Prolog | Boundless

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Sie fühlte sich leer, wie schon seit langem, doch diesmal war es schlimmer.

Es war wieder einer dieser Tage, die gut zum Sterben waren, es stürmte und regnete stark, auch wenn das Gewitter langsam abzog, blieb der Regen beständig. Und auch das Gefühl von einem schwarzen Loch in ihr, dass sie nicht zu stopfen vermag. Die junge  Frau sah keinen Ausweg mehr für sich, sie war ein Nichts in einer schrecklichen Welt die sich nicht ändern lies.
Wie von einer unsichtbaren Macht gesteuert begannen sich ihre Beine zu, bewegen. Immer weiter Richtung Meer und somit immer näher zu ihrem eigenen Ende.

Die Rubine an ihrem Mantel verloren langsam das funkeln in ihnen, dieses schöne Schimmern glitt davon. Immer dunkler wurden sie, als würden sie versuchen sich der Stimmung anzupassen. Einen Moment nur blieb sie stehen wog ihre Chancen ab, die Hoffnung in ihr doch dort war nichts mehr, es gab nichts, was sie abhielt, jetzt diesen grausamen Ort zu verlassen. Sie liebte nichts auf dieser Welt und sie hatte nichts auf dieser Erde.

Mutig, verzweifelt aber auch etwas zögernd trat sie weiter. Bis zu dieser einen stelle, wo das kalte Wasser ihre Füße zum ersten Mal berührten. Angst und Anspannung durchfuhr sie.

'Es ist soweit! Zeit es endlich zu tun', dachte sie sich verbissen.

Fast schon absurd Elegant schritt sie weiter ins Wasser während der Regen hinab prasselte und das Meer in Unruhe versetzte.
Die Wellen schlugen kräftig, fest und unnachgiebig gegen ihre Brust fast bis zum Hals.
Die Depression zwang sie weiter zu machen, einen Schritt weiter zu gehen doch der nächste Schritt könnte auch der Letzte sein. Unvorbereitet riss es sie von den Beinen, es ging alles viel zu schnell, als das Sie noch hätte reagieren können.

Ihre Gefühle brachten wie die Wellen auf sie herein, die Verzweiflung drückte sie fast tiefer als die Wellen es taten. Sofort war ihr Mut wie weggeblasen es entbrannte ein Kampf in ihr, wie wild versuchte sie sich selbst vor dem Ertrinken zu retten. Schnappte nach Luft doch schluckte mehr Wasser als Sauerstoff, diesen Kampf würde sie verlieren, da war sie sich sicher.

Hier endete ihre Depression, vielleicht war es besser so, aber das war es niemals. So durfte ihr junges Leben nicht enden. Es war zu früh um abzutreten, zu früh zum Versagen und zu früh um ohne jemals gelebt zu haben zu sterben. Nicht mal schreien konnte sie, obwohl sie es selbst auch nicht wollte, es wäre feige obwohl es dumm war jetzt noch über Feigheit nachzudenken.

'Es wird keiner kommen, ich bin erlöst es ist aus', flog es in den letzten Sekunden ihres Bewusstseins durch ihren Kopf.

Danach wurde alles vor ihren Seelenspiegeln verschwommen - schwarz. Das Ende war so nah und die kalten Hände des Todes griffen nach ihrer gebrochenen Seele, sie spürte den kalten Atem der dunklen Gestalt...

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Zwischen den Wellen, mitgenommen von der dunklen Kälte der Natur, sah man bloß rotes Haar im Wasser untergehen.

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⏰ Last updated: Sep 17, 2018 ⏰

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