Prolog

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Der Donner grollte und ließ grelle Blitze über den Himmel zucken. Wütend lief ein Weiser Mann, in weiße Kleidung gewandt und einem Efeu benetzten Kranz auf dem Kopf, durch den großen überfüllten, goldverzierten Ballsaal.
Aufgebracht schlug er seinen Goldenen Stab, verziert mit Diamanten und vereinzelten Efeuranken auf den Boden und brachte die Answesenden zum erzittern.

"Her bringen sollt ihr ihn mir! Er wird die Konsequenzen tragen müssen!!!"
Die geladene Stimme hallte durch den ganzen Saal.

"Vater, ich bitte dich. Hab Erbarmen mit ihm. Er ist doch noch beinahe ein Kind." Ein junger Mann mit goldenen Locken kniete vor dem Weisen nieder, der ihn jedoch mit einer ausladenden Bewegung zur Seite befahl.

Mit einem lauten Krächzen öffneten sich die riesigen, vergoldeten Tore und zwei bewaffnete Männer in einem engen Anzug, der einer Uniform oder Rüstung ähnelte, führten einen jungen Mann, mit blondem, beinahe weißem Haar in den Saal. Der junge Mann war belohnt mit einer unfassbaren Schönheit, sodass ihm jeder verfallen könnte, der zu lange ein Auge auf ihn warf.

Grob schubsten ihn die Männer ein paar Stufen einer Empore hinauf, wo er schließlich vor dem mächtigen Mann nieder Knien musste.
Ängstlich blickte er zu ihm auf. Der kalte Blick des Weisen Mannes durchbohrte den Jungen förmlich.

"Sohn, sprich."presste er eisig hervor und stieß den Stab auf den Boden, sodass der Boden zu beben begann.
Tränen glitzerten in den Augen des Mannes, der einem Gemälde entsprungen sein könnte. Er faltete seine Hände und sah bettelnd die Empore hinauf:"Vater, ich bitte dich um Verzeihung. Ich weiß ich habe einen Fehler begangen, doch ich werde mich bessern und-"

"Genug!",abweisend hob der ältere seine Hand,"Wie oft habe ich dich vorgewarnt? Wie oft habe ich dich bestrafen lassen, damit du deine Lektion lernst?"
"V-Vater..."flehend kroch der schöne auf Knien dem Mann mit Einfluss entgegen.
"Du spieltest erneut mit dem Feuer. Wenn dich das unbekannte so zu faszinieren scheint, so sollst du von Dannen gehen."
"Aber Vater-"begann der Junge mit den goldenen Locken, doch verstummte, als sein Vater bedrohlich die Hand hob.

Dem Schönling rannen unentwegt Tränen über das makellose Gesicht.
Immer und immer wieder flehte er um Vergebung, doch es schien aussichtslos.
Der Mann mit der kalten, unantastbar mächtigen Persönlichkeit erhob sich aus seinem Thronartigen Stuhl und lief dem unterlegenen entgegen, der flehend vor ihm kniete und um Gnade bat. Mit einer ruckartigen Bewegung seiner Hand, indem er sie zu einer Faust ballte, verstummte der Schöne. Angst erfüllt riss er die Augen auf. Er wusste es war zu spät. Zu spät für ihn. Die Wachen traten vor, packten ihn grob an den Armen und zogen ihn auf die Beine, wobei dem Jungen ein leises Wimmern entglitt. Ein unruhiges Wispern ging durch den gefüllten Ballsaal. Alle starrten gespannt auf das Spektakel, dass sich vor ihnen abspielte.

Der mächtige Mann erhob seinen Stab in die Luft und schloss einen Moment seine Augen. Wie von Zauberhand begann der Schönling zu schweben. Panisch blickte er um sich. Ein herzzerreißender Schrei entglitt seinen perfekten pinken Lippen, als eine unbekannte unwahrscheinlich starke Macht an seinem Körper zu reißen begann. Unerträgliche Schmerzen breiteten sich in seinem Körper aus, weshalb er sich unaufhörlich wandte und um Gnade schrie.

"Hör zu Sohn. Wer mein Vertrauen und meine Anweisungen missachtet, muss bestraft werden. Nur weil du mein eigen Fleisch und Blut bist, heißt das nicht, dass ich dich anders als den Rest von uns behandeln werde. Lebe mit den Konsequenzen." Er wirbelte den Stab ein paar mal um seine eigene Achse, ehe ein grünliches Licht aus einem der Diamanten trat und ein Loch in die Luft riss. Ein unheimliches Zischen und Wispern war aus dem inneren wahr zu nehmen. Was auch immer dahinter war, es lag auf der Lauer und wartete nur darauf jemanden zu verschlingen.

Noch immer von unerträglichen Schmerzen geplagt, schrie der Jüngling. Er spürte wie ihm, wie durch Henkersschneide seinem Körper etwas genommen wurde. Eine warme Flüssigkeit lief ihm den Rücken hinab und verfärbte das Gewand. Er schrie unaufhörlich. Von Schmerzen geplagt. Der Weise Mann nickte den Wachen entschlossen zu, die den Schönling ergriffen und dem Portal entgegen schoben.
Der Schönling hatte jegliche Kraft verloren und hing nur noch in den groben Griffen der Wachen. Er strahlte eine unheimliche Traurigkeit aus, die jeder in diesem Raum zu spüren bekam. Das Portal flimmerte und gab immer wieder ein angsteinflößendes Zischen von sich.

Mit einem heftigen Stoß, warfen die Wachen den Schönling ins Portal, dass ihn mit einem lauten Donnerschlag verschluckte und verpuffte, als wäre es nie dagewesen.

Fallen *Yoonmin*Stories to obsess over. Discover now