1.Mark (4 Wochen vorher)

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Erster Tag in der 10. Ich zieh meine graue Jogginghose mit einem schwarzen T-shirt und grauem Pulli an. „Mark! Wir müssen doch jetzt los!", klar mein kleiner Bruder darf seit Anfang des Schuljahres endlich mit mir zusammen mit dem Rad zur Schule fahren. Eigentlich habe ich gar keine Lust... Unten gibt meine Mutter Jack einen Kuss, bei mir sagt sie nur „Viel Spaß" Ich verdrehe die Augen. „Komm jetzt" Quengelt Jack und schiebt mich Richtung Tür.

Auf dem Weg trifft Jack ein paar Freunde aus seiner Klasse. „Hey Jack!" „ Jo, Leute was geht?", das er in der 4.Klasse schon so redet.. Wir sind stehen geblieben, obwohl ich eigentlich ganz gerne weiter fahren würde. Jack steigt von seinem Rad ab und klatscht die anderen ab. „Jack", fange ich an, er dreht sich um „ ich fahre schon mal. Das letzte Stück schaffst du ja bestimmt auch alleine." Er verdreht die Augen, nickt kurz und lacht dann über einen Witz von seinem Freund. Ich fahre los, richtung Schule. Da sehe ich Tom auf der anderen Straßenseite und winke ihm zu. Er winkt zurück und kommt rüber. „ Hi, lange nicht gesehen bro.", Haha wir reden genau so wie mein kleiner Bruder. „Jo" antworte ich und wir machen unseren Handschlag. Einmal rechts, einmal links, Faust oben, Faust unten, nicken, Faust komplett, zurück ziehen, Schulter schlag, Bauchklatscher. Danach laufen wir Richtung Schule. „Alter, du musst unbedingt mal Wasserski fahren, das macht so fun!", erzählt er höchst begeistert. „Haha, hast dich bestimmt erst mal richtig gemault." ,antworte ich und lache bei der Vorstellung wie Tom so richtig ins Wasser klatscht. „ Haha, ne ich war Naturtalent." lacht er und guckt mich gespielt verärgert an.Ich pruste los und wir brechen in einen Lachanfall aus.

Als wir endlich bei unserem Klassenraum sind, sind schon fast alle da. Alle sitzen in Grüppchen zusammen und erzählen sich ihre tollen Feriengeschichten. In der letzten reihe entdecke ich Charlet, die offensichtlich eine sehr lustige Geschichte von Alina hört. Sie lacht, aber irgendwas an ihrem Lachen hat sich verändert. Es ist nicht mehr ganz so laut und ehrlich wie es war. Oder bilde ich mir das nur ein? Mit einem mal fällt mir auf wie sehr ich sie vermisst habe. „Hey, Breitling! Du musst dir unbedingt Alinas Story über ihre Katze anhören!", kommt Charlet zu mir. Und meine Gedanken unterbrechen. Ich lächle sie an und laufe mit ihr zu den Mädchen. Dort quetsche ich mich mit Charlet auf einen Stuhl. Ich pieke sie in die Seite. „ Aua, bist du jetzt wieder im Stechmode?", fragt sie." Bin ich doch immer." antworte ich und pieke sie nochmal. Frau Reyers scharfe Stimme unterbricht uns: „Hrm Hrm. Wenn sich dann jetzt alle hinsetzten würden. Ich weiß ihr habt euch viel zu erzählen, aber dafür sind die Pausen da." Charlet und ich gehen zu unserem Tisch und setzten uns schweigend hin.


R.I.P.Where stories live. Discover now