*Ding Dong*
„Sam!", rief ich, damit sie die Tür öffnete.
*Ding Dong*
„SAAAAAAAAAM! OPEN THE FUCKING DOOR!", schrie ich.
Keine Antwort.
Ach, wie ich es hasste. Es war bestimmt bloß einer der Mitarbeiter. Wenn die nur auch mal ihren Job richtig machen könnten. Aber nein. In diesem Haus schaffte man es nicht einmal, die Türe zu öffnen.
„SAAAAAAAAAM!", versuchte ich es ein letztes Mal.
Wütend stand ich auf und stapfte lustlos herunter.
Ich verzog meine Miene und riss die Türe auf.
Es war Mrs Brooks und... ein kleines Mädchen. Sie hatte ein rosanes Kleid und rosane Ballerinas an. Die Kleine war so wunderschön und einfach nur zuckersüß. Sie hatte blaue Augen und gelockte hellbraune Haare.
„Who's that?", fragte ich verwirrt.
„My granddaughter. I know that it's really mistaken to bring her with me and I really... could understand if you would say no but you have to know that I had no choice, sir. Her mother is... out of town and I didnt know what to do.", stammelte sie leise und starrte wie immer bloß auf den Boden.
Ich schluckte.
„No, it's okay. Really.", sagte ich.
„Thank you so much. I promise that you won't even notice her presence. I'll start immediately to work.", sagte sie und machte einen Schritt nach vorne.
Ich wollte sie etwas fragen und hatte um ehrlich zu sein, verdammte Angst vor der Antwort. Aber ich musste es sie einfach fragen.
„Wait. You said this was your granddaughter. Is she... Roses daughter?", fragte ich beiläufig.
Sie war wohl etwas schockiert, da ich mit den Angestellten hier normalerweise nicht mal ein Wort wechselte.
„N-no. This is Marys daughter."
Marys Tochter. Marys Tochter.
Marys Tochter?!
Ouch. Es war wie ein Messerstich in mein Herz.
Da hatte ich sie. Meine Antwort.
Es war genau die Antwort, vor der ich die ganze Zeit Angst hatte.
Es war tatsächlich ihr Kind. Irgendwie tat diese Tatsache weh. Die Vorstellung, dass jemand anderes sie angefasst hatte widerte mich an. Aber vor allem spürte ich Stiche in meinem Herz wenn ich daran dachte, welch ein perfektes Bilderbuchleben sie gerade wohl führte. Aber sie hatte es verdient. Ich hatte das einzig Richtige getan.
„What's her name?", fragte ich.
„Darcy. My name is Darcy.", ertönte die piepsige Stimme des kleinen Mädchens.
Darcy.
Sie hatte sie Darcy genannt.
Sie hat dich nicht vergessen, Styles. Jeden Tag, wenn sie in die Augen ihrer Tochter sah und ihren Namen sagte, dachte sie an dich. Sie hatte dich nicht vergessen. Sie würde dich niemals vergessen können.
Aber trotzdem tat es weh.
Ich ging in die Knie und sah in Darcys Augen. Sie sah ihr so ähnlich.
„Hello Darcy. Nice to meet you, little girl. I'm Harry.", sagte ich und stupste ihre Nase.
Sie fing an zu Lächeln. Ihr Lächeln. Es war genau so wie das Lächeln ihrer Mutter. Darcy war ihr einfach wie aus dem Gesicht geschnitten.
„Harry? That name is really weird. Reminds me of Harry Potter.", sagte sie und kicherte.
„You know Harry Potter?", fragte ich grinsend.
„Yes. Mommy always reads me a bit before I go to bed."
Das war so typisch Mary. Sie las ihrer vierjährigen Tochter ernsthaft Harry Potter vor.
Irgendwie brachte das mich zum lachen.
„Shall I tell you something?", sagte ich leise.
„Yesssssss!", rief sie begeistert.
„My friends sometimes call me 'Hazza'. But I really hate this name.", flüsterte ich ihr ins Ohr.
Ihr Lachen verzog sich zu einem frechen Grinsen.
„Well Hazza, when I grow up, I'll marry a prince and then I'll live in a big castle, just like you... DEAR HAZZA.", sagte sie grinsend.
„And shall I tell you again something?", fragte ich.
Sie nickte begeistert.
„Can you see this room? Right there, look. In this room are all kinds of dolls someone could ever imagine."
Ihre Augen funkelten.
„Can I go in there? Please pleaaaaaase!", kreischte sie.
„No, Darcy.", mischte sich Mrs Brooks wieder ein.
„Yes, you can.", sagte ich lächelnd.
„But Hazza? Why do you have dolls in your castle?", fragte sie leicht verwirrt.
„Well, lets say... little Haz loved dolls. Earlier. Now I grew up. I'm a man now.", sagte ich grinsend.
Sie fing wieder an zu grinsen und stürmte auf den Raum zu.
Als ich sicher gestellt hatte, dass sie nicht mehr in der Nähe war, wandte ich mich wieder an Mrs Brooks.
„I know, it's none of my business but...who is Darcys dad?", fragte ich.
„Josh. Well, he was. He-"
„He died because of the car accident, I know.", unterbrach ich sie.
Josh. Mary und Josh. Josh und Mary.
Das ergab doch alles keinen Sinn.
Was ich zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht wusste, war, dass Darcy gar nicht Joshs Tochter war.
Nein, sie war meine.
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Secret [H.S.]
FanfictionAls Mary und ihre Mutter nach London zogen, wusste sie noch nicht was sie dort erwartete. Schule. Arbeit. Freunde. Eigentlich ein ganz normales Teenager-Leben. Zumindest war es das. Anfangs. Als jedoch ihre Mutter erkrankt, muss sie als 'Putzfrau'...
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