Charper 1

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[Es können Tipp-,Grammatik und Rechtschreibfehler enthalten sein! Bitte darüber noch hinweg sehen, oder bis auf die Überarbeitung warten! Wem Fehler auffalen, bitte ich darum auf diese aufmerksam zu machen. Dankeschön und nun viel Spaß!]

Chelsey Jenkins

»Miau« schon seit fünf Minuten werde ich von Kaffee angestarrt. Dieser Kater ist anhänglicher als ein Hund und verlangt nach Streicheleinheiten, als würden sie ihn am Leben erhalten. »Lass mich doch wenigstens meine Zähne putzen!« motze ich ihn an und gleich darauf findet die Zahnbürste wieder ihren Weg in meinem Mund.

Ich habe mir mein Leben in meiner eigenen Wohnung spannender vorgestellt, aber nun stehe ich in meinem Bad, putze meine Zähne, werde von meiner Katze angestarrt und mein Leben zieht scheinbar an mir vorbei. Doch wann ist es dazu gekommen? Früher war ich auch ein aktives junges Mädchen. Doch seit ich aus der Schule draußen bin, habe ich mich verändert.

Meine Freunde sehe ich nur, wenn sie mich zu einem Treffen nötigen, oder mich in dem kleinen Café besuchen kommen, in welchen ich arbeite. Müsste das Leben von einer einundzwanzig jährigen Frau nicht anders aussehen? Müsste ich nicht eigentlich jeden Abend feiern gehen, mit Männern flirten und heiße Nächte erleben? Statt die Partymaus zu sein, bin ich die langweilige Jungfer. Ich bekomme ja schon Angstzustände, wenn mich ein Mann nur anspricht und es sind mir schon einige peinliche Aktionen im Café unterlaufen, wenn ich jetzt lieber nicht ansprechen möchte.

Ein komisches Gefühl durchfährt meinen Körper, als die raue Katzenzunge von Kaffee über mein Fußgelenk gleitet. Gleich darauf bildet sich eine Gänsehaut an der Stelle. »Gott Katze! –Du machst mich verrückt!« stöhne ich auf und wasche mir meine Mundhöhle aus, um mich von dem übertrieben minzigen Geschmack zu befreien.

Ich mochte den schon als Kind nicht, aber man muss ja schließlich seine Zähne putzen.

Ich stecke meine Zahnbürste wieder in den Becher und greife danach nach der Haarbürste. Vielleicht sollte ich meine Haare abschneiden lassen, um Veränderung in mein Leben zu bringen. Doch würde mich meine Mutter bei dem nächsten Treffen umbringen, wenn sie sehen würde, dass ich mein Hüftlanges Haar abschneiden ließ.

Sobald mein dunkelblondes, glattes Haar von Knoten befreit ist, lege ich die Bürste wieder weg und hebe stattdessen Kaffee vom Boden auf. Sofort beginnt dieser zu schnurren. Kaffee habe ich zu meinem zwölften Geburtstag bekommen und seitdem begleitet er mich treu durchs Leben. Vielleicht habe ich auch durch seinen Namen eine Abneigung gegen Kaffee bekommen. Ich kann dieses koffeinhaltige Getränk einfach nicht ausstehen.

Ich habe dann immer ein Bild von Kaffee in meinem Kopf und bilde mir ein, dass es das Blut von meinem Kater wäre, was ich da trinken möchte. Schon zwei Mal ist der Kaffee von meinem Mund auf den Tisch gelandet. Wenigstens gestalten diese peinlichen Momente mein Leben ein wenig interessant. Zusammen mit Kaffee auf meinem Arm begebe ich mich zurück in mein Schlafzimmer. Ich lege den orangenen Kater auf mein Bett und suche dann ein Outfit aus meinen Schrank.

Ich habe noch zwanzig Minuten, dann muss ich spätestens meine Wohnung verlassen, um den Bus zu schaffen. Ich schnappe mir eine schwarze Skinny Jeans, ein weißes Shirt und dann schlüpfe ich auch schon aus meinen Schlafsachen.

Seit zwei Jahren lebe ich nun schon in meine eigenen vier Wände und nie ist etwas passiert, kein Wasserrohrbruch, oder ein Brant in der Nachtbarschaft –nichts. Mein Leben ist doch wirklich eintönig. Sobald ich meine heutige Auswahl angezogen habe, setze ich mich noch für ein paar Minuten zu Kaffee und kraule diesen am Nacken. Wieder zeigt er mir mit einem Schnurren, dass ihm diese Streicheleinheiten gut tun.

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⏰ Last updated: Jul 27, 2017 ⏰

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