Prolog.

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Ein eisiger Windzug. Dunkelheit. Kälte.

Ein kleiner Junge, zusammengekauert auf knarzendem Holzboden, in eine Ecke gedrängt, von deren Wänden der Putz bereits abfiel. Sein Gesicht war in seinen Händen vergraben, als er leise schluchzte. Schmerz, Einsamkeit. Leere und pure Verzweiflung. Ein Außenstehender könnte ihm das Grauen ablesen, doch könnte er es nicht erahnen. Zu viel war es, das in dem Jungen vor sich ging. Zu sehr hatte ihn die Dunkelheit verschlungen, zu sehr hatte sie lange an ihm gekaut und gezerrt, bis seine Seele in Stücke geteilt war und es ein leichtes für diese Trübheit war, das freudige und lebendige Glänzen in seinen Augen auszulöschen.

Der Wind wehte stärker, jaulte um die Ohren des Kindes, als sich der Ton mit dem Weinen vermischte, Ein grausiges Krächzen und ein schriller Schrei entstanden. Ein Ruf des inneren Schmerzes, wie der Schrei von Eltern, wenn sie von dem verdorbenen Leben ihrer Kinder erfahren, wenn sie die Verzweiflung und Sorge einnimmt, doch dennoch der Tadel zuvortritt, gemischt mit einem besserwisserischem, hochgestochenem Kopfheben.

Seine nackten Zehen zog er an sich, die kalten Füße blass und bläulich verfärbt, als würden sie die Treue und Phantasie, die Erkenntnis, Wahrheit, aber vorallem die Sehnsucht, die ihn so sehr beherrschte, symbolisieren. Er hob den Kopf. Große, ängstliche und von vor Tränen, die ihm die Sicht wie ein schwindeliger Schleier verirrten, schimmernde Augen starrten vor sich. Dunkelheit. Schwärze.

"alles gut Jeongguk. Du musst keine Angst haben, ich helfe dir. komm", war zu hören, worauf der Kopf des Jungen weiter hoch schnellte, er ihn panisch schüttelte. Der dunkle Schatten kam näher, streckte die Hand nach dem Kleinen aus, doch er wich zurück, zitterte.

Ein weiteres Jaulen war zu hören, dazu ein rauschen. "Ich sagte, du musst keine Angst haben! Ich helfe dir!", kreischte die Stimme nun lauter, hallte in seinem Kopf wider und ließ ihm sich die Hände auf die Ohren drücken. "Geh weg!", heulte der Junge, "lass mich alleine! Ich kann nicht gehen!" Das Rauschen wurde schriller, nahm hohe Töne an, die Gesang ähnelten, dennoch gänzlich unterschiedlich waren, eine wunderschöne Melodie, doch gefährlich und mit tiefem Bass, der die hohen Töne verschluckte, bis sich aus dem Geräusch ein Lachen heraus zog. "Ich soll also gehen? Dich alleine lassen?! Du willst hier bleiben?!", schrie der Schatten nun, immer lauter werdend, hysterisch lachend, "schön! bleib hier, du undankbares Kind!"

Jeongguk wurde eiskalt, der Wind um ihm herum wurde stärker, ließ seine rabenschwarzen Haare aufwehen. Das Jaulen wurde unerträglich, der Junge schrie, schrie, dass er doch nichts falsch gemacht hatte, doch übertönte das Lachen seine Stimme, als es abrupt still wurde, Jeongguks Schreie alleine zurück blieben, sie alleine das Zeichen in dieser sonstigen Ruhe waren, dass ganz und garnicht alles vorbei war. er selbst konnte erst verstummen, als sein Gesicht gegriffen wurde, der Junge ängstlich und von seinem Zittern erschüttert die Augen öffnete.

Er sah direkt durch den Schatten hindurch, direkt in das dunkle Grinsen dessen, direkt in die leeren Augen, als er ihm näher kam. "Hier bleiben willst du. Hier? Ich soll dich alleine lassen?", hauchte ihm das Dunkel zu, seine Stimme verzerrt, doch tief, sanfter, "ich werde dich alleine lassen. Ganz alleine. Aber werde ich wirklich weg sein?"

Das Grinsen wurde breiter, Jeongguk wollte zurück weichen, einzelne Tränen seine dunklen Augen verlassen, doch konnte er nicht. "Du bleibst hier", hörte er wieder, als sich die verschwommene Hand auf die Wange des Jungen legte, ihm die Haare zurück strich, "Du bleibst hier. Und du wirst niemals gehen."

Jeongguks Augen weiteten sich, Der Schatten lachte jedoch nur wieder leise, als er ihm noch näher kam. Nah. Zu nah. So nah, bis die windige Gestalt seine Lippen auf die Jeongguks legte, in seine Lippen biss und ihn zu einem intensiven Kuss zwang. Der Junge wollte sich wehren, panisch davon kommen, als der Wind um ihn wehte, zurück kam. verstärkt, laut und johlend, seinen Namen schreiend. Die Dunkelheit hauchte ihm Nebel in die Lunge, füllte ihn mit Rauch, sodass bald Qualm aus Jeongguks Nase kam, aus seiner Nase, seinen Ohren, sowie seinen Augen, die höllisch brannten. Ihn durchfuhr eisige Kälte, der Ton unerträglich laut für das zitternde Kind, als es nachgab. Die Dunkelheit lachte, als sich die kalten Hände lösten, der Schatten sich zurück zog und dabei Jeongguk nach diesem eiskalten Kuss den Atem nahm, das Kind zu Boden fiel.

"Du wolltest hier bleiben, mein Kind. Du wirst hier bleiben. Ich werde dich alleine lassen. Doch werde ich gehen?"

Der Wind ließ nach, der Schatten verschwand. Zurück blieb der kleine Junge, weiß wie der Schnee, blaue Lippen, blaue Fingerspitzen, leblose Augen.

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hey. willkommen bei dieser neuen Story. Wann sie veröffentlicht wird, weiß ich noch nicht klar, aber vielleicht habe ich euer Interesse ja schonmal geweckt. ^^

thanks for reading! :)

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