als Jin seufzte. „Damit ihr euer Essen nicht schon wieder so runterschlingt, wie sonst jeden Tag."

„Wir haben halt nicht so viel Zeit dafür", sagte Suga und kaute wieder seinen Reis.

Jetzt tat sich auch der Bandälteste etwas auf seinen Teller und begann zu essen. Innerlich grinsend sah ich die beiden an.

Genau so könnte es noch Jahre weiter gehen. Ich fand, dass wir mit zu den besten POP-Bands in Korea gehörten. Auch wenn wir nur zu dritt waren. Wir hatten uns durchgeschlagen, wie verrückt trainiert und doch immer unseren Spaß an der ganzen Sache behalten. Und jetzt waren wir berühmt. Tausende Menschen kannten uns, unsere Lieder und liebten sie.

Sonyeondan Boys.

Den Namen hatten sie unserer Band gegeben. Als ich ihn das erste Mal gehört hatte, konnte ich diesem nicht viel abgewinnen, aber jetzt fand ich, dass er ganz gut zu uns passte. Und auch wir als Gruppe harmonierten super zusammen. Was wollte man in seinen jungen Jahren mehr? Ich war 19 Jahre alt und hatte eine 1a Karriere hingelegt und sie ging noch weiter.

Grinsend aß ich meinen Teller leer.

„Esst auf", befahl Jin und sah auf den Reis, der in einer Schale mitten auf dem Tisch stand.

Sans Souci - Ohne Sorgen? // JikookHistorias para obsesionarse. Descúbrelo ahora