Die Kälte - Kapitel 1

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Ich lief in Eile durch die Korridore der Schule und bog ab zur Mädchen Toilette, ich hatte mich am Finger verletzt und fluchte verärgert, für eine Achtzehnjährige war ich viel zu unvorsichtig.Ich zog die Papier Tücher hastig vom Spender und wischte sie mir über den kleinen, aber doch stark blutenden Schnitt:"So eine Scheisse aber auch!"fluchte ich verärgert und wickelte die Papier Tücher eher ungeschickt um meinen immer stärker blutenden Finger.Meine Freundin Aynaka Amasuke schritt auf mich zu:"Hey Bara alles in Ordnung? Du bist so blass."Ich nickte:"Ja alles bestens, mach dir keine Sorgen."Aynaka strich mir durch mein Nussbraunes, langes, welliges Haar und lächelte mich an:"Du musst vorsichtiger sein, wenn du mit einem Messer hantierst."mahnte sie mich mütterlich, ich fuhr sie an:"Ja Mama, glaubst du etwa ich mach das mit Absicht, verschwinde! Du störst."Aynaka sah mir direkt in die Augen, lächelte schwach drehte sich um und verließ die Mädchentoilette. Ich seufzte genervt und fuhr mir durch meine dunkle, Nussbraune Haarpracht die mir bis zum Po hinunter hing. Ich wusste selbst, dass es nicht fair war sie so anzufahren, aber ihre mütterliche Art war manchmal einfach lästig .Ich würde mich später bei ihr entschuldigen. Ich verließ die Mädchen Toilette und griff nach meinem Schulrucksack um mich eilig  auf den Weg zum Schulbus zu begeben, hoffentlich waren da keine dummen, notgeilen Jungs die wieder vergeblich versuchten, mich zu einem Date zu überreden. Ich hatte kein Interesse an einer Beziehung mit diesen Idioten meiner Schule, sie waren noch viel zu kindisch und verweichlicht als dass man sie als junge Männer bezeichnen konnte, Kindergartenkinder war da schon zutreffender. Ich hoffte nur, dass Aynaka mir nicht allzu böse war und mich neben sich sitzen ließ oder dass sie mir zumindest einen Sitzplatz aufgehoben bzw. reserviert hatte. Schnaubend stieg ich in den Bus und sah auch schon Aynaka die mir tatsächlich einen Sitzplatz freigehalten hatte:"Darf ich, sorry wegen vorhin aber der Schnitt brannte so fürchterlich, da wurde ich wütend und du hast es dann eben abbekommen, ich weiß, dass es nicht fair war, sorry nochmals."meinte ich und lächelte entschuldigend. Aynaka winkte ab:"Ach schon vergessen, mach dir nichts draus."Aynaka errötete, ich sah sie verwirrt an, bis mir auffiel, dass Aiko eingestiegen war, der Junge mit den grässlich grüngefärbtem Haar in den Aynaka schon so lange Zeit  verliebt war, seit der dritten Klasse um genau zu sein:"Sag's ihm doch endlich mal, das kann ja nicht sein, dass man so schüchtern ist, soll ich für dich fragen?"Aynaka schüttelte entschieden den Kopf, doch ich stand auf ging auf Aiko zu und fragte ihn ob er sich nicht zu uns setzen wolle, zu meiner Überraschung meinte er lächelnd:"Ich dachte schon, du fragst nie!"Er stand auf und setzte sich zu Aynakas linken, ich hatte Mühe mein Grinsen zu verbergen, Aiko zückte eine Lilie räusperte sich und gab sie Aynaka:"Für dich, ich dachte du magst sie und außerdem passt sie wunderbar zu deinen hübschen Augen."Aynaka wurde noch röter und strich sich nervös eine hervorgefallene Strähne aus dem Gesicht:"Danke, wie nett von dir."Plötzlich wie aus dem nichts, wurde es stockfinster und mir wurde kalt, es war eine ungewöhnliche Kälte, so bedrohlich, ich schauderte vor Angst:"Spürt ihr das auch? Warum ist es dunkel? Hilfe!"rief ich, Aiko antwortete gelassen:"Der Bus ist schon alt, was willst du da, allerdings ist die Kälte doch krass anders, das ist nicht nur kalt man fühlt sich so unwohl und schwach, findet ihr nicht?"murmelte er. Aynaka nutzte die Gelegenheit und dramatisierte das alles ein wenig um sich an Aiko zu kuscheln:"Ich habe Angst!"das war allerdings nicht gelogen, sie hatte wirklich Angst, das war in ihrer Stimme deutlich zu hören, doch dass sie sich an Aiko klammerte war schon ein bisschen arg übertrieben.Aiko nahms gelassen:"Schon okay, ich pass auf euch beide und ganz besonders auf dich auf, also keine Sorge. Gut, dass ich heute morgen noch geduscht habe, was?"meinte Aiko lachend. Ich seuftze genervt, wollte ich doch endlich nach Hause, Aiko kramte in seinem Rucksack und gab uns zwei Himmbeerlollies, ich nahm ihn dankend an und leckte ihn auch schon:"Hmmm, die sind gut, sind die neu, ich habe die noch nirgendwo gesehen?"Aiko lächelte:"Ja eine neue Rezeptur von meinem Vater, ihr wisst ja, sein Süßigkeitenladen, wir bekommen übrigens zwei neue Machinen und fünf neue Formen."Aynaka klang interessiert, während ich eher gelangweilt nuschelte:"Cool, wie schön für dich und deinen Vater."Aiko sah mich verunsichert an:"Nerve ich dich, soll ich wieder gehen?" Aynaka warf mir einen bitterbösen Blick zu und ich schüttelte hastig den Kopf:"Nein entschuldige, heute ist einfach nicht mein Tag das ist alles."Aiko nickte:"Schon gut.Geht ja jedem mal so, dass er nen schlechten Tag hat, was?"Aynaka nickte:"Ja da hast du recht, kann ich deine Handynr haben, das wäre echt nett."Aiko grinste breit:"Ja klar warum denn nicht, du auch?"Ich nickte:"Ja von mir aus gern."Im Bus wurde es derweil immer kälter bis wir alle drei froren. Ich rieb mir die Hände um mich warm zu halten und hauchte auch in diese."Wenn es noch weiter so abkühlt, bin ich morgen krank!"beschwerte ich mich grummelnd und seuftzte genervt:"Morgen nehme ich mir Handschuhe mit, nur für alle Fälle."

Warum war es nur so kalt? 

The Reaper Who Fell In LoveStories to obsess over. Discover now